Starke Sieger und packende Finals beim DKM-Start in Mülsen

OK-N-Kategorien liefern beim ersten Kräftemessen spannende Rennen

4. Mai 2026, 11:38
Autor: Fast-Media | Björn Niemann | Bilderquelle: Fast-Media | Björn Niemann - Max Dienert
Starke Sieger und packende Finals beim DKM-Start in Mülsen

Die Deutsche Kart-Meisterschaft ist mit einem starken Auftakt in die Saison 2026 gestartet. Bei besten äußeren Bedingungen und teilweise hochsommerlichen Temperaturen erlebten Fahrer, Teams und Zuschauer in der Arena E Mülsen ein intensives Rennwochenende. 152 Teilnehmerinnen und Teilnehmer traten in den fünf Klassen an. Die ersten Finalsieger des Jahres gingen dabei an Daniel Stell (KZ2), Roman Meister (Mini), Henri Möhring (OK-N Junior), Constantin Papst (OK-N) und Manuel Kastl (KZ2 Cup). Die 1.315 Meter lange Strecke bot dabei genau das, was sie im Vorfeld versprochen hatte: enge Windschattenduelle, zahlreiche Überholmanöver und Entscheidungen, die in mehreren Klassen erst in den Schlussrunden fielen. Besonders die neue Klassenstruktur mit den Kategorien OK-N Junior und OK-N bestand in Mülsen ihren ersten Härtetest.  

KZ2: Starkes Comeback führt Daniel Stell zum Sieg

Das Wochenende in der KZ2 begann mit einem Ausrufezeichen von Markus Kajak (Formula K SRP Factory Team). Der Champion aus dem Jahr 2024 setzte sich im Zeittraining durch, während der spätere Finalsieger Daniel Stell (Kartshop Ampfing) zunächst auf Position sechs lag. In den Heats verschoben sich dann die Kräfteverhältnisse. Marek Skrivan (TB Racing Team) gewann den ersten Vorlauf, Jayden Thien (CS Competition) setzte sich im zweiten Heat durch und übernahm damit auch die Führung nach den Heats. Stell zeigte mit der schnellsten Runde im ersten Heat bereits seine Pace, die ihm im späteren Finale zum Sieg brachte. Im Super Heat am Sonntag lag mit Emilien Denner (Formula K SRP Factory Team) ein neues Gesicht an der Spitze, der Franzose sicherte sich damit auch die Pole-Position für das Finale und setzte sich in diesem zunächst auch an die Spitze. Hinter ihm kämpften Dion van Werven (CS Competition), Thien, Stell und Kajak um die Verfolgerpositionen. Nach einem technischen Ausfall des Führenden sortierte sich das Feld neu. Stell nutzte die Situation, erkämpfte sich die Führung und setzte sich in der zweiten Rennhälfte entscheidend ab. Dahinter rückte Kajak auf Platz zwei vor und verteidigte die Position gegen Thien, der als Dritter das Podium komplettierte und zugleich die schnellste Rennrunde fuhr. Van Werven und Dawid Liwinski (MP Kartracing) rundeten die Top-Fünf ab. „Besser kann die Saison nicht starten. Wir hatten gestern noch einige Probleme und haben über Nacht am Chassis gearbeitet. Das hat sich heute ausgezahlt. Cheb wird nun interessant, das ist für uns alle Neuland“, sagte Stell nach seinem Auftaktsieg.

Mini: Roman Meister behält im Finale die Nerven

Die Jüngsten aus der Mini-Klasse präsentierte sich bereits im Zeittraining eng. Albert Poulsen (Poulsen Motorsport) aus Dänemark sicherte sich die Pole-Position. Im Verlauf der Heats und des Super Heats gab es dann mehrere Wechsel an der Spitze. Polesetter im Finale war Roman Meister (TB Racing Team) und das, obwohl er keinen der Vorläufe als Sieger beendete. Im Finale blieb die Spitzengruppe über weite Strecken eng zusammen. Nach dem Start übernahm zunächst Maddox Mason (Lanari Racing Team) die Führung, ehe Leo Klok (CRG Holland) an die Spitze rückte. Poulsen, Michael Kolar (RACE ACADEMY z.s.) und Meister blieben im Windschatten. In den folgenden Runden wechselten die Positionen mehrfach. Wobei sich Meister wieder zurück nach vorne arbeitete und in der entscheidenden Phase die Führung übernahm. Genau andersherum lief es für Klok, nach seiner starken Anfangsphase fiel er in den Schlussrunden noch aus den Podestplätzen heraus und wurde Vierter. Meister brachte unterdessen den Sieg ins Ziel. „Der Start in das Finale war nicht perfekt und ich habe erst viele Plätze verloren. Danach habe ich aber versucht in meinen Rhythmus zu finden und habe mir damit die Führung zurückgeholt und gewonnen“, strahlte der Youngster des TB Racing Teams. Seine Verfolger Poulsen und Kolar kreuzten mit hauchdünnem Rückstand den Zielstrich auf den weiteren Podesträngen. Die schnellste Rennrunde fuhr Lion Osaj (Arena E Team) auf Rang sechs.

