Luke Kornder wird Zweiter bei KR-Party
Auftakt der FIA Kart-EM in La Conca
Mit dem ersten Lauf der FIA Kart-Europameisterschaft starteten die Klassen OK Junior und OK am vergangenen Wochenende auf dem World Circuit La Conca in die neue Saison. Insgesamt 188 Fahrerinnen und Fahrer aus über 50 Nationen sorgten auf dem traditionsreichen Kurs im Süden Italiens für ein stark besetztes Feld. Nach intensiven Rennen gingen beide Finalsiege an Kart-Republic, der Deutsche Luke Kornder sorgte für ein Highlight in der OK-Klasse.
OK Junior: Green schlägt zurück – Miron Lorente rettet Podium
Das Qualifying der Junioren entschied Priam Bruno (BEL) für sich und sicherte sich damit die Pole-Position zum Auftakt. In den folgenden Heats entwickelte sich ein enges Kräfteverhältnis an der Spitze, in dem sich insbesondere Daniel Miron Lorente (ESP) mit konstant starken Leistungen in eine aussichtsreiche Position brachte.
In den Super Heats unterstrich der Spanier seine Form und setzte sich im entscheidenden Lauf durch, womit er sich die Pole-Position für das Finale sicherte. Neben ihm komplettierte Will Green (GBR) die erste Startreihe.
Das Finale begann zunächst mit einem Führungswechsel: Green übernahm bereits in der zweiten Runde die Spitze, während Miron Lorente im dichten Feld zurückfiel und zwischenzeitlich bis auf Rang sieben abrutschte. An der Spitze etablierte sich eine Dreiergruppe mit Green, Gioele Girardello (ITA) und Bruno, die sich früh vom restlichen Feld absetzen konnte.
Im weiteren Rennverlauf arbeitete sich Miron Lorente wieder nach vorne und griff in den Schlussrunden noch einmal in den Kampf um die Podestplätze ein. Am Ende behauptete sich jedoch Bruno auf Rang drei hinter Sieger Green und Girardello. Miron Lorente musste sich nach starker Aufholjagd mit Platz fünf zufriedengeben.
In der Meisterschaft übernimmt Green nach dem Auftakt die Führung vor Miron Lorente und Bruno.
Meisterschaftsstand OK Junior
1. Will Green (94 Punkte)
2. Daniel Miron Lorente (80 Punkte)
3. Priam Bruno (76 Punkte)
4. Gioele Girardello (73 Punkte)
5. Julian Frasnelli (50 Punkte)
OK: Baglin kontrolliert – Kornder glänzt mit Podium
In der OK-Klasse setzte Iskender Zülfikari (TUR) im Qualifying die Bestzeit und sicherte sich die Pole-Position. Bereits in den Heats zeigte sich jedoch, dass Noah Baglin (GBR) das Tempo im Feld vorgibt. Der amtierende Junior-Weltmeister blieb nahezu fehlerfrei und ging als Führender in die Super Heats.
Dort bestätigte Baglin seine Dominanz und gewann seinen Lauf souverän, womit er sich die Pole-Position für das Finale sicherte. Neben ihm startete Gilles Herman (BEL) aus der ersten Reihe, während sich Luke Kornder (GER) mit einer starken Vorstellung in den Super Heats in die zweite Startreihe vorarbeitete.
Im Finale setzte sich Baglin direkt nach dem Start an die Spitze und kontrollierte das Rennen über die gesamte Distanz. Hinter ihm etablierte sich Kornder früh auf Rang zwei und hielt den Anschluss über weite Strecken konstant bei unter einer Sekunde. Trotz zunehmendem Druck aus dem Feld ließ sich der Deutsche nicht aus der Ruhe bringen und verteidigte seine Position bis ins Ziel. Dahinter arbeitete sich Zac Drummond (GBR) mit einer starken Aufholjagd auf Rang drei nach vorne.
Mit Platz zwei feierte Kornder eines seiner bislang stärksten Ergebnisse auf internationalem Topniveau und sorgte für ein seltenes deutsches Podium in der OK-Klasse. Entsprechend zufrieden zeigte er sich im Anschluss und lobte im TV-Interview insbesondere die Zusammenarbeit mit seinem Team.
Die beiden weiteren deutschen Schützlinge waren im Finale nicht dabei. Amin Kara Osman war trotz einer starken Ausgangslage im Qualifying als 26. Im Endlauf nicht dabei. Auch Lias Ebersdobler schaffte es nicht in das entscheidende Rennen.
In der Meisterschaft baut Baglin seine Führung nach dem ersten Lauf deutlich aus und liegt vor Herman, während Kornder und Hoogendoorn punktgleich dahinter folgen.
Meisterschaftsstand OK
1. Noah Baglin (100 Punkte)
2. Gilles Herman (71 Punkte)
3. Luke Kornder (70 Punkte)
4. Dean Hoogendoorn (70 Punkte)
5. Henry Domain (43 Punkte)
Die FIA Kart-Europameisterschaft wird vom 8. bis 10. Mai im spanischen Valencia fortgesetzt, bevor im Juni mit dem Lauf in Mülsen ein besonderes Highlight aus deutscher Sicht ansteht.











