Deutsche mischen bei WSK in Viterbo vorne mit
Kornder, Möhring und Titz mit starken Auftritten im Spitzenfeld
Mit rund 300 Fahrerinnen und Fahrern aus 60 Nationen erreichte die WSK Super Master Series in Viterbo ihren Saisonhöhepunkt zur Halbzeit. Das dritte Rennwochenende auf dem Leopard Circuit war geprägt von wechselhaften Bedingungen, packenden Positionskämpfen und einer bemerkenswert starken deutschen Präsenz in gleich drei Kategorien. Selten in den vergangenen Jahren mischten deutsche Fahrer in so vielen Klassen gleichzeitig im Spitzenfeld mit.
KZ2: Van Walstijn schlägt zurück – Kastl solide in den Top-20
In der Schaltkart-Königsklasse setzte Max Orlov im Qualifying mit der Bestzeit zunächst ein klares Signal. Die Heats verliefen jedoch turbulent: Orlov fiel im ersten Lauf nach einem Startproblem zurück, während Cristian Bertuca mit konstant starken Ergebnissen die Führung im Zwischenklassement übernahm. Im Prefinale setzte sich Senna Van Walstijn durch und verschaffte sich damit eine hervorragende Ausgangsposition für den Endlauf.
Im Finale übernahm zunächst Bertuca das Kommando, doch zur Rennmitte schlug Van Walstijn zu und sicherte sich den Sieg vor Orlov und Bertuca. Martti Ritonen und Dion Van Werven komplettierten die Top-Fünf. Manuel Kastl hielt sich als einziger Deutscher im Feld konstant im Mittelfeld und beendete das Finale auf Rang 16.
OK: Krutogolov dominiert – Kornder setzt starkes Ausrufezeichen
In der OK-Klasse gehörte Lev Krutogolov bereits im Qualifying zu den Schnellsten. Der Ukrainer bestätigte seine Favoritenrolle eindrucksvoll mit drei Heatsiegen und gewann anschließend auch Prefinale-A. Das zweite Prefinale ging an Luke Kornder, der damit ein klares deutsches Statement setzte.
Kornder hatte bereits im Zeittraining mit Rang drei überzeugt und sich in den Heats konstant im Spitzenfeld gehalten. Aus der ersten Startreihe ging er in das Finale, musste dort jedoch einige Positionen abgeben und wurde letztlich Achter. Dennoch unterstrich er mit seinem Auftritt seine starke Form und rangiert nun auf Platz fünf der Gesamtwertung. An der Spitze ließ Krutogolov im Finale nichts anbrennen und gewann souverän vor Zac Drummond und William Calleja. Davide Bottaro und Dean Hoogendoorn komplettierten die Top-Fünf. Als zweiter Deutscher war Amin Kara Osman am Start, verpasste nach dem Pre-Finale aber den Einzug in den Endlauf.
OK Junior: Pizzonia nicht zu stoppen – Felde verpasst Finale
In der OK Junior war Antonio Pizzonia das Maß der Dinge. Der Brasilianer sicherte sich die Pole-Position und gewann drei Heats. Auch im Prefinale dominierte er das Geschehen. Im Finale kontrollierte er das Feld von Beginn an und feierte einen ungefährdeten Sieg vor Jarlath Sayer und Daniel Miron Lorente. Vsevolod Osadchyi-Suslovskyi und Leo Gorski komplettierten die ersten fünf Positionen. Max Felde verpasste als 41. nach den Vorläufen den Sprung ins Finale und konnte somit im Endlauf nicht eingreifen.
MINI U10: Miras siegt – Spektakel bis zur Ziellinie
Die MINI U10 bot erneut spektakulären Nachwuchssport. Nach einem offenen Schlagabtausch in den Heats gewann Jayden Francisco das Prefinale. Im Finale setzte sich schließlich Sasha Miras Y Munoz in einem engen Rennen durch. Hinter ihm profitierten Jack Fynn Wolff und Denver Bos von einer Zeitstrafe gegen Zayne Burgess. Die Wertung blieb zunächst unter Vorbehalt.
MINI Gr.3: Titz mit starkem Wochenende – Pace übernimmt Tabellenführung
In der MINI Gr.3 überzeugte Zane Pace bereits im Qualifying und gewann Prefinale-B. Sein Teamkollege Alfie Mair überquerte im Finale zunächst als Sieger die Ziellinie, wurde jedoch aufgrund einer Zeitstrafe zurückversetzt. Damit ging der Sieg an Pace vor Daniel Ferguson und Nahyl El Gahoudi.
Devin Titz präsentierte sich erneut in bestechender Form. Nach Rang acht im Prefinale hielt er im Finale den Anschluss an die Spitzengruppe und beendete das Rennen auf einem starken neunten Platz. In der Meisterschaft liegt er nach drei Rennen auf Rang sechs und wahrt damit alle Chancen.
OK-N Junior: Perico mit drittem Sieg – Möhring und Riedel stark
In der OK-N Junior setzte Niccolò Perico seine beeindruckende Serie fort. Nach Bestzeiten in den Heats gewann er auch Prefinale-A und schließlich das Finale souverän vor Elton Hedfors und John Han. Gioele Carrer und Marco Verde folgten auf den Plätzen vier und fünf.
Henri Möhring bestätigte bei seinem zweiten Wochenende in der Klasse seine starke Entwicklung. Nach Rang sechs im Zwischenklassement behauptete er im Finale den Anschluss an die Spitze und wurde Siebter. Sebastian Riedel zeigte eine beachtliche Aufholjagd und verbesserte sich im Finale um zwölf Positionen auf Rang 18.
In zwei Wochen geht es für die Fahrerinnen und Fahrer der WSK Super Masters Series bereits weiter. Dann gastiert die Meisterschaft auf den South Garda Circuit in Lonato.