OK-N Junior: Henri Möhring dreht Junioren-Finale zu seinen Gunsten

Mit 32 Fahrerinnen und Fahrern zählten die OK-N Junior zu den besonders stark besetzten Klassen des Wochenendes. Den 32five Pole-Position-Award sicherte sich Carlos Nees (Nees Racing) und der Youngster verteidigte seine Ausgangslage auch mit einem Sieg im ersten Heat. Eine Wendung gab es im zweiten Durchgang, Petr Mikes (sumako team z.s.) fuhr an die Spitze und verteidigte diese bis zum Finale. Im entscheidenden Endlauf hatte der Tscheche jedoch Pech, schon während der Startphase fiel er weit zurück und konnte nicht mehr im Kampf um den Sieg eingreifen. An der Spitze entwickelte sich daraufhin ein Duell zwischen Mattao Mason (Lanari Racing Team) und Henri Möhring (Dörr Motorsport). Der Dörr-Motorsport-Pilot übernahm im Verlauf des Rennens die Führung und setzte sich in der zweiten Hälfte leicht ab. Dahinter blieb der Kampf um das Podium bis in die letzte Runde offen. Mason behauptete Platz zwei, Gustav Christensen (CRG Holland) rückte in der Schlussphase auf Rang drei nach vorne. Rossi wurde Vierter und fuhr die schnellste Rennrunde, Sebastian Brand (Arena E Team) komplettierte die Top-Fünf. „Es hat großen Spaß gemacht mit den Jungs zu fighten. Wir hatten einige tolle und faire Duell in den letzten beiden Tagen. Nun freue ich mich auf eine Fortsetzung in Cheb“, sagte Möhring nach seinem Sieg beim ersten Lauf des Jahres.

OK-N: Dominate Vorstellung von Constantin Papst

Die OK-N hatte beim Saisonstart in Mülsen einen klaren Maßstab: Constantin Papst (TB Racing Team). Der Deutsche setzte bereits im Zeittraining die erste Bestmarke und war auch im weiteren Wochenendverlauf nicht zu stoppen. Am Ende war er der einzige Fahrer, der in Mülsen alle Siege für sich verbuchte. „Wir hatten von Beginn an eine sehr gute Pace und konnten diese auch über das gesamte Wochenende halten. Einen großen Anteil daran haben auch mein Mechaniker und Team, die mir siegfähiges Material bereitgestellt haben“, bedankte sich Papst im Siegerinterview. Auch hinter dem Kart Republic-Piloten waren die Positionen im Finale schnell vergeben. Jakub Kamenik (Lanari Racing Team) etablierte sich als erster Verfolger und fuhr im Windschatten des Spitzenreiters ins Ziel. Ben Goetz (Ebert Motorsport) folgte auf Rang drei und markierte zugleich die schnellste Rennrunde. Martina Rumlenova (MVM RACING) belegte Platz vier, Lias Erbersdobler (Dörr Motorsport) komplettierte die Top-Fünf.

KZ2 Cup: Manuel Kastl setzt sich im größten Feld durch

Der KZ2 Cup stellte mit 48 Startern das größte Feld des Wochenendes. Entsprechend intensiv war bereits der Weg ins Finale. In vier Gruppen und sechs Heats kämpften die Teilnehmer um eine gute Ausgangslage, nur die besten 36 Fahrer qualifizierten sich für das Finale. Rookie Oliver Staedtler (Formula K SRP Factory Team) hatte nach dem Samstag die besten Chancen. Nach einer Bestzeit im Qualifying, bestätigte er auch in den Heats seine starke Pace und gewann alle drei Vorläufe. Manuel Kastl (CS Competition) nahm mit zwei Siegen die Verfolgerrolle ein und sorgte am Sonntag mit einem Sieg im Super Heat für eine Wendung. Im Anschluss führte er das Feld als Polesetter ins Finale. Staedtler ging von Platz zwei ins Rennen, Marc Gerstenkorn (Mach1 Motorsport) war Sieger des zweiten Super Heats und stand auf Startplatz drei.

Der Start ins Finale brachte sofort eine entscheidende Wendung: Staedtler fiel weit zurück und musste eine Aufholjagd aus dem hinteren Feld beginnen. An der Spitze nutzte Kastl seine Chance, während Gerstenkorn, Eric Wess, Pavel Vimmer (TB Racing Team) und Iliyan Yankov (Formula K SRP Factory Team) in Schlagdistanz blieben. Kastl behauptete aber die Führung und brachte den Sieg kontrolliert ins Ziel. „Ich hatte einen guten Start und konnte damit den Grundstein für den Sieg legen. Wir möchten daran anschließen und reisen mit viel Zuversicht zum nächsten Rennen.“, kommentierte Kastl seinen Sieg im größten Feld des Wochenendes. Dicht hinter ihm folgte Gerstenkorn als Zweitplatzierter, Wess verteidigte Rang drei. Staedtler kämpfte sich noch auf Platz neun nach vorne und fuhr dabei die schnellste Rennrunde.

Nach dem erfolgreichen Saisonstart in Mülsen blickt die DKM nun einem weiteren Highlight entgegen. Ende Mai (29.-31.05.) geht es zur zweiten Runde nach Cheb in der Tschechischen Republik. Erstmals ist die höchste deutsche Kartrennserie auf der 1.202 Meter langen Strecke zu Gast und verspricht damit viel Spannung. Für viele Fahrer und Teams ist der Kurs direkt an der deutschen Grenze gelegen Neuland, wodurch die Kräfteverhältnisse neu verteilt werden.