Gustafsson, Kajak und Abbasse siegen in Le Mans
Starke Vorstellung des Formula K SRP Factory Teams
Le Mans war am vergangenen Wochenende Schauplatz des wichtigsten FIA-Karting-Events für die Schaltkartklassen. Auf dem Le Mans Karting International Circuit fielen die Entscheidungen in der KZ-Weltmeisterschaft, dem KZ2 World Cup und dem International Super Cup der KZ2 Masters. Viktor Gustafsson feierte nach 2022 seinen zweiten WM-Titel in der Königsklasse, Markus Kajak sorgte gemeinsam mit Arthur Lehouck für einen Doppelerfolg des deutschen Formula K SRP Factory Teams und Anthony Abbasse feierte bei den Masters einen Heimsieg. Auch die deutschen Fahrer setzten Akzente: David Trefilov fuhr in der KZ in die Top-Ten, Robert Kindervater wurde bester Deutscher in der KZ2 und Oliver Staedtler gehörte über weite Strecken zu den Schnellsten des Wochenendes.
KZ: Gustafsson dominiert und holt zweiten WM-Titel
Bereits im Qualifying machte Viktor Gustafsson (CRG Racing Team) deutlich, dass der Weg zum WM-Titel über ihn führen würde. In der sechsminütigen Session fuhr der Schwede mit 49,248 Sekunden auf die Pole-Position. Maksim Orlov (CPB Sport) folgte auf Rang zwei, während David Trefilov (IPK Factory Team) als starker Dritter für ein erstes deutsches Ausrufezeichen sorgte.
Auch in den Heats blieb Gustafsson an der Spitze. Ein Sieg und zwei zweite Plätze reichten, um die Zwischenwertung anzuführen. Orlov und Emilien Denner (Formula K SRP Factory Team) sammelten ebenfalls Heat-Siege und hielten den Druck auf den Schweden hoch. Für Trefilov verliefen die Vorläufe wechselhaft, unter anderem nach einer Kollision mit Denner, dennoch blieb er im Rennen um eine gute Finalposition.
Im Super Heat verteidigte Gustafsson seine Spitzenposition gegen Orlov und sicherte sich damit die Pole-Position für das Finale. Dahinter folgten Daniel Vasile (Maranello Kart Srl) und Denner aus der zweiten Startreihe.
Das Finale entwickelte sich anschließend zu einer klaren Angelegenheit. Gustafsson behauptete am Start die Führung und setzte sich bereits in den ersten Runden vom Feld ab. Denner arbeitete sich auf Rang zwei nach vorne und versuchte, den Rückstand zu verkürzen, doch der Schwede erhöhte in der zweiten Rennhälfte noch einmal das Tempo.
Nach 22 Runden überquerte Gustafsson die Ziellinie mit mehr als vier Sekunden Vorsprung und feierte damit seinen zweiten KZ-Weltmeistertitel. Denner wurde Zweiter und sorgte damit für ein weiteres starkes Resultat des deutschen SRP-Teams. Vasile komplettierte das Podium vor Orlov, Danilo Albanese (KR Motorsport) und Cristian Bertuca (Tony Kart Racing Team). David Trefilov zeigte ebenfalls ein starkes Finale und schaffte als bester deutscher Fahrer den Sprung in die Top-Ten.
Top-Fünf KZ
1. Viktor Gustafsson (SWE)
2. Emilien Denner (FRA)
3. Daniel Vasile (ROU)
4. Maksim Orlov
5. Danilo Albanese (ITA)
KZ2: Kajak und Lehouck sorgen für SRP-Doppelsieg
Mit 117 Teilnehmern stellte die KZ2 das größte Feld des Wochenendes. Im Qualifying setzte Arthur Lehouck (Formula K SRP Factory Team) die Bestzeit. Hinter ihm folgte ein dicht gedrängtes Feld, in dem sich auch mehrere deutsche Fahrer gute Ausgangspositionen erarbeiteten.
In den Heats bestätigte Lehouck seine Favoritenrolle und gewann alle drei Läufe. Gleiches gelang Markus Kajak (Formula K SRP Factory Team), womit beide Fahrer mit maximaler Punkteausbeute in die Super Heats gingen. Besonders stark präsentierte sich auch Oliver Staedtler (Formula K SRP Factory Team). Der Deutsche lag nach den Heats auf Rang drei seines Pools und etablierte sich damit im Spitzenfeld.
