Schaltkart-EM-Finale in Mülsen – internationales Highlight zurück in Deutschland
Über 160 Fahrerinnen und Fahrer aus aller Welt reisen nach Sachsen

Nach einem Jahr Pause kehrt ein offizielles CIK-FIA-Prädikat auf deutschen Boden zurück. Vom 17. bis 20. Juli richtet der Deutsche Motor Sport Bund (DMSB) gemeinsam mit den drei großen Automobilclubs ACV, ADAC und AvD das Finale der FIA Kart Europameisterschaft der Klassen KZ und KZ2 sowie den zweiten Saisonlauf der FIA Karting Academy Trophy Junior aus. Austragungsort ist die Arena E in Mülsen: Die moderne Strecke in Sachsen feiert damit ihre Premiere als internationaler FIA-Austragungsort. Bereits zum sechsten Mal stemmen DMSB, ACV, ADAC und AvD gemeinsam ein internationales Kartsport-Großevent und setzen damit ein Zeichen für den deutschen Motorsport.
In der KZ-Kategorie – der Königsklasse des Kartsports – geht der Spanier Pedro Hiltbrand als klarer Titelfavorit ins Finale. Der Routinier siegte bei den Auftaktrennen in Valencia und Sarno und führt die Gesamtwertung deutlich an. Hinter ihm rangieren Matteo Vigano (FRA) und Giuseppe Palomba (ITA) auf den Plätzen zwei und drei. Mit David Trefilov (Berlin) und Torsten Simon (Radebeul) sind auch zwei deutsche Fahrer im 23-köpfigen Feld vertreten. Insbesondere Trefilov kann sich mit Platz fünf im Zwischenklassement noch Chancen auf das Podium ausrechnen.
Mit 86 Teilnehmern wartet in der Klasse KZ2 das größte Feld des Wochenendes. Hier liegt Maxim Orlov klar in Führung, der Fahrer aus dem französischen Team CPB Sport gewann vor wenigen Tagen das Vorbereitungsevent Road to Mülsen und bestätigte damit seine Favoritenrolle. Hinter ihm folgen Markus Kajak (EST), der für das deutsche Formula K SRP Factory Team startet und Kasper Schormans aus den Niederlanden. Der deutsche Maximilian Schleimer (Deutschland) liegt aktuell als Sechster der Gesamtwertung auf aussichtreicher Position und kennt die Arena E bestens: 2024 siegte er dort im DMSB Schaltkart Cup. Insgesamt stellt Deutschland mit 23 Fahrern mehr als ein Viertel des KZ2-Starterfeldes. Viele nutzen das Heimrennen, um EM-Erfahrung zu sammeln.
In der FIA Karting Academy Trophy treffen 52 Junioren aus ebenso vielen Nationen aufeinander. Alle Fahrer treten mit identischem Chassis, Motor und Reifensatz an, wodurch das Leistungsniveau entsprechend eng ist. Deutschland wird durch Emilio Berndt vertreten. Der Bayer liegt nach dem Saisonauftakt in Valencia auf einem starken siebten Gesamtrang und kennt die Arena E bestens, ein Heimvorteil, den er nutzen möchte. Dass die Academy Trophy ein Sprungbrett ist, zeigen Beispiele wie Charles Leclerc oder George Russell, die beide früh in der FIA-Nachwuchsserie vertreten waren.
Die Arena E nahe Zwickau wurde 2019 eröffnet und zählt zu den modernsten Kartstrecken Europas. Der 1.315 Meter lange Kurs ist geprägt von schnellen Geraden, engen Schikanen und einer kompakten Streckenführung, womit er beste Voraussetzungen für packenden Schaltkartsport bietet. Der offizielle Teil des Wochenendes beginnt am Freitag mit drei freien Trainings pro Klasse und den Zeittrainings zum Abschluss. Am Samstag folgen die Vorläufe, bevor am Sonntagvormittag die Super Heats und am Nachmittag die Finalrennen der drei Klassen anstehen. Die besten 36 Fahrer jeder Kategorie qualifizieren sich für das Finale.
Neben dem sportlichen Geschehen bietet das Event auch ein tolles Rahmenprogramm. Tribünentickets für alle drei Tage sind für 20 Euro erhältlich und beinhalten auch den Eintritt zur großen Raceparty am Samstagabend. In der Indoorhalle der Arena sorgt die Liveband „Rock Ambulance“ für Unterhaltung, ein Treffpunkt für Fans, Fahrer und Teams.