14. Dezember 2020, 17:35 | Autor: Fast-Media | Björn Niemann

Nach zahlreichen Titeln und Siegen in verschiedensten Rotax-Kategorien wechselte Max Reis aus Ramstein 2020 zu den OK Junioren und trat für das Junior-Team von Langstrecken-Ikone Timo Bernhard an. Mit starken Leistungen und einem Podestplatz in Wackersdorf, blicket der 13-jährige auf ereignisreiche Monate zurück.

In unserer Rookie-Stroy spricht er über den Umstieg, die neuen Aufgaben, seine Gegner und auch die finanziellen Herausforderungen in der internationalen Klasse.

Was war dein bestes Rennen/schönster Moment der Saison?

Meinen schönsten Moment hatte ich beim SAKC in Wackersdorf. In meiner ersten OK-Junior-Saison habe ich den Sprung auf das Podium geschafft.

Wie war dein Umstieg aus der anderen Klasse/anderen Rennserie? Was war besonders anspruchsvoll/überraschend/neu?

Ich habe in den vergangenen Jahren in verschiedenen Rotax-Kategorien Meisterschaften gewonnen. Trotzdem war der Umstieg sehr groß, auf mich wartete ein komplett anderes Kartfahren. Der OK-Junior-Motor ist deutlich leistungsstärker und die Geschwindigkeit bzw. Beschleunigung ist wesentlich höher. Dazu kommen die weicheren Reifen und der Vergaser, welchen man während der Fahrt einstellen muss. Insgesamt kann man sagen, dass das Fahren in der OK-Junior-Klasse deutlich anspruchsvoller ist. Aber das Junior Team 75 Bernhard sowie insbesondere mein Mechaniker haben mich perfekt unterstützt und mir geholfen mich bestmöglich auf die neuen Herausforderungen vorzubereiten.

Was hast du in Deiner Rookie-Saison gelernt?

Ich habe mich auf allen Ebenen verbessert. Durch die hohen Starterfelder und der hohen Leistungsdichte habe ich auch beim Racing viele wichtige Erfahrungen gesammelt und mich weiterentwickelt.

Wie hast Du dich auf die Saison vorbereitet?

Ich habe versucht so viele Runden wie möglich mit dem neuen Kart zufahren. Aufgrund der Corona-Krise war es jedoch nicht einfach, die Kartbahnen waren über lange Zeit geschlossen. Dazu kam unser begrenztes Budget, weshalb ich sicherlich nicht so oft wie meine Kontrahenten im Kart saß. Wir haben die wenigen Trainings effektiv genutzt und geneinsam mit meinem Mechaniker sehr viel gelernt. Sascha hat eine langjährige Erfahrung im Kartsport und kann mir immer Tipps geben. Außerdem hat er mir auch frühzeitig verdeutlicht, dass die körperliche Fitness eine Grundvoraussetzung für ein gutes Abschneiden ist. Daher habe ich auch versucht mich körperlich so gut wie möglich auf die steigenden Anforderungen vorzubereiten. Als Mitglied des Förderkaders des ADAC Pfalz e.V. werde ich leistungsdiagnostisch seit Ende letzten Jahres von der Firma Ortema betreut und das hat mir natürlich auch enorm geholfen.

Mit welchen Rückschlägen hattest du zu kämpfen?


An den Rundenzeiten gemessen gehörte ich in meiner Premierensaison bei allen Rennwochenenden zu den schnellsten Fahrern der OK-Junior-Klasse. Leider spiegelte sich dieser Speed nicht in den Ergebnissen wider. Aus den unterschiedlichsten Gründen mussten wir immer wieder Rückschläge hinnehmen. Das lag teilweise sicherlich auch an der fehlenden Erfahrung, manchmal war es aber einfach auch nur Pech. Aber wir haben sehr viel gelernt und die Erfahrungen werden mir in der kommenden Saison sicherlich enorm helfen.

Wie sind deine Pläne für die Saison 2021?

Ich werde voraussichtlich eine weitere Saison OK-Junior fahren. Die Saison 2020 war von vornherein als „Lernjahr“ eingeplant. Ich bin zuversichtlich, dass ich mich im neuen Jahr weiter verbessern kann. Ich bin hochmotiviert und werde versuchen mich bestmöglich auf die neue Saison vorzubereiten.