1. Juli 2015, 10:01 | Autor: Fast-Media - Björn Niemann

Auf ein erfolgreiches Halbzeitrennen im ADAC Kart Masters kann das KSM Racing Team zurückblicken. In der etropolis Motorsportarena mischte der OTK Germany-Importeur in allen Klassen an der Spitze mit und landete gleich sechs Mal auf dem Siegerpodium. Mit zwei Fahrern kämpft das Team weiterhin um die Meisterschaft.

Die Wertungsläufe fünf und sechs Deutschlands stärkster Kartrennserie fanden am vergangenen Wochenende in Oschersleben statt. 187 Fahrerinnen und Fahrer reisten in die Magdeburger Börde und lieferten sich packende Rennen. Das Wetter präsentierte sich am Samstag zweigeteilt. Am Morgen sorgten starke Regenschauer für widrigste Bedingungen. Zum Nachmittag wurde es aber trocken und der gesamte Rennsonntag fand bei angenehmen Temperaturen statt. Für das Kerpener KSM Racing Team traten 18 Fahrer in den fünf ausgeschriebenen Klassen Bambini, KF Junior, X30 Junior, X30 Senior und KZ2 an.

Das stärkste Feld wartete erneut bei den Schaltkarts. 47 Piloten gingen auf die Reise und KSM-Schützling Alexander Schmitz gehörte erneut zu den großen Favoriten. Schon im Zeittraining platzierte er sich als Fünfter an der Spitze und ließ in den Vorläufen einen Sieg und dritten Platz folgen. Aus Startposition drei nahm er das erste Finale in Angriff und verbesserte sich auf Rang zwei. Um den Sieg kämpfte der Fahrer vom Niederrhein im zweiten Durchgang. Im Windschatten des Führenden drehte Alex seine Runden auf der 1.018 Meter langen Strecke und wurde erneut Zweiter. Dass er das Potential zum Siegen hat, bewies er mit der schnellsten Rennrunde in beiden Finals. In der Meisterschaft bleibt der Tony Kart-Pilot als Zweiter weithin in Schlagdistanz. „Bei Alex lief es sehr gut, zum zweiten Rennen haben wir noch etwas am Setup geändert und dadurch den Anschluss hergestellt. In Oschersleben ist es jedoch schwer zu überholen“, sagte Teamchef Ralf Schumacher am Abend.

Neben Schmitz traten auch Dominik Lanz, Lucas Zuber. Fabio Wagner, Maximilian Bahr, Marvin Pionke und Paul-Tobias Winkler an. Nach den Vorläufen mischten Zuber und Winkler in den Top-Ten mit. Doch für Lucas Zuber endete das erste Finale direkt nach dem Start, im zweiten Durchgang kämpfte er sich dann bis auf Position 24 nach vorne. In der Meisterschaft belegt der Ottersweierer den fünften Platz. Problemlos waren hingegen die Rennen von Paul-Tobias Winkler, er sah die Zielflagge als Siebter und Neunter. Das Trio Marvin Pionke, Dominik Lanz und Fabio Wagner war in den Rennen im Verfolgerfeld wiederzufinden und beendete diese jeweils als 20., 22. und 23. Leider nicht den Sprung in die Finals schaffte der Siebte im Bunde Maximilian Bahr, er schied nach den Vorläufen vorzeitig aus.

Bei den Jüngsten in der Bambini-Klasse traten wieder Nico Hantke und Levi O´Dey an. Hantke wollte nach dem durchwachsen Rennsonntag in Ampfing, in Oschersleben das Bild wieder geraderücken. Doch am Samstag lief es nicht nach Plan für den Hürther. Mit Position elf war er nach den Heats nicht ganz zufrieden und musste auch im ersten Finale einen kleinen Rückschlag verkraften. Nur als 13. kam der Youngster ins Ziel. Der zweite Durchgang verlief hingegen deutlich besser. Bis zu 15 Bambini kämpften um den Sieg, am Ende kam Nico kurzzeitig ins Aus und verlor dadurch einige Positionen. Trotzdem schaffte er als Neunter den Sprung in die Top-Ten. Eine super Steigerung legte auch sein Teamkollege Levi O´Dey hin. Bei seinem ersten Rennen in Oschersleben lernte er schnell und verbesserte sich – nach Rang 30 im Zeittraining – in den Rennen kontinuierlich. Als Elfter im zweiten Finale fuhr er sein bisher bestes Resultat im ADAC Kart Masters ein.

