29. Juli 2020, 18:08 | Autor: Gerd Klasen - Foto: Erkan Storm

Nachdem die Kartsportszene fast ein halbes Jahr auf den Saisonauftakt warten musste, stellte sich in Kerpen beim Auftakt zum „Westdeutschen ADAC Kart Cup“ bei vielen Fahrern die Frage, wie man aus dieser Zwangspause ins Renngeschehen findet.
 
Matti Klasen, der in den Farben von Energycorse Germany (Treffer Motorsport) im Feld der Mini60 an den Start ging, musste lange warten, ehe er sich diese Frage beantworten konnte. Nach dem Qualifying stand lediglich Platz 8 zu Buche, eine Platzierung, mit welcher der junge Mann aus Polch (Kreis Mayen-Koblenz) nicht zufrieden sein konnte.
 
„Wir hatten bei den freien Trainings am Vortag und auch noch im Warmup ständig kleinere Probleme, die uns etwas aus dem Rhythmus brachten. Daher war das irgendwie zu erwarten“, so der 12-jährige am Rennabend.
Im 1. Rennen verlief der Start so gar nicht nach den Vorstellungen des jungen Maifelders, der zwischenzeitlich sogar auf Rang 10 abrutschte. „Mein Konditions- und Krafttraining in der Corona-Pause hat sich aber bezahlt gemacht“, so Klasen. So konnte er sich noch Platz 8 sichern und zumindest seine Startposition bestätigen.
 
„Für das zweite Rennen hatten wir uns vorgenommen, dass ich nur noch nach vorne schaue und Plätze gut mache. Das ist mir gelungen“.
Matti Klasen zeigte von Beginn an, dass er seine Ambitionen, einen Platz unter den Top 5 zu belegen, zu Recht hatte. Am Ende stand der 4. Platz und versöhnliche Gesichter bei Vater und Sohn Klasen.
 
„Matti hat über das gesamte Wochenende stark mitgearbeitet, Fehler analysiert und vieles auf der Bahn umgesetzt. Das er am Ende noch Platz 4 in der Tageswertung belegt, ist ein Lohn dafür!“, so Mattis Vater und Mechaniker Gerd Klasen.
 
Im WAKC sorgte der starke 2. Rennlauf am Ende sogar für Platz 2 in der Gesamtwertung, da Gaststarter hier nicht berücksichtigt werden. Weiter geht es für den jungen Polcher bereits am kommenden Wochenende, wenn erneut in Kerpen die stärksten Fahrer aus Deutschland und den angrenzenden Ländern im Rahmen des „ADAC Kart Masters“ um Punkte kämpfen.
 
„Ich habe Respekt vor den ganzen Namen die hier auftauchen, aber auch diese Jungs müssen sich erst einmal beweisen. Ich weiß was ich kann, und das werde ich auf höchstem Niveau auch zeigen!“, gibt sich Matti Klasen selbstbewusst.