Auch am Sonntag blieb Staedtler zunächst auf Kurs. Im ersten Super Heat fuhr er hinter Lehouck auf Rang zwei und sicherte sich dadurch Startplatz drei für das Finale. Lehouck gewann seinen Lauf, Kajak setzte sich im zweiten Super Heat durch und komplettierte damit die erste Startreihe für den Endlauf.
Im Finale erwischte Kajak den besten Start und übernahm sofort die Führung. Bereits in der ersten Runde setzte sich der Este deutlich von Lehouck ab. Der Franzose verkürzte den Rückstand zwischenzeitlich wieder, doch Kajak hatte in der Schlussphase noch Reserven und baute seinen Vorsprung erneut aus.
Nach einem kontrollierten Rennen gewann Kajak den FIA Karting World Cup mit knapp zwei Sekunden Vorsprung auf Lehouck. Damit feierte das deutsche Formula K SRP Factory Team einen viel beachteten Doppelsieg. Alois Girardet (CRG Racing Team) komplettierte das Podium vor Kimi Tani (La Motorsport di Nordera Luca), Matej Preuss (Formula K SRP Factory Team) und Elie Goldstein (TBKart Racing Team srl).
Für Staedtler verlief das Finale dagegen nicht nach Wunsch. Nach dem Start aus der zweiten Reihe geriet er früh in schwierige Zweikämpfe und verlor mehrere Positionen. Am Ende kam er auf Rang 17 ins Ziel. Direkt vor ihm wurde sein Teamkollege Robert Kindervater als 16. bester deutscher Fahrer. Daniel Stell (Kartshop Ampfing) komplettierte das deutsche Finaltrio auf Rang 23. Nicht für das Finale qualifizierten sich aus deutscher Sicht Luis Laurin Speck (TBKart Racing Team srl), Maximilian Schleimer (Tony Kart Racong Team), Jayden Gushiken (Formula K SRP Factory Team), Manuel Kastl (CPB Sport) und Niko Bognar (Formula K SRP Factory Team).
Top-Fünf KZ2
1. Markus Kajak (EST)
2. Arthur Lehouck (FRA)
3. Alois Girardet (FRA)
4. Kimi Tani (FIN)
5. Matej Preuss
KZ2 Masters: Abbasse gewinnt vor heimischem Publikum
Auch der International Super Cup der KZ2 Masters bot ein hochklassig besetztes Feld. Prominentester Starter war der frühere Formel-1-Pilot Rubens Barrichello. Im Qualifying musste sich der Brasilianer zunächst mit Rang 23 zufriedengeben, während Davide Fore (Formula K SRP Factory Team) die Pole-Position holte.
In den Heats rückte Anthony Abbasse (CPB Sport) in den Mittelpunkt. Der Franzose gewann alle drei Läufe und übernahm damit die Führung in der Zwischenwertung. Barrichello arbeitete sich unterdessen kontinuierlich nach vorne und machte über die Heats insgesamt elf Positionen gut.
Nach den Super Heats startete Abbasse aus der Pole-Position in das Finale. Dort setzte er sich zunächst vor Davide Fore und Titelverteidiger Angelo Lombardo (Maranello Kart Srl) an die Spitze. Lombardo rückte im weiteren Verlauf auf Rang zwei vor und hielt den Druck auf Abbasse hoch. In der zweiten Rennhälfte setzte sich der Franzose jedoch leicht ab und verteidigte seinen Vorsprung bis ins Ziel. Mit rund vier Zehntelsekunden Vorsprung gewann Abbasse den International Super Cup vor Lombardo und Daniel Bray (Modena Kart Racing Team). Alessio La Martina (CRG Racing Team) und Charles Fiault komplettierten die Top-Fünf.
Aus deutscher Sicht erreichte Marco Pislor (Erre Esse Motorsport) das Finale, musste dort jedoch einen Ausfall hinnehmen. Sven Hayer und Markus Rausch verpassten den Sprung in den Endlauf.
Top-Fünf KZ2 Masters
1. Anthony Abbasse (FRA)
2. Angelo Lombardo (ITA)
3. Daniel Bray (NZL)
4. Alessio La Martina (ITA)
5. Charles Fiault (FRA)
In drei Wochen geht die World Cup-Saison weiter. Dann findet im italienischen Viterbo der OK-N Junior und OK-N World Cup statt.


