IAME X30 Klassen stellen größte Felder beim SAKC in Ampfing

3. August 2021, 21:16 | Autor: Prespo
IAME X30 Klassen stellen größte Felder beim SAKC in Ampfing

Zum dritten Lauf des Süddeutschen ADAC Kart Cups versammelten sich 106 Fahrer im bayrischen Ampfing, um auf der anspruchsvollen Strecke um Siege und Pokale zu kämpfen. Die am stärksten vertretenen Klassen waren die IAME X30 Junioren und Senioren, die ein Drittel der Gesamtstarter ausmachen konnten. Nach spannenden Rennen konnten sich Maximilian Prunner (X30 Junior, RS Motorsport) und Gabriel Streitmatter (ADAC Team Südbaden e.V. / X30 Senior) mit ungefährdeten Dreifachsiegen gegen ihre jeweilige Konkurrenz durchsetzen.

Die Wettervorhersage für das Wochenende sagte klar ein Wochenende im Zeichen von Regenrennen voraus, doch die Kartbahn in Ampfing blieb weitestgehend von Schauern verschont und somit fanden alle Rennen bei trockenen Bedingungen statt. Diese macht sich Maximilian Prunner im Zeittraining der X30 Junioren zu Nutzen und stellte sein CRG Chassis mit einem komfortablen Vorsprung auf die Pole Position. Ihm folgte sein Teamkollege Lucas Roos mit hauchdünnem Vorsprung vor Finn Wiebelhaus (MSC Mühlheim).

Prunner ließ im ersten Lauf am Samstagabend nichts anbrennen und fuhr einen klaren Start Ziel Sieg ein. In seinem Windschatten setzte sich Wiebelhaus an Roos vorbei und verteidigte seinen zweiten Platz in einem packenden Duell bis zum Ende des Rennens. Luca Philipitsch machte sein missglücktes Qualifying wieder gut und arbeitete sich im Laufe des Rennens von Position zehn bis auf Rang vier nach vorne.

Der zweite Lauf war für Maxililian Prunner eine größere Herausforderung als der vorhergehende. Finn Wiebelhaus konnte in seinem Windschatten folgen, Prunner behielt aber die Nerven und verteidigte seine Führung über die 15 Runden Renndistanz, um weitere 25 Punkte auf seinem Konto zu verbuchen. Lukas Roos folgte erneut als Drittplatzierter und machte die Top fünf vor Gaststarter Maximilian Spirkl und Moritz Fischer komplett. Pechvogel des Rennens war Lennox Kirn (ADAC Südbaden e.V.), der auf Platz drei liegend in eine Kollision verwickelt wurde und sich mit Platz sieben begnügen musste.

Im letzten Lauf fand Prunner wieder zu alter Stärke zurück. Diesmal ließ er nichts anbrennen und machte den Dreifachsieg mit einer beeindruckenden Dominanz im entscheidenden Rennen komplett. Es folgten erneut Wiebelhaus, Roos und Spirkl, vor Lea Gerspacher, die sich als einziges Mädchen im Feld gegen ihre männliche Konkurrenz durchsetzte.

In der Gesamtwertung sicherte sich Prunner mit der maximalen Punkteausbeute, den obersten Platz auf dem Podium, Wiebelhaus folgte auf Platz zwei, Roos machte das Doppelpodium für RS Motorsport komplett. Spirkl (1. Kartclub Ampfing e.V. im ADAC) und Lea Gerspacher (ADAC Südbaden/ KC Teningen) belegten die weiteren Pokalränge. Die Meisterschaft des SAKC führt weiterhin Finn Wiebelhaus an und kürt sich damit zum Halbzeitmeister.

 

Ein noch größeres Fahrerfeld boten die X30 Senioren. Die hohe Qualität der Fahrer zeigte sich direkt im Qualifying. Dieses erwischte Gabriel Streitmatter am besten und setzte mit über zwei Zehntelsekunden Vorsprung das erste Ausrufezeichen des Wochenends. Ihm folgten Benjamin Gärtner (AT Motorsport) und Philipp Gogollok (CV Performance Group).

Seine Pole Position konnte Streitmatter zu Beginn der Rennen sofort in die Führung umsetzen. Schnell arbeitete sich der Meisterschaftsführende Felix Wischlitzki, nach einem vierten Platz im Zeittraining, auf die zweite Position nach vorne und das Valier Motorsport Duo distanzierte sich vom Feld. Wischlitzki folgte Streitmatter im Windschatten, konnte sich aber nicht final durchsetzen und musste Streitmatter in den letzten Runden davonziehen lassen. Dieser fuhr mit der schnellsten Rennrunde zum Sieg. Hinter den Beiden sicherte sich Philip Gogollok einen starken dritten Platz und überquerte die Ziellinie vor Benjamin Gärtner, der sich im Schlussspurt gegen Patrick Degenbeck durchsetzen konnte.

Der zweite Lauf am Sonntagmorgen war noch enger als das Rennen am Vortag. Streitmatter musste am Start Gogollok die erste Position überlassen und fiel bis auf Platz vier zurück. Gogollok führte das Rennen in der Anfangsphase an, musste sich aber der Aufholjagd von Streitmatter, mit Wischlitzki und Gärtner in seinem Schlepptau, geschlagen geben. Das Führungstrio rückte immer näher zusammen, doch Streitmatter verwaltete seine erste Position und sah das schwarz-weiß-karierte Tuch als erster. Felix Wischlitzki machte den Kart Republic Doppelsieg komplett, vor Gärtner auf seinem Tony Kart. Gogollok hingegen, musste einen herben Rückschlag verkraften und wurde in zwei Kollisionen verwickelt, die schlussendlich sein Rennen frühzeitig beendeten. Degenbeck schaffte es, sich in den top fünf festzusetzen und Julien Koch machte die ersten Plätze komplett.

Der dritte und entscheidende Lauf, sollte den Höhepunkt der Spannung bedeuten. Wischlitzki setzte sich am Start vor Degenbeck und Mast in Führung, doch alle drei Fahrer wurden nachträglich wegen eines Frühstarts bestraft. Ungeachtet dessen setzte sich Wischlizki vom Feld ab, Degenbeck folgte in direkter Schlagdistanz. Streitmatter und Gärtner kämpften sich unterdessen durchs Feld und fuhren die Lücke zur Führung immer weiter zu. Mit der schnellsten Rennrunde hatte Gabriel Streitmatter schnell den Vorsprung egalisiert und übernahm die Spitzenposition. Wischlitzki gab sich nicht geschlagen, hatte aber in der finalen Phase seinem Teamkollegen nichts entgegenzusetzen. Gärtner schaffte den Sprung auf Platz zwei, Koch beendete sein Wochenende mit stetigem Aufwärtstrend auf Platz drei des Rennens. Wischlitzki musste sich nach der Strafe mit Platz vier zufriedengeben, Sebastian Hippler (RS Motorsport) schaffte den Sprung in die Führungsgruppe und erreichte den fünften Platz beim Fallen der Zielflagge.

Die Podest Plätze gingen aber an Gabriel Streitmatter, der mit einem Dreifachsieg souverän den größten Pokal nach Hause nehmen durfte, vor Felix Wischlitzki, der seine Meisterschaftsführung ausbaute. Benjamin Gärtner erreichte nach Wackersdorf sein zweites Podium im Jahr 2021, vor Julien Koch und Patrick Degenbeck.