25. April 2016, 21:29 | Autor: Niklas Koch

Nur zwei Wochen nach dem Auftaktrennen zum WAKC in Kerpen stand der zweite Lauf im saarländischen Uchtelfangen auf Niklas‘ Programm. Erwartungsgemäß war das Starterfeld auf der engen und daher nicht ungefährlichen Strecke recht übersichtlich. Auch in Niklas‘ Klasse der X30 Junioren waren mit nur zehn Startern nicht einmal die Hälfte der eingeschriebenen Fahrer am Start.

Auch Niklas überlegte im Vorfeld, ob er auf dem Saarlandring überhaupt starten sollte, zumal er sich vor zwei Jahren auf eben dieser Bahn mit seinem Kart überschlagen hatte. So entschloss sich Niklas nicht schon am Freitag, sondern erst am Samstag zu den sechs offiziellen Trainingseinheiten anzureisen. Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und anhaltendem Regen versuchte er zusammen mit seinem Mechaniker von MSR Racing das Kart für den Rennsonntag abzustimmen, wobei laut Wettervorhersage es ohnehin eine Lotteriespiel sein würde, wie sich das Wetter am Rennsonntag entwickeln würde.

Als es zur fünften Session am Samstag dann aufhörte zu regnen und die Strecke aber immer noch recht feucht war, entschloss sich der 14-jährige mit seinem Team diese Trainingseinheit auszulassen, um dann in der sechsten Session wenigsten einmal im Trocknen auf dem Saarlandring zu fahren.

Der Rennsonntag begann dann auch trocken bei Temperaturen abermals knapp über dem Gefrierpunkt. Im freien Training fuhr Niklas dann die drittschnellste Runde. Mit nahezu unverändertem Setup ging es dann ins Zeittraining, was allerdings dann nur zu Platz 4 reichte. Dennoch war man mit der rechten Startreihe gar nicht so unzufrieden.

Als die Karts in den Vorstart zum ersten Rennen gebracht wurden, schien bei eisigen Temperaturen immer noch die Sonne. Doch während den Starvorbereitungen setzte plötzlich ein starker Graupelschauer ein, so dass der Asphalt kurzzeitig unter einem  weißen Schleier bedeckt wurde. Die Rennleitung gab den Mechanikern 5 Minuten Zeit, um die Karts auf Regenreifen umzurüsten. Diese Zeit reichte allerdings nicht, um auch die Rennbekleidung der Piloten den Wetterbedingungen anzupassen.

Niklas ging bei diesen Streckenverhältnissen recht vorsichtig zu Werke, um das Kart heil nach Hause zu bringen und um Punkte für die Meisterschaft einzufahren. Rundenzeiten spielten für den vom ADAC Hessen-Thüringen geförderte Pilot eine untergeordnete Rolle. Während dieser Phase des Rennens fragte sich Niklas: „Was mach‘ ich hier eigentlich überhaupt…?“ Nach knapp der Hälfte des Rennens lag er dann doch schon auf zweiter Position und konnte auf der dann abtrocknenden Strecke sogar noch die schnellste Rundenzeit für sich verbuchen.

Das zweite Rennen fand unter trockenen Bedingungen statt. Hier unterlief Niklas allerdings in der Einführungsrunde einen Fehler. Er touchierte mit seinem Kart einen Reifenstapel und beschädigte sowohl Achsschenkel als auch die Lenkstange, so dass das Kart nur ganz schwer zu lenken ging. Wie sich erst nach dem Rennen herausstellte, waren die Beschädigungen nicht unerheblich und es war umso bemerkenswerter, dass Niklas seinen zweiten Platz im Rennen bis zum Schluss locker verteidigen konnte.

Somit war das Ziel erreicht, möglichst viele Punkte mit nach Hause zu nehmen. Zunächst bedeutet dies auch Platz zwei in der Meisterschaftswertung. Doch bevor es nun im Juni auf dem Vogelsbergring in die dritte Runde des WAKC geht, stehen im Mai die Auftaktrennen zur ADAC Kart Masters auf dem Vogelsbergring in Hahn und zum ADAC Kart-Cup im bayrischen Ampfing auf dem Programm.