Schleimer auf dem Podium – starke deutsche WSK-Leistungen in Lonato
WSK Euro Series liefert packenden zweiten Saisonlauf auf Top-Niveau
Der South Garda Karting Circuit war am vergangenen Wochenende Schauplatz des zweiten Laufs der WSK Euro Series. Nach dem Auftakt in Viterbo versammelte sich in Lonato ein prall gefülltes internationales Fahrerlager mit über 280 Fahrerinnen und Fahrern aus 54 Nationen. In den Klassen Mini U10, Mini Gr.3, OK-N Junior, OK Junior, OK-N, OK und KZ2 ging es auf der traditionsreichen Strecke um wichtige Punkte im Titelkampf und um eine starke Ausgangslage vor dem großen Serienfinale in Cremona. Die Tagessiege sicherten sich Max Orlov (KZ2), Iskender Zulfikari (OK), Zdenek Babicek (OK Junior), Zayne Burgess (Mini U10), Nahyl El Gahoudi (Mini Gr.3), Elton Hedfors (OK-N Junior) und Andrea Giudice (OK-N).
KZ2: Orlov schlägt zurück – Schleimer fährt aufs Podium
Schon im Qualifying zeigte sich, dass in KZ2 erneut mit Max Orlov zu rechnen sein würde. Der Russe sicherte sich die Pole-Position und gehörte gemeinsam mit Senna Van Walstijn und Emilien Denner zu den prägenden Figuren der Kategorie. In den Heats setzte dann vor allem Van Walstijn ein Ausrufezeichen, gewann alle drei Vorläufe und übernahm damit die Spitzenposition im Zwischenklassement. Orlov musste nach einem Ausfall zunächst Schadensbegrenzung betreiben, meldete sich mit zwei Laufsiegen aber eindrucksvoll zurück.
Die Prefinals brachten weitere Bewegung in die KZ2-Entscheidung. Während Max Schleimer das Prefinal A gewann, setzte sich Orlov im Prefinal B durch und schob sich damit wieder in die beste Ausgangslage für das Finale. Dort erwischte zunächst Emilien Denner den besten Start und führte das Feld in der Anfangsphase an, ehe ihn ein technischer Defekt aus dem Rennen riss. Orlov übernahm daraufhin die Kontrolle und brachte den Sieg souverän ins Ziel. Hinter ihm komplettierten Van Walstijn und der Deutsche Maximilian Schleimer das Podium.
Für Schleimer war Rang drei der verdiente Lohn eines starken Wochenendes. Bereits nach den Vorläufen lag der Fahrer von CL Racing – Team Renda auf Platz drei, im Finale behauptete er sich schließlich gegen starke Konkurrenz und bescherte den deutschen Farben ein Podiumsergebnis. Max Stange erreichte im Finale Platz 31, nachdem er eine Zeitstrafe von fünf Sekunden hinnehmen musste.
Top 3 KZ2
- Max Orlov
- Senna Van Walstijn
- Maximilian Schleimer
Top 3 Meisterschaft KZ2
- Max Orlov (177 Punkte)
- Dion Van Werven (137 Punkte)
- Maximilian Schleimer (100 Punkte)
OK: Zulfikari siegt – Kornder erneut in Schlagdistanz zur Spitze
In der OK-Klasse setzte Bosco Arias bereits im Zeittraining die erste Bestmarke und holte sich die Pole-Position. Engster Verfolger war Iskender Zulfikari, nur wenige Hundertstelsekunden dahinter lauerte bereits der Deutsche Luke Kornder auf Rang drei. Auch in den Heats blieb das Feld an der Spitze dicht zusammen, doch Arias ließ sich davon nicht beeindrucken und gewann alle drei Läufe.
Das Prefinal ging dann an Zulfikari, der sich damit in perfekte Position für das Finale brachte. Dort machte der Türke den Sack zu und feierte bei seinem Euro-Series-Debüt direkt den Tagessieg. Qarrar Firhand verteidigte mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Arias als Dritter ebenfalls stark punktete. Direkt dahinter behauptete sich Luke Kornder auf Rang vier und bestätigte damit einmal mehr seine starke Form auf internationalem Niveau.
