Regen, Dramatik und starke Deutsche beim Auftakt der WSK Euro Series
Kornder mit Pole und Top-Fünf – Möhring und Kara Osman im Spitzenfeld
Mit über 250 Fahrern aus 52 Nationen startete die WSK Euro Series auf dem Leopard Circuit in Viterbo in ihre neue Saison. Wechselhafte Wetterbedingungen prägten das Wochenende: Regen zum Qualifying, trockene Heats, dann erneut nasse Bedingungen in den Prefinals und Finals. Entsprechend anspruchsvoll und mit mehreren starken Auftritten der deutschen Fahrer präsentierte sich der erste Lauf der dreiteiligen Serie.
KZ2: Van Werven nutzt das Wetterchaos
In der Schaltkart-Klasse setzte Max Orlov im Qualifying mit der Bestzeit ein erstes Ausrufezeichen und dominierte anschließend auch die Heats. Der Sodikart-Pilot galt damit als klarer Favorit für den Gesamtsieg. Im Prefinale musste er jedoch nach einer Kollision zurückstecken, während sein Teamkollege Jenson Graham den Lauf für sich entschied.
Im Finale auf nasser Strecke schlug schließlich Dion Van Werven zu. Der Niederländer behielt unter schwierigen Bedingungen die Übersicht und gewann vor Graham und Orlov. Gerasim Skulanov und Kaloyan Varbitzaliev komplettierten die Top-Fünf.
OK: Firhand dominiert – Kornder mit starkem Wochenende
In der OK-Klasse sorgte Luke Kornder bereits im Qualifying für ein deutsches Highlight. Der Ricky-Flynn-Pilot sicherte sich die Pole-Position und bestätigte seine starke Form aus den vorangegangenen WSK-Rennen. In den Heats mischte er konstant vorne mit, musste jedoch Qarrar Firhand den Vortritt lassen, der sich die beste Ausgangslage für den Finaltag erarbeitete. Auch Amin Kara Osman präsentierte sich in den Vorläufen konkurrenzfähig und hielt Anschluss an die Spitzengruppe.
Im Prefinale setzte sich Firhand souverän durch und dominierte auch im Finale. Er gewann klar vor Benjamin Manach und Bosco Arias. Kornder beendete das Rennen als starker Fünfter mit direktem Kontakt zur Spitzengruppe. Amin Kara Osman folgte auf Rang acht und unterstrich damit die positive deutsche Bilanz in dieser Klasse.
OK Junior: Orlando siegt im Regen – Müller kämpft sich nach vorne
Die OK Junior begann mit einer Bestzeit von Michele Orlando im Qualifying. In den Heats setzte sich jedoch Leo Gorski mit einer makellosen Serie an die Spitze des Zwischenklassements.
Im Prefinale zeigten sich erneut wechselnde Kräfteverhältnisse, ehe im Finale starker Regen einsetzte. Tiberius Müller qualifizierte sich als 31. für das Finale, während Max Felde und Ben Özdemir den Sprung in den Endlauf knapp verpassten. Orlando nutzte die schwierigen Bedingungen perfekt, arbeitete sich nach vorne und gewann vor Alex Molota und Vsevolod Osadchyi-Suslovskyi. Müller zeigte im Endlauf eine solide Leistung und verbesserte sich auf Rang 25.
OK-N Junior: Schniegenberg souverän – Möhring stark bei Debüt
In der OK-N Junior setzte Colton Schniegenberg bereits im Qualifying die Bestmarke und bestätigte seine Dominanz auch in den Heats. Gemeinsam mit Alessandro Nanni führte er das Feld in die Prefinals. Henri Möhring feierte in Viterbo sein Debüt in der Klasse und etablierte sich schnell im Spitzenfeld. Auch Sebastian Riedel hielt den Anschluss an die Finalplätze.
Im Finale auf nasser Strecke behauptete sich Schniegenberg vor Ioannis Kolovos und Elton Hedfors. Möhring überquerte die Ziellinie zunächst als Fünfter, fiel jedoch aufgrund einer Spoilerstrafe auf Rang sieben zurück. Riedel wurde nach intensiven Positionskämpfen als 17. gewertet. Für Möhring bedeutete das Wochenende dennoch einen starken Einstand in der neuen Kategorie.
MINI U10: Miras setzt Maßstäbe – Brauchmann sammelt Erfahrung
In der MINI U10 war Sasha Miras Y Munoz der prägende Fahrer des Wochenendes. Nach einer starken Performance in den Heats gewann er auch das Prefinale und dominierte schließlich das Finale. Hinter ihm komplettierten Zayne Burgess und Denver Bos das Podium. Alexander Brauchmann beendete das Rennen auf Platz 21 und sammelte wertvolle internationale Rennerfahrung.
MINI Gr.3: Mair vorne – Titz mit Aufholjagd
In der MINI Gr.3 setzte Alfie Richard Mair bereits im Qualifying ein Zeichen und dominierte anschließend die Heats. Devin Titz erlebte ein schwieriges Zeittraining und startete nur von Rang 42. In den Vorläufen kämpfte er sich jedoch eindrucksvoll nach vorne und qualifizierte sich als 14. für das Finale.
Im Endlauf auf nasser Strecke behauptete sich Mair vor Wynn Godschalk und Nahyl El Gahoudi, wobei die Wertung aufgrund eines technischen Protests zunächst unter Vorbehalt stand. Titz hielt sich im dichten Mittelfeld und wurde als 15. gewertet, womit er zwei Meisterschaftspunkte sammelte.
OK-N: Ferrari entscheidet das Duell
In der neuen OK-N-Kategorie setzte sich im Qualifying Andrea Giudice an die Spitze, während Martin Saa und Lamberto Ferrari in den Heats stark auftraten. Leonard Frey schaffte als 30. den Sprung ins Finale, musste dort jedoch vorzeitig aufgeben. Im Finale setzte sich Ferrari in einem intensiven Duell gegen Giudice durch und gewann mit deutlichem Vorsprung. Amador Martinez Saenz komplettierte das Podium.
Bereits am kommenden Wochenende kehrt der Tross erneut auf den Leopard Circuit zurück. Dann steht die dritte Runde der WSK Super Master Series auf dem Programm. Die WSK Euro Series geht im April (15.-18.04.) in Lonato weiter.


