22. September 2015, 17:17 | Autor: Fast-Media - Björn Niemann

Nach dem Gianni Janzik schon seit dem letzten ADAC Kart Masters-Rennen in Kerpen als KF Junior-Champion fest stand, bescherte Davids Trefilovs dem Team nun beim Finale in Wackersdorf den nächsten Titel. In der Bambini-Klasse war der junge Berliner nicht zu bremsen und dominierte die Rennen in der Oberpfalz.

TR Motorsport ist das erfolgreichste Team im ADAC Kart Masters 2015. In zwei Klassen stellt das Team den Meister und feiert zusätzlich zwei weitere Top-Fünf-Platzierungen. Beim Finale in Wackersdorf starteten elf Fahrer für den Jesolo-Kart-Importeur und zeigten erneut packende Rennen. Die Bedingungen im 1.222 Meter langen Prokart Raceland hätten nicht besser sein können – strahlender Sonnenschein garantierte packenden Kartsport.

Bei den Bambini ging Davids Trefilovs als einer von drei Meisterschaftsfavoriten an den Start und lieferte eine blitzsaubere Leistung ab. Mit der Bestzeit im Qualifying legte er den Grundstein zum Titelgewinn. Jeweils aus der Pole-Position war der junge Berliner nicht zu stoppen und überquerte die Ziellinie in beiden Vorläufen und Finalrennen als eindeutiger Sieger. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass es so einfach wird“, freute sich Davids am Abend.

Neben ihm mischten auch seine Teamkollegen Salman Owega, Niels Tröger und Leon Rullit auf den Spitzenrängen mit. Salman fuhr als Vierter sein bestes Zeittrainingsergebnis ein und mischte auch in den Heats als Siebter und 13. an der Spitze mit. Von Startplatz neun nahm der junge Kölner das erste Finale in Angriff und wurde als Zehnter abgewinkt. Im zweiten Durchgang wurde Salman Owega jedoch direkt nach dem Start unverschuldet in einen Unfall verwickelt, welcher ihn auf Position 25 zurückwarf. In einer rasanten Aufholjagd konnte der junge Pilot aber etliche Plätze erkämpfen und fuhr erneut als Zehnter ins Ziel. Teamkollege Niels Tröger fiel im ersten Vorlauf weit zurück und musste deshalb von Startplatz 18 in das erste Finale starten. Mit einer überragenden Fahrt kämpfte er sich mit der schnellsten Rennrunde bis auf Position vier nach vorne und legte im zweiten Durchgang, als Dritter nochmals nach. Der dritte im Bunde Leon Rullit erlebte ebenfalls schwierige Vorläufe, zeigte aber auch in den Finals sein ganzes Können. Im Spitzenpulk fuhr er zeitweise auf Podestkurs und wurde am Ende als jeweils Sechster abgewinkt. Im ersten Durchgang warf ihn jedoch eine Zeitstrafe noch auf Rang neun zurück.

Weitere Rennerfahrung sammelte Newcomer Maksim Haralampiev. Als 17. qualifizierte er sich für die Finalrennen und lieferte sich zwei spannenden Rennen über 13 Runden. Beim Überqueren der Ziellinie war er 27. und 19.

In der KF Junior krönte Gianni Janzik seine Saison mit einem gelungen Abschluss. Ohne Siegdruck ging er an den Start und etablierte sich in den Vorläufen jeweils als Dritter. In den Finalrennen kämpfte er sogar um den Sieg und kam jeweils als Zweiter in das Ziel. Eine Zeitstrafe im zweiten Durchgang kostete ihn jedoch noch drei Plätze, so dass er als Fünfter geehrt wurde. Sein Teamkollege Jusuf Owega erlebte aufgrund krankheitsbedingter Schwächung ein durchwachsenes Zeittraining und wurde nur 20. Im Verlauf der Heats und Finalrennen zeigte er aber eine beeindruckende Leistungssteigerung und kämpfte sich nach vorne. Im ersten Rennen überquerte Jusuf Owega die Ziellinie dank seines Sportgeists als Sechster. Im zweiten Rennen wurde er durch eine unfaire Aktion eines Mitbewerbers stark zurückgeworfen, kämpfte sich jedoch hoch motiviert wieder vor und wurde als Siebter abgewinkt. Der Youngster hätte eine realistische Chance auf einen Podiumsplatz gehabt, da er auch mit die schnellsten Rundenzeiten in der Spitzengruppe fuhr. So sammelte er fleißig Meisterschaftspunkte und beendet seine erste KF Junior-Saison höchst erfolgreich als Gesamtvierter und bester Rookie.

Die beiden weiteren Rookies Phil Hill und Luke Raspudic-Verleih erlebten ein zweigeteiltes Finale. In den Vorläufen mischten sie als Elfter und 16. im Mittelfeld mit. Der Rennsonntag verlief jedoch nicht so erfolgreich. Phil Hill schied im ersten Rennen durch eine Kollision aus, kämpfte sich aber im zweiten Umlauf vom Ende des Feldes bis auf Rang 17 nach vorne. Raspudic-Verleih traf es noch härter, er konnte an den Finalrennen gar nicht teilnehmen.

Die stärkste Konkurrenz wartete diesmal bei den Schaltkarts. 46 Fahrerinnen und Fahrer gingen an den Start. Neben Stammfahrer Mario Ljubic, ging auch der italienische Werkspilot Sauro Cesetti an den Start. Im Qualifying und den Heats war er noch etwas verhalten unterwegs, startete aber in den Finals durch. Jeweils als Dritter war er in Schlagdistanz zu den Führenden und kletterte am Abend gleich zwei Mal auf das Siegerpodium. Mario Ljubic zeigte ebenfalls eine tolle Leistungsentwicklung und landete im zweiten Finale auf einem guten zehnten Rang.

Teamchef Rade Travnac zog am Abend ein durchweg positives Fazit: „Ich bin mehr als zufrieden, wir sind mit zwei Titeln das beste Team im ADAC Kart Masters. Auch an diesem Wochenende haben unsere Fahrer in allen Klassen an der Spitze mitgekämpft und die Performance unseres Materials unterstrichen. Insbesondere bei den KF Junioren sticht die Leistung von Jusuf Owega hervor, der als erfolgreichster Rookie seine Saison abschließt. Ich danke dem gesamten Team für den Einsatz im Jahresverlauf.“

Bis zur Winterpause warten aber noch einige Rennen auf das Team. Schon am kommenden Wochenende findet in Oschersleben das Finale des Norddeutschen ADAC Kart Cup statt und eine Woche später ist die Mannschaft zur Deutschen Kart Meisterschaft in Kerpen zu Gast.