Feierlicher Abschluss der IAME Series Germany Premierensaison

22. September 2026, 18:23
Autor: Gabriel Streitmatter | Bilderquelle: Shelly Media
Feierlicher Abschluss der IAME Series Germany Premierensaison

Nach einem anstrengenden, aber erfüllenden Jahr blickt die IAME Series Germany auf ihre erste Saison als Standalone-Serie zurück. Man begann in Kerpen, reiste dann weiter nach Wackersdorf sowie Mülsen und schloss die Saison im bayerischen Ampfing ab. Das Jahr war von Veränderungen und stetiger Weiterentwicklung gezeichnet, das Konzept fand viel Zuspruch, aber die Teilnehmerzahlen blieben hinter den Erwartungen zurück. Trotzdem wurden in Ampfing nochmals spannende Rennen ausgetragen und vier neue Meister gekürt.

IAME Mini Swift: Knappes Finale, aber klarer Meister

In der Kategorie der jüngsten Teilnehmer gab es abwechslungsreiche Rennen zu beobachten. Auf dem Papier schien zwar wenig Bewegung im Feld zu sein, die Realität sah hingegen anders aus. Der Ukrainer Artem Kikireshko (UN1) fuhr zunächst zu einer souveränen Pole-Position. Er setzte diese im ersten Heat in den Sieg um, obwohl er am Start zurückfiel. Auch den zweiten Heat entschied der Kali Kart-Pilot für sich. Hinter ihm reihte sich Benedikt Wetzel (TB Racing Team) ein. Im Superheat meldete ein weiterer Pilot sein Interesse am Tagessieg an: Vincent Oliver Rieso (FSR Performance) hielt lange mit Kikireshko mit, musste sich aber schlussendlich mit der zweiten Position begnügen. So ging es in das Finale und drei Fahrer machten den Sieg unter sich aus. Nach einigen Überholversuchen von Rieso war es nach dem Fallen der schwarz-weiß-karierten Flagge aber erneut Kikireshko, der auf der obersten Stufe des Podests Platz nehmen durfte. Rieso wurde vor Wetzel Zweiter und sicherte sich damit den Meisterschaftstitel. Wetzel freute sich ebenfalls, er gewann die Wertung der unter Zehnjährigen (U10). Die Top-Fünf des Finals komplettierten der Niederländer Victor Radu (UN1) und Valerio Geiger (RS-Motorsport).

Meisterschaftsendstand IAME Mini Swift (nach vier Rennwochenenden):

  1. Vincent Oliver Rieso
  2. Artem Kikireshko
  3. Benedikt Wetzel (Sieger U10)
  4. Marcel Pfeiffenberger
  5. Valerio Geiger

X30 Junioren: Gebrochenes Chassis sorgt für Vorentscheidung

Mit seiner ersten Pole-Position erwischte Kilian Wurm (TB Racing Team) den perfekten Start in das Ampfing-Wochenende. Auch im ersten Heat konnte ihm keiner der Kontrahenten das Wasser reichen. Semih Bektas (SH Kartsport) schlug dann aber im zweiten Heat zurück. Punktgleich sollten die Favoriten nebeneinander in den Superheat starten, jedoch wurde kurz vor Rennbeginn ein gebrochenes Chassis bei Wurm festgestellt, sodass dieser den Start verpasste. Bektas fuhr unbeeindruckt zum Superheat-Erfolg und zur Pole-Position für das Finale. Dort kam es zum Showdown: Nachdem Bektas sich nach dem Start in Führung gesetzt hatte, startete Wurm eine Aufholjagd. Je länger das Finale dauerte, desto kleiner wurde der Abstand, jedoch fehlten Wurm am Ende wenige Meter auf seinen ersten Sieg in der IAME Series Germany. So durfte Bektas die perfekte Saison mit vier Siegen aus vier Finals feiern und kürte sich zum Champion vor Ceyda-Linet Pirecioglu (KSL Racing Team). Hinter Wurm komplettierte der Niederländer Kyan Ten Have (UN1) das Podest vor Leon Fiedler (TR-Motorsport) und Maximilian Lothar Möckel (Magik Kart Germany).

Meisterschaftsendstand X30 Junioren (nach vier Rennwochenenden):

  1. Semih Bektas
  2. Ceyda-Linet Pirecioglu
  3. Kyan Ten Have
  4. Leon Fiedler
  5. Maximilian Lothar Möckel

X30 Senioren: Überraschungssieger schockt die Konkurrenz

In der Klasse der X30 Senioren lief das Wochenende eigentlich auf einem Zweikampf zwischen Emilio Bernd und Joelina Denzel (MPK Motorsport) hinaus. Denzel holte die Pole-Position, konnte aber keinen der beiden Starts gewinnen. So war es zwei Mal Bernd, der, wenn auch nur knapp, die meisten Punkte in den Heats holen konnte. Auch den Superheat entschied er für sich, diesmal aber mit einem größeren Vorsprung, während Denzel in der letzten Kurve den zweiten Platz an Leon Lambrecht (Magik Kart Germany) abgeben musste. Der große Favorit für das Finale war Emilio Bernd, der sich durch die Punkteausbeute des Vormittags bereits vorzeitig zum Meister gekürt hatte. Dann aber der Schock: In der Startaufstellung sprang sein Kart nicht an und Bernd konnte nicht ins Rennen starten. Das war die Möglichkeit für die Konkurrenz, nun doch noch ein Wort im Kampf um den Sieg mitreden zu können. Denzel galt nun als klare Favoritin, sie hatte ihre Rechnung aber nicht mit Lambrecht gemacht. Dieser fuhr in Anbetracht der Chance auf seinen ersten großen Erfolg entfesselt auf und übernahm die Führung. Mit der schnellsten Runde des Rennens setzte er sich kontinuierlich ab und durfte sich nach 16 Runden über den Sieg freuen. Denzel und Nikola Trajkovski (VM Energy Corse Germany) rundeten das Podest ab, während die Teamkollegen und Geschwister Pia und Maximilian Pawlowski (ACP Racing) die Top-Fünf komplettierten. Denzel hatte trotzdem einen Grund zu feiern, sie gewann den Ladies Cup. Nicht in Ampfing am Start war die Klasse der KZ2. Hier wurde Max Ohsenbrink (KSL Racing Team) Meister.

Meisterschaftsendstand X30 Senioren (nach vier Rennwochenenden):

  1. Emilio Bernd
  2. Joelina Denzel
  3. Daniel Brozovic
  4. Leon Lambrecht
  5. Nikola Trajkovski

Meisterschaftsendstand KZ2 (nach drei Rennwochenenden):

  1. Max Ohsenbrink
  2. Lutz Ohsenbrink
  3. Adrian Martinz
  4. Eric Weiss
  5. Benno Drelok