Spannendes Saisonfinale der AvD-ACV GKS Pro-Series in Mülsen

9. September 2026, 20:21
Autor: Jean-Louis Capliuk | Bilderquelle: Jean-Louis Capliuk
Spannendes Saisonfinale der AvD-ACV GKS Pro-Series in Mülsen

Nur zwei Wochen nach dem 4. Lauf der Pro-Serie in Wittgenborn standen in Mülsen auch schon die finalen Titelentscheidungen in fast allen Klassen an. Der Veranstalter hatte, wie schon die ganze Saison 2026, perfektes Wetter mit trockenen Bedingungen gebucht.

Die moderne und ultraschnelle Arena-E-Kartbahn in Mülsen sorgt mit ihren langen Geraden für enge Windschattenduelle und ist damit prädestiniert für spannende Zweikämpfe um die letzten Titelentscheidungen. Freitag und Samstag konnten die Teams und Teilnehmer ausgiebig trainieren und ihre Set-ups für den Renntag testen. Denn nach vier von fünf Saisonrennen mit teils hart umkämpften Tagessiegen stand fest, dass sich auch in Mülsen das Blatt in einigen Klassen noch einmal wenden kann, sodass die Tagesform an dem Wochenende sehr entscheidend ist.

Außerdem warteten auf die Teilnehmer am Ende noch attraktive Preise. Von Tickets zum ROK Super Final in Lonato für die besten ROKKER bis hin zu Testmöglichkeiten im Polo Cup und in der Formel 4.

Mini-ROK: Doppelsieg für Noah Elyas Kim und Titel für Vincent-Oliver Rieso

Beim Saisonfinale war Noah Elyas Kim der stärkste Fahrer des Tages. Nach Pole-Position und Sieg im Prefinale gewann er auch das Finale – nur 0,197 Sekunden vor Vincent Oliver Rieso (FSR-Performance). Leon Kamrad komplettierte die Top 3. Dahinter setzte sich Malte Wirth (Hantscher Performance) auf Platz 4 gegen David Funk (FSR-Performance) durch, der damit auf Platz 5 durchs Ziel fuhr.

In der Meisterschaft setzte sich jedoch Rieso knapp vor Kim und Kamrad durch. Damit bekamen jeweils ein Ticket für das ROK Super Final in Lonato.

Junior-ROK: Utsch macht den Titel mit Doppelsieg perfekt

Leonard Utsch setzte seine starke Saison auch in Mülsen fort. Mit Pole-Position sowie Siegen im Prefinale und Finale ließ er keinen Zweifel am Meisterschaftsausgang aufkommen. Dahinter landete im Finale Dimitar Lazarov (C4 Racing) auf Platz 2, Martin Nemeth (Hantscher-Performance) auf Platz 3, Ben Elias Reimer (Gränz Driver Development) auf Platz 4 und Phil Lindemann (CL Kart) auf Platz 5.

Die Top 3 in der Meisterschaft – Leonard Utsch, Martin Nemeth und Ben Elias Reimer – erhalten jeweils ein Ticket für das ROK Super Final in Lonato.

Senior-ROK: Finalsieg für Marcel Nowak und Titel für Maxim Becker

Bei den Senior ROK gewann Maxim Becker (C4 Racing) das Prefinale. Im Finale setzte sich Marcel Nowak (MPK-Engines) durch, Becker folgte auf Rang zwei vor Pascal Knipp (C4 Racing). Platz 4 ging an Leonardo Bleek vor Alexander Salonek auf Platz 5.

Den Titel holte jedoch souverän Maxim Becker vor Marcel Nowak und Pascal Knipp. Auf die drei Erstplatzierten wartete ein besonders umfangreiches Preispaket. Maxim Becker, Marcel Nowak und Pascal Knipp erhielten jeweils ein Ticket für das ROK Super Final in Lonato sowie eine Einladung zu einem Testtag des Polo Cup.

Für Meister Maxim Becker kamen zwei weitere Highlights hinzu. Er bekommt noch die Einschreibegebühr für den Polo Cup 2027 im Wert von 10.000 Euro übernommen und dazu noch eine Formel-4-Testfahrt, gesponsert von Dutt Motorsport, powered by RHEOSOL.

Expert-ROK: Dischner holt Titel mit Doppelsieg

Bei den Expert ROK gewann Christian Dischner in Mülsen sowohl das Prefinale als auch das Finale vor Harald Heinisch (Dutt-Motorsport) und schloss damit seine Saison erfolgreich ab.

Der Titel ging damit sicher an Dischner, vor Maximilian Hartke (Grethen Racing) und Heinisch. Als Meister der Expert ROK erhält Christian Dischner ein Ticket für das ROK Super Final in Lonato.

X30-Junior: Emanuel Drexel clever und dominant mit Doppelsieg zum Titel

Trotz eines knappen Punktevorsprungs nach Streichresultaten ließ sich Emanuel Drexel (Ebert-Motorsport) vom Pechwochenende in Wittgenborn nicht aus der Ruhe bringen und holte sich nach deutlicher Pole-Position mit einer cleveren Fahrt auch die Siege in beiden Rennen. Zwar fuhr im Finale Ceyda-Linet Pirecioglu (KSL Racing) als Siegerin knapp vor Drexel durchs Ziel, musste diesen jedoch aufgrund einer Korridor-Strafe direkt wieder an Drexel abgeben. Damit wurde Jolina Braun (KSL Racing) auf Platz 2 vor Teamkollegin Pirecioglu auf Platz 3 gewertet. Max Wuller (KSL Racing) holte mit Platz 4 weitere wichtige Punkte vor Luke Schwarz (MSC Adenau e. V.) auf Platz 5.

