14. Juni 2016, 14:30 | Autor: Fast-Media - Luca Köster

Zum zweiten Lauf der Deutschen Kart Meisterschaft ging es für das Solgat Motorsport Team am vergangenen Wochenende zum Schweppermannring nach Ampfing. Auf dem anspruchsvollen Kurs in Oberbayern begrüßte Deutschlands höchste Kartrennserie 141 erfahrene Fahrerinnen und Fahrer zum nächsten hochkarätigen Kräftemessen. Solgat Motorsport schickte dabei sechs Piloten in drei Kategorien auf die Reise und schaffte es am Ende mit Luke Wankmüller bis in die Pokalränge der DJKM.

Solgat Motorsport präsentierte sich in den letzten Wochen in absoluter Bestform. Beim ADAC Kart Masters in Ampfing überzeugte der BirelART-Importeur bereits mit einem Sieg bei den Schaltkarts und weiteren guten Resultaten. Dementsprechend ambitioniert startete das Team in das Großevent am zurückliegenden Wochenende. „Die DKM macht ihrem Prädikat in diesem Jahr wieder alle Ehre. Es verbergen sich mehrere Europa – und Weltmeistertitel unter den Teilnehmern, das Niveau hier ist sehr hoch. Wir werden alles geben müssen, um an unsere vorangegangene Performance anzuknüpfen“, erklärte Teamchef Darko Solgat im Voraus.

Die Wetterverhältnisse sorgten in Ampfing zudem für zusätzliches Kopfzerbrechen. Regenschauer am Samstag und Sonntag überraschten Fahrer und Teams gleichermaßen und forderten auf dem 1.063 Meter langen Kurs vollste Konzentration. Einen kühlen Kopf behielt dabei Nermin Colakovic in der Deutschen Junioren Kart Meisterschaft. Als Achter nach dem Zeittraining feierte der Youngster einen phänomenalen Start und schaffte sich dadurch aussichtreiche Voraussetzungen für die Heats. Nach diesen stand Nermin als guter Zehnter in der Startaufstellung zum ersten Rennen, musste dort jedoch einen Ausfall verzeichnen. Im Anschluss verdeutlichte der BirelART-Pilot mit einer starken Aufholjagd vom Ende des Feldes bis auf Rang 21 sein Potenzial.

Der Zweite des Solgat- Junioren-Trios war Maximilian Schulte. Der Rookie erlebte nach einem tollen Auftakt in Wackersdorf in Ampfing ein eher durchwachsenes Wochenende. Von Platz 16 aus ging der Nachwuchspilot in den ersten Wertungslauf, musste dort allerdings einige Kontrahenten passieren lassen und klassierte sich letztlich als 21. Auch im zweiten Durchgang hing Maximilian seinen Erwartungen hinterher. Bei den schwierigen Bedingungen machte sich seine geringe Erfahrung bemerkbar. Am Ende kam Maximilian nicht über Position 22 hinaus.

Eine tolle Leistung lieferte Luke Wankmüller ab. Nach Rang 15 im Zeittraining zeigte sich der Keltener gemischter Gefühle. „Nach dem tollen ADAC Kart Masters-Rennen habe ich mir für dieses Wochenende deutlich mehr vorgenommen.“ Dass diese Ziele nicht zu hoch gesteckt waren, unterstrich Luke daraufhin in den Rennläufen. Als Fünfter respektive Achter raste der Solgat Motorsport-Schützling über die Ziellinie und landete somit als bester Deutscher einmal in den begehrten Pokalrängen. Zudem behauptete der Youngster den fünften Platz im Gesamtklassement.

Durchwachsen lief es für Schaltkart-Pilot Andre Matisic. Der Hamburger stellte sich in der DSKM der internationalen Konkurrenz und hatte mit großen Herausforderungen zu kämpfen. Nach dem Zeittraining lag Andre auf der 28. Position. Zwei verkorkste Heats warfen den DKM-Champion der Saison 2014 auf Platz 35 in der Zwischenwertung zurück. Über den Hoffnungslauf sicherte sich Andre aber noch das Finalticket. In den Wertungslaufen gab er noch einmal Vollgas. Zwei eindrucksvolle Aufholjagden endeten letztlich auf den Rängen 19 und 13.

Kevin Baranowski und Adrian Graf gingen im DMSB Schalt Kart Cup auf die Reise. Kevin qualifizierte sich als 18. für die Qualifikationsrennen, fuhr zwei tolle Läufe und verbesserte sich so auf Startplatz acht für den ersten Wertungslauf. Doch durch einen Startunfall fiel er in diesem weit zurück und kämpfte sich mit einer starken Vorstellung bis auf Platz 14 zurück. Im zweiten Lauf unterstrich er nochmals seine Leistungsfähigkeit und wurde Siebter. Adrian Graf lieferte ebenfalls eine gute Vorstellung ab. Von Position 26 aus kämpfte er sich mit seinem BirelART-Chassis durch das Feld und kam in beiden Rennen als 15. über die Ziellinie.

Trotz der zum Teil unglücklichen Umstände zog Darko Solgat am Ende ein durchaus positives Fazit: „Dieses Wochenende hatte es wirklich in sich. Die Streckenverhältnisse änderten sich zum Teil jede Minute und machten das Finden eines passenden Setups sehr schwierig. Nichtsdestotrotz konnten wir unsere Leistungsfähigkeit insbesondere bei den Junioren unter Beweis stellen. Für Andre wäre deutlich mehr drin gewesen – schade um das verpatzte Zeittraining. Sein Speed in den Rennen war super.“

Weiter geht es für die BirelART-Mannschaft schon am kommenden Wochenende. Dann startet auf dem Hunsrückring in Hahn die Rotax Max Challenge Germany in die nächste Runde.