10. November 2020, 19:38 | Autor: Fast Media | Björn Niemann

Technisches Problem sorgt für vorzeitiges Aus

Mit der FIA Kart Weltmeisterschaft wartete in der vergangenen Woche das Saison-Highlight auf Nico Hantke. In Portugal traten die weltbesten Kartfahrer gegeneinander an und erlebten im sonst sonnigen Portugal eine wahre Regenschlacht. Der einzige Deutsche Fahrer Nico Hantke lieferte eine beeindruckende Vorstellung ab und war ein Kandidat für die Top-Ten.

Schon vor mehreren Wochen zeigte Nico Hantke, dass er auf internationalem Terrain um Spitzenränge mitfahren kann. Beim ROK Weltfinale in Italien gehörte er zu den Top-Fahrern und verlor am Ende den Sieg nur durch einen Cent Artikel.

An der Algarve-Küste ging es für den Rheinländer nun um den höchsten Titel im Kartsport. Auf der Rennstrecke in Portimao, auf welcher vor drei Wochen noch die Formel-1 zu Gast war, ging es für Nico um die WM-Krone. Die Erwartungen des Youngsters waren vor Beginn aber noch zurückhaltend: „Ich bin der einzige Fahrer im Feld, der nicht schon seit mehreren Tagen für ein Testrennen hier Vorort ist. Dadurch starte ich mit einem deutlichen Rückstand.“

Den vermeintlichen Nachteil machte der 16-jährige Nachwuchsrennfahrer aber schnell wett und fuhr im Zeittraining einen starken 17. Platz von 73 Teilnehmern heraus. „Ich habe mich im Regen direkt wohl gefühlt und bin aktuell sehr zufrieden“, war der Schützling des schwedischen Top-Teams Ward Racing bester Laune.

Die ersten beiden Heats kämpfte Nico jedoch mit dem Setup seines Karts und konnte erst zum dritten Durchgang voll attackieren. Mit Platz 14 und acht war er auch auf trockener Strecke konkurrenzfähig und setzte am Sonntagmorgen ein Ausrufezeichen. Den letzten Lauf vor dem großen Finale schloss er, auf nun wieder nasser Strecke, als starker Zweiter ab. Mit Position 25 in der Zwischenwertung zog er in das große Finale ein.

In diesem forderte das Wetter nochmals alle Fähigkeiten der Fahrer. Starker Regen sorgte für schwierige Bedingungen. Nico erwischte einen perfekten Start und lag nach der ersten Runde bereits im Bereich der Top-Ten. Jedoch wurde das Rennen abgebrochen und nach einer kleinen Pause neugestartet. Der Restart verlief dann nicht wie gewünscht und letztlich musste der einzige Deutsche im Feld das Rennen vorzeitig beenden.

„Nach dem guten Auftakt war das natürlich schade und nicht das erhoffte Ende. Ich konnte aber mein Potenzial zeigen und habe durchweg gutes Feedback erhalten. Das Rennen war eine tolle Erfahrung und ich habe wieder einiges dazu gelernt. Ein großer Dank geht an die gesamte Crew von Ward Racing und insbesondere meinen Mechaniker Kosta für den super Support. Besonders bedanken möchte ich mich auch bei Risto Algre, welcher mir den Start bei der WM ermöglich hat. Mit an Bord waren auch meine langjährigen Begleiter GNMotorsport, Origin Event, Leonidas Sports, Megamax und die Salus Kliniken. Ich weiß es sehr zu schätzen das ich bereits so lange auf meine Partner vertrauen kann“, sagte Nico abschließend.