Für den Deutschen war es ein rundum überzeugendes Wochenende. Nach Rang vier im Zwischenklassement hielt er diese Position auch im Finale und verpasste das Podest nur knapp. Damit gehörte Kornder erneut zu den auffälligsten Piloten im Spitzenfeld der OK-Klasse.
Top 3 OK
- Iskender Zulfikari
- Qarrar Firhand
- Bosco Arias
Top 3 Meisterschaft OK
- Qarrar Firhand (212 Punkte)
- Iskender Zulfikari (130 Punkte)
- Bosco Arias (129 Punkte)
OK Junior: Babicek übernimmt das Kommando
In der OK Junior war Zdenek Babicek schon im Qualifying nicht zu schlagen. Der Tscheche setzte sich in einem hochklassigen Feld knapp durch und verteidigte seine starke Ausgangsposition auch in den Heats, in denen er zwei Siege einfuhr. Zwar musste er einen Lauf Leo Gorski überlassen, insgesamt blieb Babicek aber der konstanteste Fahrer des Wochenendes.
Im Prefinal untermauerte er seine Ambitionen mit einem weiteren Sieg. Auch im Finale hielt der TEPZ-Pilot dem Druck stand und gewann vor Gorski und Antonio Pizzonia. Damit übernahm Babicek zugleich die Führung in der Meisterschaft. Michele Orlando, Sieger des Auftakts, erlebte hingegen ein deutlich schwierigeres Wochenende und verlor an Boden.
Aus deutscher Sicht erreichte Max Felde das Finale nach einem soliden Vorlaufverlauf auf Rang sechs, fiel im Endlauf jedoch auf Platz 22 zurück. Tiberius Müller wurde als 27. gewertet, Ben Özdemir belegte nach vorzeitigem Ende Rang 28.
Top 3 OK Junior
- Zdenek Babicek
- Leo Gorski
- Antonio Pizzonia
Top 3 Meisterschaft OK Junior
- Zdenek Babicek (180 Punkte)
- Leo Gorski (132 Punkte)
- Alex Molota (125 Punkte)
Mini U10: Burgess setzt sich im Dreikampf durch
Bei den Jüngsten drückte Zayne Burgess dem Wochenende früh seinen Stempel auf. Der US-Amerikaner sicherte sich die Pole-Position und blieb auch in den Heats das Maß der Dinge. Mit zwei Laufsiegen setzte er sich an die Spitze des Zwischenklassements, dicht gefolgt von Jack Wolff und Denver Bos.
In den beiden Prefinals triumphierten Jayden Francisco und Jack Wolff, ehe das Finale einen packenden Dreikampf an der Spitze bot. Burgess behielt in diesem Schlagabtausch die Oberhand und feierte den Sieg vor Wolff und Francisco. Mit Rang eins übernahm er auch die Führung in der Meisterschaft. Bert Vincent qualifizierte sich als 24. für das Finale und beendete dieses ebenfalls auf Platz 24. Alexander Brauckmann verpasste den Finaleinzug.
Top 3 Mini U10
- Zayne Burgess
- Jack Wolff
- Jayden Francisco
Top 3 Meisterschaft Mini U10
- Zayne Burgess (191 Punkte)
- Sasha Miras Y Munoz (138 Punkte)
- Jack Wolff (134 Punkte)
Mini Gr.3: El Gahoudi gewinnt – Devin Titz in den Top Fünf
Die Mini-Gr.3-Kategorie war über das gesamte Wochenende hinweg hart umkämpft. Alfie Richard Mair schnappte sich die Pole-Position, doch in den Heats rückte vor allem Nahyl El Gahoudi in den Mittelpunkt. Der Marokkaner gewann zwei Vorläufe und verschaffte sich damit eine ideale Ausgangslage für den Finaltag. Auch Phawin Warakitsupachok und Zane Pace mischten im Kampf um die Spitze munter mit.
