Miron und Baglin feiern COTF-Siege in Kristianstad

Titelentscheidungen fallen in Sarno

26. Juli 2026, 20:11
Autor: Fast-Media | Björn Niemann | Bilderquelle: RGMMC
Miron und Baglin feiern COTF-Siege in Kristianstad

Die Champions of the Future Euro Series machte am vergangenen Wochenende Station im schwedischen Kristianstad und läutete mit dem vierten Saisonlauf die heiße Phase der Meisterschaft ein. Auf dem 1.221 Meter langen Kurs mit seinen 14 anspruchsvollen Kurven lieferten sich die Fahrerinnen und Fahrer der Klassen OK Junior und OK packende Rennen. Insgesamt 30 Qualifying-Heats sorgten bereits vor den Finals für zahlreiche Wendungen, ehe Daniel Miron und Noah Baglin mit ihren Erfolgen wichtige Ausrufezeichen im Titelkampf setzten.

OK Junior: Miron belohnt starke Leistung mit Premierensieg

Bereits in den Vorläufen zeigte sich die enorme Leistungsdichte im Feld. Gleich neun verschiedene Fahrer entschieden einen Heat für sich. Neben Daniel Miron gehörten Zack Zhu, Teo Pelfelrene, Antonio Pizzonia und Martin Bertolaccini zu den Siegern, während Leonardo Gorski mit mehreren Top-Ergebnissen das Zwischenklassement anführte. Auffällig war zudem die Ausgeglichenheit der Teams: Die Top-Ten vor den Superheats verteilten sich auf sieben verschiedene Rennställe.

Für zusätzliche Spannung sorgten die Superheats. Gorski startete zwar von der Pole Position in den ersten Lauf, fiel jedoch nach einem technischen Defekt bereits auf der Start-Ziel-Geraden aus. Matvei Dergunov nutzte die Gelegenheit und feierte seinen ersten Superheat-Sieg der Saison. Im zweiten Lauf behauptete sich Zack Zhu knapp vor Martin Bertolaccini und sicherte sich damit die Pole Position für das Finale.

Im Endlauf entwickelte sich von Beginn an ein packender Kampf um die Führung. Bertolaccini, Zhu und Antonio Pizzonia wechselten sich an der Spitze ab, ehe Daniel Miron seine Chance nutzte und sich entscheidend absetzen konnte. Zwar schrumpfte sein Vorsprung in den Schlussrunden durch den stark aufholenden Pizzonia sowie Meisterschaftsleader Priam Bruno noch einmal deutlich, doch Miron verteidigte seine Führung bis ins Ziel und feierte seinen ersten Finalsieg der Saison. Gleichzeitig wurde er zum vierten unterschiedlichen Sieger in der OK-Junior-Kategorie 2026.

OK: Baglin übernimmt die Meisterschaftsführung

Auch die OK-Klasse bot bereits im Qualifying zahlreiche Überraschungen. Oliveri Sini und Emil Hernandez überzeugten mit ihren ersten Spitzenzeiten auf Senior-Niveau, während Benjamin Manach das Wochenende mit einer Rekordrunde krönte und als schnellster OK-Pilot aller Zeiten in Kristianstad in die Geschichtsbücher einging.

Seine starke Form bestätigte Manach auch in den Heats mit drei Laufsiegen und zwei zweiten Plätzen. Insgesamt gab es jedoch mehr als zehn unterschiedliche Sieger – ein weiterer Beleg für die enorme Leistungsdichte im Feld. Gleichzeitig mussten einige Favoriten Rückschläge hinnehmen: Arias, Allemann, William Calleja und auch Noah Baglin schieden jeweils in einem Heat aus.

In den Superheats setzte sich Manach zunächst souverän durch, während Noah Baglin den zweiten Lauf für sich entschied und sich damit eine hervorragende Ausgangsposition für das Finale verschaffte. Ebenfalls überzeugend präsentierte sich Ferrari-Junior Filippo Sala, der sich als Gesamtdritter für den Endlauf qualifizierte.

Im Finale zeigte Baglin schließlich seine ganze Klasse. Geduldig arbeitete sich der Brite zunächst an Henry Domain und Benjamin Manach vorbei, ehe er an der Spitze Runde für Runde seinen Vorsprung ausbaute. Mit einem Vorsprung von 2,6 Sekunden feierte er seinen zweiten Saisonsieg und übernahm zugleich die Führung in der Gesamtwertung.

Für eine nachträgliche Veränderung sorgte Dean Hoogendoorn. Der Williams-Junior beeindruckte zunächst mit einer spektakulären Aufholjagd von 21 Positionen bis auf Rang zwei, verlor das Podium jedoch aufgrund einer Frontspoilerstrafe. Davon profitierten Zac Drummond als neuer Zweiter sowie Henry Domain auf Platz drei.

Aus deutscher Sicht sorgte insbesondere Amin Kara Osman für ein starkes Ergebnis. Der Pilot des Haupt Racing Teams arbeitete sich nach Rang 30 im Qualifying kontinuierlich nach vorne, verbesserte sich über die Heats bis auf Position 22 und qualifizierte sich als 26. für das Finale. Dort zeigte Kara Osman eine sehenswerte Aufholjagd, gewann 14 Positionen und beendete das Rennen als hervorragender Zwölfter, sein bislang bestes Ergebnis der laufenden Champions-of-the-Future-Saison. Für Luke Kornder verlief das Wochenende dagegen unglücklich. Nach Platz 34 im Qualifying verlor er in den Heats den Anschluss und verpasste als 76. der Zwischenwertung den Einzug in die Superheats sowie das Finale.