Saisonauftakt der Klassik Kartfahrer beim Frühjahrscup in Kerpen

24. März 2026, 21:12
Autor: Andreas Kohler | Bilderquelle: Andreas Kohler
Saisonauftakt der Klassik Kartfahrer beim Frühjahrscup in Kerpen

Endlich wieder Rennaction für die Klassik-Kart-Szene: Am vergangenen Wochenende trafen sich die Fahrer des Klassik Kart Cup zum Frühjahrscup auf der Traditionsstrecke in Kerpen. Im Rahmen des neu geschaffenen Eifel-Erft-Cups eröffneten die historischen Karts ihre Saison 2026 – und boten bei besten Bedingungen einen gelungenen Auftakt.

Wie so oft in Kerpen wurde das Starterfeld durch zahlreiche niederländische Fahrer verstärkt. Mit dabei waren unter anderem die Landia-Piloten Bart van den Hul und Ethan van Kouwen, Kerpen-Spezialist Chris Stek, Marcel Flens, Rian Kok sowie Vorjahressieger Kay Simons. Das sonnige Frühlingswetter sorgte für ideale Bedingungen und eine perfekte Bühne für den ersten Schlagabtausch des Jahres.

Im Zeittraining setzte Chris Stek mit der schnellsten Runde ein erstes Ausrufezeichen. Dahinter folgten Thomas Kracht und Marcel Flens, während sich Titelverteidiger Kay Simons im historischen Zip Kart auf Rang vier einreihte. Klassik-Kart-Meister Marlon Mathei belegte zunächst Position fünf und brachte sich damit in eine aussichtsreiche Ausgangslage für die Wertungsläufe.

In den drei Rennen im Gleichmäßigkeitsformat zeigte Mathei schließlich seine Klasse. Mit konstant starken Leistungen sicherte er sich den Tagessieg und feierte damit nach Rang zwei im Vorjahr nun den Sprung auf das oberste Podest. Platz zwei ging an Marcel Flens, der die niederländischen Farben erfolgreich vertrat, gefolgt von seinem Landsmann Rian Kok, der mit drei fehlerfreien Läufen Rang drei belegte. Chris Stek musste sich trotz der Tagesbestzeit im Qualifying mit Platz vier zufriedengeben, dahinter komplettierte Berthold Bermel aus Krefeld die Top Fünf.

Auf den weiteren Positionen folgten Ethan van Kouwen auf Rang sechs, vor David Driessen und Andreas Kohler. Bart van den Hul belegte Platz neun, während Vorjahressieger Kay Simons als Zehnter gewertet wurde. Der Niederländer hatte Pech im Verlauf der Veranstaltung und konnte nach einer Rippenverletzung nicht alle Läufe absolvieren.

Überhaupt blieb das Wochenende nicht frei von Rückschlägen. Mehrere technische Defekte sorgten für zusätzliche Arbeit bei den Motorenbauern. Besonders hart traf es Thomas Kracht, der gleich drei Motorschäden hinnehmen musste. Auch Bart van den Hul hatte mit wiederkehrenden Problemen zu kämpfen. Für Bessel und Valentijn Minderhoud endete das Wochenende sogar vorzeitig nach Defekten an Hinterachse und Motor – immerhin ohne größere Folgeschäden.

Neben dem sportlichen Geschehen stand auch ein emotionaler Moment im Mittelpunkt. Die Klassik-Karter gingen mit Trauerflor an den Start, um den kürzlich verstorbenen Clubkameraden Piet Füssel und Gerhard Raab zu gedenken.

Trotz einiger Zwischenfälle behielten die Organisatoren in Kerpen den Überblick und brachten das Programm mit drei Wertungsläufen planmäßig über die Bühne. Rennleitung und Streckenposten sorgten für einen reibungslosen Ablauf und trugen zu einem gelungenen Saisonstart bei.

Nach dem Auftakt in Kerpen blickt die Klassik-Kart-Szene bereits auf die nächste Station: Am 19. April geht es im Rahmen der GKC Light Serie in Bopfingen weiter, wo die nächste Runde der traditionsreichen Rennserie auf dem Programm steht.