Rotax MAX Challenge Euro Trophy feiert neue Sieger und Halbzeitmeister

1. Juni 2021, 10:00 | Autor: Motorsport XL - Timo Deck
Rotax MAX Challenge Euro Trophy feiert neue Sieger und Halbzeitmeister

Für die Rotax MAX Challenge Euro Trophy stand vom 28. bis 30. Mai 2021 der zweite Saisonlauf auf dem Programm. Sieben Wochen nach dem Auftakt im belgischen Genk zog es Europas RMC-Elite nach Italien auf den 1.302 Meter langen Adria Karting Raceway. Auf der modernen Piste vor den Toren Venedigs trafen 180 Fahrerinnen und Fahrer aus rund 30 Nationen aufeinander und lieferten bei perfekten Wetter- und Rennbedingungen packenden Kartsport.

Neben den Kategorien der Junior MAX, Senior MAX, Rotax DD2 und DD2 Masters, in denen bis zum Jahresende um die begehrten Meistertitel und die Qualifikation für das Weltfinale in Bahrain gekämpft wird, waren diesmal auch die Talente der Micro MAX und Mini MAX mit offenen Rennen im Rahmenprogramm zu Gast. Für die Sieger der beiden Nachwuchsklassen wurde in Adria jeweils ein Ticket für die RMC International Trophy in Le Mans vergeben. Auch in den anderen Klassen war Spannung angesagt, immerhin wurden beim Rennen in Norditalien bereits die Halbzeitmeister gekürt.

Micro: Dragos Avasilcutei setzt sich durch

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Dragos Avasilcutei (KSCA Sodi Europe) war bei den Jüngsten der RMC Euro Trophy in Topform. Er fuhr die Bestzeit im Qualifying und lag auch nach den Vorläufen an der Spitze des Feldes. Doch in den Finals wurde die Luft dünner für den Österreicher. Im ersten Rennen lieferte er sich ein packendes Duell mit Jakub Gasparovic (KF Racing Team) aus der Slowakei, das er am Ende mit nur 0.052 Sekunden Vorsprung für sich entscheiden konnte. Im zweiten Finale erwischte Jakub Gasparovic dann einen schlechten Start und konnte Dragos Avasilcutei dadurch nicht mehr gefährlich werden. Dafür meldete sich aber Paul Schoen (MH Racing) zu Wort. Der Schweizer konnte sich zur Halbzeit die Spitze erkämpfen und den Sieg vor Dragos Avasilcutei nach Hause fahren. Letzterem genügte jedoch der zweite Platz, um sich in der Tageswertung den Sieg zu sichern. Platz zwei ging an Paul Schoen vor Jakub Gasparovic.

Mini: Mees Houben dominiert

Eine souveräne Vorstellung lieferte Mees Houben (GKS Lemmens Power) bei den Minis ab. Der Niederländer fuhr an diesem Wochenende in einer eigenen Liga, indem er das Qualifying, alle Heats und am Ende auch beide Finalrennen für sich entschied. Damit gewann der Exprit-Pilot unangefochten die Tageswertung. Die Preise für die besten Nebendarsteller gingen an den Zweitplatzierten Lorenzo Lanzara (Parolin) aus Italien und den Drittplatzierten Toms Strele (SM Racing) aus Lettland.

Junior: Kai Rillaerts zur Halbzeit vorn

Thomas Strauven (Strawberry Racing) setzte im Qualifying der Junioren die erste Bestmarke des Wochenendes. Doch gleich hinter dem Belgier lauerte bereits sein Landsmann Kai Rillaerts (JJ Racing). Der Titelverteidiger legte in den Vorläufen nach und konnte sich mit zwei Siegen und einem zweiten Rang an die Spitze des 36-köpfigen Feldes bugsieren, während sich dahinter sein Teamkollege Bruno Mulders aus den Niederlanden als schärfster Kontrahent in Stellung brachte. In den Finals lieferten sich die beiden ein packendes Duell um die Siege, wobei Kai Rillaerts beide Male die Oberhand behielt. Entsprechend gewann der Belgier auch die Tageswertung vor Bruno Mulders. Als Dritter schaffte der Niederländer Matthijs Terlouw (Strawberry Racing) den Sprung auf das Podest. In der Meisterschaftswertung konnte Kai Rillaerts zur Halbzeit die Führung übernehmen und ist da-mit auf einem guten Weg in Richtung Titelverteidigung.