Im Prefinal A sorgte dann Devin Titz für ein deutsches Highlight. Der Fahrer von KIDIX Driver Performance gewann seinen Lauf und empfahl sich damit eindrucksvoll für das Finale. Dort zeigte El Gahoudi in der zweiten Rennhälfte die stärksten Nerven, zog entscheidend nach vorne und sicherte sich den Sieg vor Mair und Warakitsupachok. Titz behauptete sich in einem starken Feld auf Rang fünf und sammelte damit ein weiteres Spitzenergebnis auf internationaler Bühne.
Top 3 Mini Gr.3
- Nahyl El Gahoudi
- Alfie Richard Mair
- Phawin Warakitsupachok
Top 3 Meisterschaft Mini Gr.3
- Alfie Richard Mair (211 Punkte)
- Nahyl El Gahoudi (137 Punkte)
- Phawin Warakitsupachok (94 Punkte)
OK-N Junior: Hedfors nutzt seine Chance – Riedel starker Sechster
In OK-N Junior blieb Colton Schniegenberg zunächst das Maß aller Dinge. Der US-Amerikaner holte sich die Pole-Position und gewann anschließend alle seine Heats. Dahinter behaupteten sich Elton Hedfors und Robert Pulbere in Lauerstellung, während Luigi D’Ascoli trotz starker Einzelergebnisse durch einen Ausfall zurückgeworfen wurde.
Am Samstag meldete sich dann vor allem Hedfors eindrucksvoll zurück. Der Schwede gewann das Prefinal B, während Sebastian Riedel im Prefinal A einen starken deutschen Sieg feierte. Im Finale drehte Hedfors endgültig auf, gewann vor seinem Teamkollegen D’Ascoli und übernahm damit auch die Meisterschaftsführung. Schniegenberg musste sich diesmal mit Rang fünf begnügen.
Sebastian Riedel krönte sein überzeugendes Wochenende mit Platz sechs im Finale und zählte damit zu den stärksten deutschen Fahrern des Wochenendes. Weniger glücklich verlief der Samstag für Edin Keserovic, der nach zwei Runden ausfiel und auf Rang 33 gewertet wurde. Henri Möhring schied nach einem Startunfall im Finale aus.
Top 3 OK-N Junior
- Elton Hedfors
- Luigi D’Ascoli
- Gioele Carrer
Top 3 Meisterschaft OK-N Junior
- Elton Hedfors (197 Punkte)
- Colton Schniegenberg (188 Punkte)
- Luigi D’Ascoli (103 Punkte)
OK-N: Giudice nutzt seine Chance
In OK-N präsentierte sich Manuel Scognamiglio zunächst in bestechender Form. Der Titelverteidiger und Vorjahressieger der Euro Series holte sich die Pole-Position und gewann auch alle seine Heats. Dahinter hielten Nicolas Marchesi, Lamberto Ferrari und Andrea Giudice den Kontakt zur Spitze.
Während Scognamiglio auch das Prefinal A für sich entschied und Marchesi im zweiten Lauf siegte, wurde das Finale zu einer offenen Angelegenheit. Andrea Giudice nutzte seine Chance am besten, setzte sich gegen Scognamiglio durch und gewann vor dem Italiener und Marchesi. Ferrari, als Spitzenreiter nach Viterbo angereist, schied früh aus und verlor dadurch die Gesamtführung. Aus deutscher Sicht verpasste Leonard Frey als 46. nach den Vorläufen den Einzug ins Finale.
Top 3 OK-N
- Andrea Giudice
- Manuel Scognamiglio
- Nicolas Marchesi
Top 3 Meisterschaft OK-N
- Andrea Giudice (210 Punkte)
- Lamberto Ferrari (148 Punkte)
- Nicolas Marchesi (146 Punkte)
Die WSK Euro Series macht nun eine kleine Pause, die finalen Entscheidungen fallen nun beim dritten und letzten Saisonlauf vom 8. bis 11. Juli 2026 in Cremona.















