1. August 2016, 23:34 | Autor:

Nach den frustrierenden letzten Rennwochenenden in der Klasse der X30 Junioren entschied sich Niklas und sein MSR-Team im Laufe der Saison in die Klasse der X30 Senioren zu wechseln. Nachdem der 15-Jährige beim WAKC Lauf in Hagen aufgrund seines „Übergewichts“ nur im Mittelfeld landete, baute sein Team das Kart zum Senior um, um nur eine Woche später beim ADAC Kart Cup in Oschersleben in der Seniorenklasse zu starten. Freitags vor den Rennen machte Niklas erstmals Bekanntschaft mit der neuen Technik. Erstmals musste Niklas nun Blei auf sein Kart schrauben lassen, um das Mindestgewicht von 162 kg samt Fahrer zu erreichen.

Nachdem er am Freitagmorgen die erste Session wegen feuchter Strecke noch auslassen musste, kam Niklas ab der zweiten Session auf Anhieb mit seinem neuen Sportgerät sehr gut zu Recht. Dieser Trend setzte sich dann auch im ersten freien Training am Samstag früh fort. Mit der schnellsten Rundenzeit in seinem allerersten gezeiteten Training lies Niklas bereits aufhorchen. Im zweiten Training streikte bereits in der ersten Runde der Motor und der vom ADAC Hessen-Thüringen geförderte Nachwuchspilot blieb ohne Zeit. Doch auch im dritten freien Training dreht Niklas wieder die schnellste Runde. Das weckte Ansprüche, von denen man 24 Stunden zuvor nicht zu träumen wagte. Eigentlich sollte der Cup-Lauf lediglich als Test und Eingewöhnung zum Einstieg in die Seniorenklasse dienen.

Leider versagte im Qualifying nach nur sechs gefahrenen Runden wieder die Technik, gerade als die Reifen optimal Grip aufbauten. So musste Niklas mit der elften Startposition vorlieb nehmen. Ein Ergebnis, mit dem man zu Beginn des Wochenendes sehr zufrieden gewesen wäre, doch durch die schnell gewachsenen Ansprüche war man dann doch etwas enttäuscht.

Im ersten Rennen konnte Niklas wieder mit Topzeiten überzeugen und fuhr bis auf Platz sieben nach vorne. Auch im zweiten Rennen blieb der Riedstädter ohne Fehler und verbesserte sich nochmals um einen Rang. Im dritten Rennen sollte sich die gute Performance von Kart und Fahrer fortsetzen. Nachdem Niklas sogar zwischenzeitlich auf Platz vier lag, beendete er die 18 Runden auf einem hervorragenden fünften Platz, der für Platz sechs der Tageswertung reichen sollte.

Im MSR-Team von Martin Suffa war man sich einig, dass Niklas in der Klasse der Junioren auf dieser Strecke nicht den Hauch einer Chance gehabt hätte. So platzierte sich der Gymnasiast im ADAC Kart Cup bei den X30 Senioren „aus dem Stand“ auf Platz sieben der Meisterschaftswertung.

Bleibt nun abzuwarten, wie sich Niklas nur eine Woche später auf der gleichen Strecke im ADAC Kart Masters schlagen wird, denn das wird mit Sicherheit für den Neuling viel schwerer, ein so gutes Resultat einzufahren.

Dank an dieser Stelle an Martin Suffa und sein Team, der Niklas in der letzten Woche mit dem kurzfristigen Umstieg in so kurzer Zeit voll unterstützte und das entsprechende Material lieferte, um einen so reibungslosen Umstieg zu schaffen.