RMC Germany feiert neue Sieger in Kerpen

Rund 120 Fahrerinnen und Fahrer lieferten sich beim zweiten Lauf der Rotax MAX Challenge Germany packende Duelle

11. Mai 2026, 20:45
Autor: Timo Deck - Motorsport XL | Bilderquelle: Timo Deck - Motorsport XL
RMC Germany feiert neue Sieger in Kerpen

Bei frühsommerlichen Bedingungen fand am 9. und 10. Mai 2026 der zweite Saisonlauf der Rotax MAX Challenge Germany statt. Dafür zog es Deutschlands größte Single-Brand-Kartrennserie auf den traditionsreichen Erftlandring nach Kerpen. Die 1.107 Meter lange Piste in NRW begrüßte rund 120 Fahrerinnen und Fahrer in den fünf Klassen Mini, Junior, Senior, DD2 und DD2 Masters. Die hartumkämpften Rennen brachten am Ende in sämtlichen Kategorien neue Sieger hervor, was einen spannenden Saisonverlauf verspricht …

Mini: Tim Hansler setzt sich durch

Äußerst eng ging es das gesamte Wochenende über bei den Minis zur Sache. Schon im Zeittraining, das Tristan Abeels (Daems Racing) für sich entscheiden konnte, lag fast das gesamte Feld innerhalb von nur einer Sekunde. Diese Leistungsdichte setzte sich auch in den Rennen fort. Teilweise kamen bis zu zehn Fahrer für den Sieg in Frage. Letztlich bewies Tim Hansler (Kraft Motorsport) die besten Nerven in der Nachwuchsklasse. Der Tony-Kart-Pilot übernahm nach den Heats die Spitze und gewann danach den Superheat und das Finale. Knapp dahinter holte sich Abeels den zweiten Platz auf dem Podium vor Bruno Gajewski (Von der Heide Motorsport) auf Rang drei.

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Junior: Julian Dümmer feiert dritten Junior-Sieg

Die Junioren lieferten am zweiten Rennwochenende der RMC nicht nur spannende Rennen, sondern auch spektakuläre Szenen. Gleich zweimal sorgten die „jungen Wilden“ aufgrund von Unfällen für Rennabbrüche, bei denen trotz ATW-Einsatz glücklicherweise niemand ernsthaft zu Schaden kam. Sportlich setzte Julian Dümmer (Kraft Motorsport) das erste Ausrufezeichen im Qualifying, bevor er in den Vorläufen zurückgereicht wurde und Teamkollege Kimi Mey die Spitze übernahm. Im Superheat meldete sich Dümmer siegreich zurück. Im Finale erwischte er dann jedoch einen miserablen Start, der ihn auf Platz vier zurückwarf. Kampfstark machte er den verlorenen Boden aber wieder gut und übernahm so in der vorletzten Runde die Führung, die er bis zum Fallen der Zielflagge nicht mehr abgeben sollte. Mit nur 0,161 Sekunden Rückstand kreuzte Kimi Mey als Zweiter den Zielstrich, während Gustav Christensen (RS Competition) mit Respektabstand als Dritter einlief. Für Dümmer ist es nach dem RMC Winter Cup und dem RMC Open bereits der dritte Junior-Sieg nach seinem Klassenaufstieg in diesem Jahr.

Senioren: Tom Reger dominiert

Die Senioren stellten mit 36 Fahrerinnen und Fahrern wieder das größte Feld im Rahmen der RMC Germany. Obwohl die Kräfteverhältnisse extrem ausgeglichen waren, stach ein Pilot aus der Meute heraus: Tom Reger (Kraft Motorsport) drückte dem Wochenende von Beginn an seinen Stempel auf. Nach der Bestzeit im Qualifying führte auch in den Vorläufen kein Weg am letztjährigen Junioren-Vizemeister vorbei. Das gleiche Bild wiederholte sich im Superheat und schließlich sollte auch das Finale zum Schaulauf für Reger werden. Der Favorit setzte sich sofort an die Spitze und enteilte dem Feld Runde um Runde. Am Ende gewann er deutlich mit über fünf Sekunden Vorsprung vor Jakub Vondracek (RS Competition) und Noah Janssen (3G Racing).

DD2 Masters: Alex Fielenbach schlägt zurück

Den Saisonstart noch ausgelassen, meldete sich Alex Fielenbach (Kraft Motorsport) in Kerpen zurück am Steuer im DD2 Masters. Der mehrfache Champion und Titelverteidiger lieferte ein eindrucksvolles Comeback ab und dominierte das Geschehen vom Zeittraining bis zum Finale. Als beste Nebendarsteller empfahlen sich Marcel Schirmer und Timo Haug (beide FM Racing). Das Duo war über weite Strecken im Doppelpack unterwegs und machte die Ehrenplätze unter sich aus. Zu guter Letzt konnte Haug das teaminterne Duell knapp für sich entscheiden, während der Meisterschaftsführende Schirmer als Dritter wichtige Punkte für die Gesamtwertung sammelte.

DD2: Reuters mit Aufholjagd zum Sieg

Nico Hantke (3G Racing) gab den Ton in der DD2-Klasse an: Im Qualifying markierte der Lokalmatador die Bestzeit und nach den Vorläufen verteidigte er die Spitze erfolgreich. Das Blatt wendete sich im Superheat: Hantke lag auf einem sicheren ersten Platz, als ihn ein technischer Defekt ins Aus bugsierte. Auch im Finale war das Glück nicht auf seiner Seite und schon nach einer Runde Schluss. So rückten andere Namen ins Rampenlicht: Dominik Reuters (M-Tec Praga Racing) bugsierte sich zunächst zum Superheat-Sieg, wurde im Anschluss aber wegen eines technischen Regelverstoßes disqualifiziert, womit er in der Startaufstellung für das Finale auf Rang acht zurückfiel. Nutznießer war Mats Johan Overhoff (Kraft Motorsport). Der ehemalige RMC-Grand-Finals-Champion gewann den Superheat und ging als Pole-Sitter ins Hauptrennen. Dieses führte er lange Zeit mit sicherem Vorsprung an. Doch er hatte die Rechnung ohne Reuters gemacht. Der Titelverteidiger hatte sich sehenswert nach vorne gearbeitet und blies in den letzten Runden zur Schlussattacke auf Overhoff. Der hatte letztlich nichts mehr entgegenzusetzen und musste Reuters auf den letzten Metern den Sieg überlassen. Als Dritter komplettierte Bennet Demmler (FM Racing) das Podium.

Jetzt geht die Rotax MAX Challenge Germany erst einmal in eine kleine Pause, bevor es am 4. und 5. Juli 2026 mit dem Sommerrennen im sächsischen Mülsen weitergeht. Dann werden auf der Highspeed-Strecke der Arena E die Halbzeitmeister gekürt.