Senior: Doppelsieg für Callum Bradshaw

Nicht weniger als 62 Senioren waren in Adria am Start. An der Spitze der Meute etablierten sich zu Beginn der Brite Sean Butcher (KR Sport) und der Ungar Zsombor Kovacs (KMS Europe), bevor sie nach den Vorläufen Callum Bradshaw (Strawberry Racing) den Vortritt lassen mussten. Der Brite hatte im Qualifying noch auf Platz acht gelegen, sich in den Heats aber stark nach vorne gearbeitet. An diese Leistung knüpfte der amtierende Kart-Weltmeister auch im ersten Finale an: Zwar fand er mit Luca Leistra (Bouvin Power) einen hartnäckigen Gegner, doch am Ende zog der Belgier den Kürzeren und musste Bradshaw den Sieg überlassen. Im zweiten Finale hatte es der Brite leichter: Während Leistra zu Rennbeginn Positionen verlor, konnte sich Bradshaw etwas vom Feld lösen und einen kontrollierten Sieg einfahren. Das brachte ihm nicht nur Platz eins in der Tageswertung ein, sondern auch die Gesamtführung in der Meisterschaft. Leistra konnte sich im zweiten Hauptrennen noch den zweiten Platz sichern und diesen auch in der Tageswertung vor Sean Butcher behaupten.

DD2: Petr Bezel triumphiert in Adria

Der DD2-Klasse drückte Petr Bezel (KSCA Sodi Europe) seinen Stempel auf. Abgesehen vom Qualifying, in welchen der Österreicher Philipp Moitzi (KRT Racing Team) vorn lag, gab Bezel den Ton an. Der Tscheche führte das Klassement nach den Vorläufen an und verwandelte die Pole-Position im ersten Finale in einen klaren Start-Ziel-Sieg. Im zweiten Finale hatte er es nicht so leicht. Er fiel zu Rennbeginn einige Positionen zurück, erholte sich dann jedoch und kämpfte sich zurück an die Spitze. Am Ende machte er den Doppelsieg perfekt und gewann die Tageswertung vor Ragnar Veerus (BirelART Baltics) aus Estland und Ville Viiliaeinen (RS Competition) aus Finnland. In der Meisterschaft übernahm Petr Bezel ebenfalls das Kommando, nachdem Auftaktsieger Mathias Lund (RS Competition) in Adria aufgrund eines Ausfalls kaum Punkte sammeln konnte.

DD2 Masters: Alessandro Glauser gewinnt

Im DD2 Masters schien zunächst alles perfekt für Roberto Pesevski (KSCA Sodi Europe) zu laufen. Der Österreicher sicherte sich die Trainingsbestzeit und war auch nach den Vorläufen das Maß der Dinge. Erst zu den Finals wendete sich das Blatt für den Champion von 2019. Fortan war es Alessandro Glauser (FM Racing), der das Tempo diktierte. Der Schweizer konnte sich in beiden Rennen gegen die Konkurrenz durchsetzen und zwei sichere Siege einfahren. Hinter dem Tagessieger komplettierten der Franzose Paul Louveau (Redspeed), der weiterhin die Meisterschaft anführt, und Roberto Pesevski das Podium.

Meik Wagner: „Freue mich auf die zweite Saisonhalbzeit”

Meik Wagner, Organisator der RMC Euro Trophy, zog zum Abschluss eine Halbjahresbilanz: „Die Saison 2021 ist immer noch geprägt von der Pandemie-Lage. Allerdings sind wir weitaus besser vorbereitet als im vergangenen Jahr, sodass die Events trotz diverser Einschränkungen auf einem hohen Standard ausgetragen werden können. Das wertschätzen auch unsere Teilnehmer: Die Resonanz ist groß und internationaler denn je. Ich freue mich bereits auf die zweite Saisonhalbzeit und erwarte neben spannenden Titelkämpfen auch eine sich normalisierende Situation in der Pandemie, was uns allen zugute kommt.“

Weiter geht es für die Rotax MAX Challenge Euro Trophy erst vom 16. bis 18. Juli 2021. Dann gibt die Serie ihr Debüt in der Arena E im ostdeutschen Mülsen und läutet zugleich den Saisonendspurt ein. Alle Informationen zur Rotax MAX Challenge Euro Trophy gibt es im Web auf www.rotaxmaxchallenge-eurotrophy.com.