12. Juli 2015, 15:03 | Autor: Oliver Czubaszek

Temperaturen jenseits der 30 Grad-Marke herrschten am vergangenen Wochenende beim Westdeutschen ADAC Kart-Cup auf dem Hunsrückring in Hahn. Keine leichte Aufgabe für Mensch und Material bei solchen Bedingungen ein Rennwochenende zu absolvieren.

Den Auftakt für den Hagener Kartrennstall um Teamchef Achim Beule, machten in der Klasse der Rotax Micro, Moritz Schmeiß und Farin Megger. Die beiden sind die einzigen Starter in ihrer Klasse, doch Moritz Schmeiß zeigte erneut eine tolle Performance um mischte bei den Bambinis mächtig mit. Am Ende durfte er den verdienten Siegerpokal in Empfang nehmen. Große Freude auch bei Farin Megger, der für seinen zweiten Platz ebenfalls geehrt wurde und seinen allerersten Pokal in seiner jungen Karriere aus den Händen des 1. Vorsitzenden des AC Rübenach, Rudi Wangard entgegennehmen konnte.

Gleich sechs Piloten gingen auf dem 1.377 Meter langen Kurs in der Klasse World Formula für das Beule-Kart Racing Team an den Start. Der schnellste im Team war der Hagener Simon Vogthofer, der das gesamte Wochenende dominierte. Im ersten Rennen fuhr Vogthofer einen sicheren Sieg entgegen. Mit geballter Siegesfaust kreuzte Vogthofer die Ziellinie als Erster. Doch die Freude währte nicht lange, denn die Rennleitung erkannte auf dem Startvideo einen Frühstart von Vogthofer und verhängte eine 5 Sekunden Zeitstrafe. Ebenfalls in die Top Ten schafften es noch Jonas Wollscheid mit Rang 4, Justin Krasniqi auf 6 gefolgt von Tom Kölsch auf 7 und Nico Noel Manka auf 9. Vivien Reit kämpfte mit den Bedingungen und belegte Rang 27.

Ein ähnliches Bild gab es dann auch im zweiten Rennen. Vogthofer behauptete nach starken Zweikämpfen sein dritte Position, während Jonas Wollscheid ein Platz verlor und Vierter wurde. Nico Noel Manka zeigte ein kämpferisches Rennen und fuhr noch bis auf den sechsten Rang vor. Die Teamkollegen Justin Krasniqi und Tom Kölsch gerieten auf der Strecke aneinander und verloren vielen Plätze. Krasniqi konnte sich noch auf Platz 13 vorkämpfen. Tom Kölsch kam über Rang 18 nicht mehr hinaus. Kreislaufprobleme bei Vivien Reit zwangen sie dazu, erst gar nicht zu starten.

In der Tageswertung bedeuteten die Rennergebnisse einen Podiumsbesuch für Rang 3 von Simon Vogthofer. Jonas Wollscheid verpasste das Podest nur knapp und wurde Vierter. Einen Pokal für Rang 6 nahm Nico Noel Manka in Empfang, Justin Krasniqi wurde Siebter. Tom Kölsch belegte die 12. Position und Vivien Reit mit nur einem Rennen Platz 24.

In der Klasse der X30 Senioren gingen Magnus Lempke, Melisa Harwardt und als Gaststarter Tim Becker für das Beule-Team an den Start. Bereits im Qualifying bewiesen Lempke mit Rang vier und Becker mit Rang fünf, dass mit ihnen zu rechnen ist. Melisa Harwardt hingegen haderte des gesamte Wochenende mit dem richtigen Setup und beendete das Zeitung nur auf der 24. Position.

Und die Pechsträhne ging auf dem Hunsrückring für die junge Hagenerin weiter. Im Vorstartbereich sprang ihr Kart nicht sofort an, so dass Harwardt keine Einführungsrunde fahren konnte und sie dem gestarteten Feld hinterher hecheln musste. Am Ende ein enttäuschender 26. Platz für die Schülerin der Höheren Handelsschule. „Soviel Pech kann man doch gar nicht haben. Wann hört das endlich auf? Ich hoffe in Wittgenborn“ so eine enttäuschte Melisa Harwardt nach dem ersten Durchgang.

Tim Becker und Magnus Lempke hingegen zeigten auf der Strecke tollen Kartsport mit vielen fairen Zweikämpfen, die am Ende mit Platz vier für Tim Becker und Rang 6 für Magnus Lempke belohnt wurden.

Im zweiten Rennen war dann Tim Becker im Pech. Nach einem grandiosem Rennen musste er sein Kart zwei Runden vor Schluss mit einer gebrochenen Kühlerhalterung beenden. Auch Magnus Lempke musste im Rennen Federn lassen und kam nicht mehr über Rang 23 hinaus. Melisa Harwardt zeigte eine tolle Aufholjagd mit viel Kampfgeist und wurde Zwanzigste.

In der Klasse der ADAC Getriebe kam der Meisterschaftsführende Carsten Wiedenhöfer mit den Bedingungen des Wochenendes auch nicht so richtig zu recht. Im Qualifying reichte es noch zu Platz 3 doch im ersten Rennen verlor der Marler noch zwei Plätze. Durch einen Startunfall im zweiten Rennen, der einen Rennabbruch zur Folge hatte, wurde auf einen Neustart verzichtet. Somit konnte sich Wiedenhöfer nicht mehr verbessern, konnte aber seine Führung in der Meisterschaft verteidigen.

Bastian Bense und Willi Trimborn gingen in der Klasse der ADAC Getriebe Gentlemen an den Start. Wie auch schon bei der letzten Veranstaltung in Uchtelfangen musste Bense sein Kart in der 8. Runde wegen einer gerissenen Kette vorzeitig abstellen. Eine tolle Performance bei den äußeren Bedingungen zeigte der 60-Jährige Willi Trimborn, der am Ende für seinen zweiten Platz ebenfalls das Podium besuchen durfte.

„Die Bedingungen an diesem Wochenende waren schon heftig. Aber für alle gleich. Ich freue mich über die vier Podestplätze meiner Piloten und die Saison ist noch nicht zu Ende“ so Achim Beule am Sonntagabend nach der Veranstaltung.

Am 22. und 23. August geht es dann mit der fünften Veranstaltung auf dem Vogelsbergring in Wittgenborn weiter.