Fünf Fahrer traten für das KSM Racing Team bei den KF Junioren an und mischten erneut an der Spitze mit. Nach den Vorläufen führte der Niederländer Bent Viscaal die interne Wertung als Dritter an und gehörte auch im ersten Finale zu den Sieganwärtern. Als Zweiter stand er am Abend auf dem Siegerpodest. Auch im zweiten Durchgang sah es nach einer Wiederholung aus. Doch eine Kollision warf ihn auf Position sieben zurück. Seinen Platz auf dem Siegerpodium nahm David Brinkmann ein. Nach Position acht im ersten Durchgang, zeigte er im zweiten Lauf eine tolle Aufholjagd. Durch Startschwierigkeiten war er Letzter und überholte fast das gesamte Feld. In der Meisterschaft bleibt er als Zweiter in Schlagdistanz zur Spitze. Etwas durchwachsen verliefen die Rennen für Doureid Ghattas, Felix Scholz und David Qufaj. Das Trio zeigte aber ebenfalls gute Leistungen und mischte im Verfolgerfeld mit. Felix Scholz erreichte als 14. im zweiten Finale sein bisher bestes Saisonergebnis in Deutschlands stärkster Kartrennserie.

Zu überzeugen wussten auch die beiden X30 Junioren. Leonard Apel und Luke Füngeling mischten in der heißumkämpften Klasse ganz vorne. Lenard Apel startete als Sechster in das erste Finale und sah auf selbiger Position das Ziel. Doch eine Zeitstrafe warf ihn auf Rang zehn zurück. Leider schaffte er es nicht im zweiten Lauf an seine Performance anzuknüpfen, durch eine Kollision schied er vorzeitig aus. Luke Füngeling kämpfte sich im ersten Rennen von Position 15 bis auf Platz drei nach vorne und feierte damit sein erstes Podestergebnis im ADAC Kart Masters. Auch im zweiten Durchgang war der Rookie auf Top-Fünf-Kurs, durch eine kleine Rangelei rutschte er jedoch ab und eilte dem Feld hinterher. Als 18. verpasste er die Punkteränge, durfte sich aber über die schnellste Rennrunde freuen.

Ein Gastspiel bei den X30 Senioren gab Jonathan Judek. Eigentlich in der Deutschen Kart Meisterschaft unterwegs, nutzte er das Rennen um weitere Rennpraxis bei den Senioren zu sammeln. Im verregneten Zeittraining musste er jedoch einen Rückschlag verkraften, als 30. lag er weit hinter seinen Erwartungen. In den Heats zeigte er aber eine starke Aufholjagd. Aus dem Verfolgerfeld kämpfte er sich auf Platz drei und neun nach vorne. In der Zwischenwertung war er damit guter Achter. In den Finals legte er nochmals eine Schippe drauf. Mit Platz fünf und drei lag er gleich zwei Mal in den Pokalrennen und hatte im zweiten Rennen sogar Chancen auf den Sieg.

„Auch wenn wir diesmal kein Rennen gewonnen haben, bin ich durchaus zufrieden. In allen fünf Klassen waren unsere Piloten konkurrenzfähig und haben die Möglichkeiten unseres Rennmaterials unterstrichen. Bei den KF Junioren und der KZ2 sind wir mit David und Alex weiterhin im Titelrennen und werden in der zweiten Jahreshälfte wieder attackieren“, fasste Ralf Schumacher zusammen.

Das ADAC Kart Masters legt nun eine kleine Sommerpause ein. In sechs Wochen wartet das Heimspiel des KSM Racing Teams. Dann starten auf dem Erftlandring in Kerpen die Wertungsläufe sieben und acht. Vorher gastiert das Team aber noch beim Finale der CIK-FIA KZ2 Kart Europameisterschaft im belgischen Genk und bei der Deutschen Kart Meisterschaft Anfang August in Ampfing.