24. November 2013, 13:12 | Autor:

Was für ein Finale der CIK-FIA Kart Weltmeisterschaft in Bahrain. Erst auf den letzten Metern fiel in beiden Klassen die Titelentscheidung. Jubeln durften am Ende Alessio Lorandi (KFJ) und Tom Joyner (KF). Eine starke Leistung zeigten auch die beiden Deutschen David Beckmann und Moritz Horn.

Schon nach dem Zeittraining und den Heats wurde deutlich, dass es auf dem Bahrain International Circuit keine schnelle WM-Entscheidung geben wird. Beide Titelfavoriten mussten sich durch das Mittelfeld an die Spitze kämpfen. Gesamtleader Leonardo Pulcini (Tony Kart/Vortex) rangierte nach den Heats auf Position zehn, legte im Pre-Finale aber einen starken Start hin und kämpfte sich auf Position zwei nach vorne. An der Spitze lagen Lando Norris (Fa Kart/Vortex) und Robert Shwartzman (Tony Kart/TM). 

Das Finale war gespickt von einem packenden Kampf um den WM-Titel. Während der Brite Lando Norris an der Spitze enteilte und am Ende noch auf Rang vier in der Meisterschaft nach vorne rückte, ging es dahinter drunter und drüber. Beim Fallen der Zielflagge lagen Alessio Lorandi und Leonardo Pulcini punktgleich an der Spitze. Die endgültige Entscheidung fiel letztendlich am grünen Tisch. Die Stewards verhingen gegen den Zweiten Nikita Mazepin (Tony Kart/Vortex) eine Zehnsekundenstrafe, wodurch Lorandi auf Rang zwei vorrückte und als neuer Weltmeister gekürt wurde. Als Zweiter folgte Leonardo Pulcini vor Robert Shwartzman.

Eine starke Vorstellung lieferte der Deutsche David Beckmann (Zanardi/Parilla) ab. Mit einem guten zehnten Rang schaffte er die Qualifikation ins Finale. In diesem fehlte ihm jedoch das Rennglück. Im ersten Renndrittel wurde er ins Aus geschoben und rutschte bis auf Platz 30 ab. Bis zum Fallen der Zielflagge gab der Westfale aber Vollgas und kämpfte sich mit der zweischnellsten Rennrunde bis auf Position 21 vor.

Bei den Senioren blickten alle Augen auf Max Verstappen (CRG/TM). Der Niederländer zeigte in dieser Saison eine einzigartige Leistung und bestimmte beim ersten WM-Lauf in England das Geschehen. In Bahrain erwischte er jedoch einen schwierigen Start und war im Zeittraining nur Zwölfter. Im Verlauf der Heats und dem Pre-Finale fuhr er aber wieder nach vorne und stand im Finale in der ersten Startreihe. Dieses endete für den Europameister jedoch vorzeitig. Verstappen kollidierte mit seinem dänischen Verfolger Nicklas Nielsen (Kosmic/Vortex) und schied aus. An der Spitze schaffte Tom Joyner (Zanardi/TM) das Kunststück. Nach seinem Heimrennen in Brandon nur Gesamtzwölfter, fuhr er an die Spitze und sicherte sich den Weltmeistertitel und konnte seinen Erfolg kaum glauben. „Ich bin Weltmeister“, freute er sich nach dem Rennen.

Aus Deutschland war nur Energy Werkspilot Moritz Horn (Energy/TM) vertreten. Der Hesse fand sich schnell auf der neuen Strecke zurecht und fuhr in den Rennen die Zeiten der Führenden. Das Ziel sah er nach packenden Rennen als 19. und 22. 

Text: Fast-Media – Björn Niemann