IAME Series Germany läutet heiße Phase in Mülsen ein
Am vergangenen Wochenende (25. und 26. Juli 2026) gab es nicht nur sommerliche Temperaturen im sächsischen Mülsen, auch auf der Strecke ging es heiß her. Nach dem Auftakt der IAME Series Germany in Kerpen und dem zweiten Rennen in Wackersdorf wurde die Reise zum östlichsten Austragungsort des Kalenders angetreten. Die Arena E in Mülsen empfing die Single-Brand Kartrennserie mit ihren Klassen Mini Swift, X30 Junioren und X30 Senioren, sowie der Shifter Series Germany und läutete den Saisonendspurt ein.
IAME Mini Swift: Knappes Duell um den Sieg
Die jüngsten Teilnehmer des Wochenendes zeigten enge und spannende Rennen. Mit einer dominanten Pole-Position konnte sich Vincent Oliver Rieso (FSR Performance) die beste Ausgangslage für die Vorläufe sichern. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag war er nicht zu schlagen. Die Konkurrenz schlief aber nicht. So war es im Superheat keine Überraschung, dass Benedikt Wetzel (TB Racing Team) im Windschatten folgen konnte und sich nur im Zehntelsekundenabstand geschlagen geben musste. Mit der vorangegangenen Performance in das wichtigste Rennen des Tages startend, wollte Rieso im Finale das perfekte Wochenende komplettieren. Mit diesem Plan wollte sich Wetzel aber keineswegs zufriedengeben. Im entscheidenden Moment konnte er sich gegen Rieso durchsetzen und feierte beim Fallen der schwarz-weiß-karierten Flagge den Sieg. Dritter wurde der Tscheche Viktor Hlavicka (E&S Motorsport) vor Finn Gebert (Nees Racing) und dem Österreicher Marcel Pfeiffenberger.
X30 Junioren: Bektas weiterhin ungeschlagen
Auch bei den X30 Junioren zeichnete sich früh ein Dreikampf um den Sieg ab. Der Dominator des bisherigen Saisonverlaufs, Semih Bektas (SH Kartsport), konnte sich im Qualifying knapp gegen Kilian Wurm (TB Racing Team) durchsetzen. Im Laufe der Heats war Bektas an der Spitze unangetastet, seine Verfolgung nahm aber die schnellste Dame im Feld, Ceyda-Linet Pirecioglu (KSL Racing Team) auf. Mit Bektas, Pirecioglu und Wurm auf den ersten drei Rängen ging es auch durch den Superheat, sodass die ersten drei Startplätze für das Finale gesetzt waren. Hier erwischte Bektas den besten Start und ging sofort in Führung. Ihm folgte Wurm, der lange Schritt hielt, aber in letzter Konsequenz nicht gegen Bektas ankam und sich mit Platz zwei zufriedengeben musste. Pirecioglu hingegen hatte einen denkbar schlechten Start in das Rennen: Ein Frühstart resultierte in einer Zeitstrafe, die sie auf den fünften Rang zurückwarf. Aufrücken konnten ihr Teamkollege Lenn Göckmann und Leon Fiedler (TR-Motorsport).
X30 Senioren: Abwechslungsreiche Rennen
Die X30 Senioren waren auch in Mülsen die teilnehmerstärkste Klasse. Vier Fahrer waren in der Qualifikation durch lediglich eine Zehntelsekunde getrennt, wobei Joelina Denzel (MPK Motorsport) die Pole-Position errang. Mit einem beherzten Auftreten konnte sie auch den Superheat gewinnen, wobei sie von einer Strafe des eigentlichen Siegers, Emilio Bernd, profitierte. Knapper wurde es im zweiten Vorlauf: Denzel setzte sich erneut gegen die männliche Konkurrenz durch, der Abstand aber verringerte sich erheblich. Ähnlich eng wurde der Kampf um die Punkte im Superheat am Sonntagmittag: Ein neuer Name tauchte auf und setzte sich gekonnt in Szene: Jan Schwarzer (VM Energy Corse Germany) schlug seinen Teamkollege Daniel Brozovic und Emilio Bernd und katapultierte sich auf die erste Startposition für das Finale. In diesem gab es bereits in der ersten Kurve viel Bewegung im Feld: Brozovic sah eine Lücke und überholte. Im Laufe des Rennens konnte er nicht mehr eingeholt werden und jubelte im Ziel. Knapp dahinter folgte Emilio Bernd vor Joelina Denzel. Schwarzer fiel mit einer Strafe auf den vierten Rang zurück, behauptete sich aber vor Jesse Kirkby (Magic Kart Germany), der die Top-Fünf komplettierte.
KZ2: Brüderduell um den Sieg
Wie bereits beim Saisonauftakt in Kerpen war das Rennen in Mülsen durch ein Brüderduell geprägt. Lutz und Max Ohsenbrink (beide KSL Racing Team) ließen keine Zweifel aufkommen und dominierten das Geschehen nach Belieben. Dabei war Max Ohsenbrink nochmals schneller als sein Bruder. Mit einem perfekten Wochenende, der Pole-Position, Siegen in beiden Heats und dem Superheat ging er als großer Favorit in das Finale und wurde seiner Rolle gerecht. Er gewann vor Lutz Ohsenbrink und Benno Drelok (Drelok-Racing-Team). Das Feld komplettierte Thomas Mühling (Bamberger NB-Motorsport).
In knapp 50 Tagen schließt der Lauf im bayerischen Ampfing die erste Saison der IAME Series Germany und Shifter Series Germany ab. Eine Saison mit vielen Höhen und Tiefen lieferte großartige Rennaction und viel Zuspruch bei den Teilnehmern. Mit Rückenwind soll nun auch das letzte Rennen der Saison nochmals ein Highlight für die Starter werden. Dieses findet am 19. und 20. September auf dem Schweppermannring in Ampfing statt.