Nach der Vize-Meisterschaft 2025 holte sich damit Emanuel Drexel verdient den Titel 2026 vor Jolina Braun und Max Wuller. Platz 4 in der Meisterschaft ging an Ceyda-Linet Pirecioglu vor Maksym Katasonov auf Platz 5.

Als weiteres Highlight bekam Ceyda-Linet Pirecioglu eine Formel-4-Testfahrt, gesponsert von Dutt Motorsport, powered by RHEOSOL.

X30-Senior: Maro Pfeifer kürt sich zum Champion

Mit Maro Pfeifer (Stern Motorsport), Kilian Kurz und Finn Schnitzler (KSL Racing) hatten noch drei Fahrer realistische Chancen auf den Titel. Mit einer souveränen Pole-Position stellte Pfeifer schon mal seine Titelambitionen klar und holte sich ohne weitere Zweifel die Siege in beiden Rennen und damit auch den Titel 2026. Mit Platz 2 im Finale holte sich Kilian Kurz auch zugleich die Vize-Meisterschaft vor Finn Schnitzler auf Platz 3 und dadurch ebenfalls Platz 3 in der Meisterschaft.

OKN-Senior: Jan Waibel bestätigt den Titel 2026 mit zwei Siegen

Alleinstarter Jan Waibel (Mach1 Motorsport) setzte sich im gemeinsamen Feld mit den X30-Senioren erwartungsgemäß durch und holte sich nach der Pole-Position auch die Siege in beiden Rennen.

Den Titel in der OKN-Senior-Klasse hatte er sich bereits vorzeitig in Wittgenborn gesichert. Mia Deuschle (Wilk Motorsport) beendete die Saison final auf Platz 2 in der Meisterschaft vor Johannes Mußotter (Mach1 Motorsport) auf Platz 3.

KZ2-Shifter: Titel für Maddox Wirtz und Finalsieg für Eric Wess

Nur einen Punkt trennten Maddox Wirtz (VDB Racing) und Max Ohsenbrink (KSL Racing) vor dem Finale in Mülsen und waren damit die einzig verbliebenen Kandidaten für den Titel. Während Wirtz mit der Pole-Position schon mal ein erstes Zeichen setzte, hatte Ohsenbrink mit Platz 4 im Qualifying nicht die beste Voraussetzung. Wirtz nutzte die Situation und holte sich im Prefinale knapp den Sieg vor Eric Wess und Ohsenbrink.

Im Finale ging es darum, wer von den zwei vorne ist und sich damit den Titel holen würde. In einem megaspannenden Kampf um den Sieg mit einer Vierer-Truppe wechselte die Führung mehrfach und es war lange nicht klar, wer den Sieg und wer den Titel holen sollte. Wess holte sich letztlich den Sieg vor Maddox Wirtz, der sich damit auch den Titel sicherte. Max Ohsenbrink musste sich knapp mit Platz 3 zufriedengeben, was ihm trotzdem noch die Vize-Meisterschaft 2026 eingebracht hat. Mit Platz 4 beendete Jannik Remmert (VDB Racing) die Meisterschaft auf Platz 3 vor Lutz Ohsenbrink auf Platz 4 und Matthy Vandebroek auf Platz 5.

Wie bereits bei der Senior-ROK-Klasse wurden auch hier Testtage im Polo Cup vergeben. Maddox Wirtz und Max Ohsenbrink erhielten aufgrund ihrer Meisterschaftsplatzierungen jeweils eine Einladung zu einem Testtag mit dem Polo-Cup-Rennwagen.

KZ2-Masters Shifter: Chris Vandebroek gewinnt beide Rennen

Chris Vandebroek (VDB Racing) war als Alleinstarter unterwegs und gewann souverän beide Rennen. Damit hat er sich den Vize-Titel hinter dem vorzeitigen Meister Marvin Schmidtke gesichert.

Die GKS Pro in Mülsen bot einmal mehr tollen Kartsport mit spannenden Positionskämpfen, engen Entscheidungen und starken Leistungen in allen Klassen. Besonders das X30-Junior-Finale sowie die packenden Rennen der ROK- und KZ2-Kategorien sorgten für beste Unterhaltung. Mit mehreren dominanten Siegen, aber auch einigen engen Zieleinläufen konnten die Zuschauer einen abwechslungsreichen Renntag erleben.

„Nach dieser langen Saison mit 11 Rennterminen hat sich die German Karting Series 2026 mehr als etabliert und wir haben die Teilnehmerzahlen im Vergleich zu unserer Premierensaison 2025 deutlich gesteigert. Mit der Tillotson T4-Series Germany und dem ROK-Cup Germany haben wir neben den Rotax- und X30-Klassen alle wichtigen Single-Brand-Serien im Programm. Die CIK-Klassen Mini60, OKN und KZ2 fahren ebenfalls bei uns und werden 2027 sicher noch größer werden. Wir sind inzwischen stabil auf dem Markt und arbeiten weiter daran, eine Serie zu werden, die sehr eng im Kontakt zu den Teilnehmern und den Teams steht, um deren Bedürfnisse und Wünsche zu ermöglichen. Dabei werden wir noch mehr dafür tun, der Serie eine familiäre Atmosphäre zu ermöglichen, bei der menschlich faire Entscheidungen getroffen werden, ohne stur nach Paragraphen zu gehen, die aber trotzdem im sportlichen Rahmen sind. Unser Motto „Von Kartfahrer für Kartfahrer“ soll noch mehr Schwerpunkt in unseren Planungen werden und uns damit von anderen Serien abheben bzw. einzigartig machen. Jetzt gehen wir motiviert in die Planung für die Saison 2027 und werden zeitnah unser Konzept und die Termine veröffentlichen, um allen Beteiligten Planungssicherheit zu bieten“, so Serienkoordinator Jean-Louis Capliuk.