21. Juli 2014, 9:09 | Autor: Kart-Magazin.de - Florian Kluge

Webb, Wooder und Babington triumphieren im heißen Zuera

Die dritte Runde der Rotax Max Euro Challenge in Zuera (ESP) sah gleich drei Doppelsieger. Im heutigen Finale kämpften 102 Finalisten um den Sieg auf der 1.700 Meter langen Strecke. Heiße Temperaturen und starker Wind brachten schwierige Bedingungen mit sich und sorgten für packende Zweikämpfe.

Im Pre-Finale der Junioren behauptete Pole-Setter Dave Wooder (FA Kart/Dan Holland Racing) seine Position für nur eine Runde. Danach ließ er Lokalmatadorin Marta Garcia (Zanardi/MGL Racing Xtreme) und Dean Macdonald (Tony Kart/Strawberry Racing) passieren. An der Spitze entbrannte nun ein harter Kampf. Gegen Ende fand Wooder erneut seine Pace und überholte einen Kontrahenten nach dem Anderen. Garcia blieb aber in seinem Windschatten und setzte den Alonso Piloten unter Druck. Letztendlich gelang es ihm seine Position vor der jungen Spanierin zu behaupten. Dean Macdonald fiel auf den fünften Rang zurück und räumte damit den Weg für Marcus Armstrong (FA Kart/Dan Holland Racing) und Darren Keane (Tony Kart/Strawberry Racing).

Ein perfekter Start gelang Dave Wooder im Finale. Runde für Runde baute er seinen Vorsprung auf das Verfolgerfeld aus und sicherte sich souverän den Doppelsieg. Marta Garcia freundete sich mit dem zweiten Platz an, untermalte ihre Leistung aber mit der schnellsten Rennrunde. Der dritte Platz ging an Dean Macdonald vor Richard Verschoor (FA Kart/Team TKP). Beide sammelten wichtige Punkte in der Meisterschaft. Denn der Führende Thomas Preining (FA Kart/Team TKP) sah die Zielflagge nur als 25.

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Das Geschehen in der Senioren Klasse wurde unspektakulärer als erwartet: Pole-Setter Harry Webb (Tony Kart/Strawberry Racing) ließ keine Zweifel aufkommen und feierte einen dominanten Start-Ziel-Sieg. Der zweite Platz ging an seinen Teamkollegen Guan Yu Zhou (Tony Kart/Strawberry Racing) vor dem Kanadier Zack Clamandemelo (Intrepid/Intrepid Driver Program). Eine beeindruckende Vorstellung zeigte der Meisterschaftsführende Joseph Reilly (Tony Kart/Strawberry Racing). Nach einer Zeitstrafe in den Heats, startete er eine Aufholjagd vom zehnten Platz. Diese Aufgabe wurde mit dem vierten Platz belohnt – doch er hatte sich zu früh gefreut. Aufgrund eines unfairen Manövers wurde er nachträglich von der Wertung ausgeschlossen und sah damit das Feld von der letzten Startposition.

Im Finale startete Reilly erneut eine fulminante Aufholjagd. Am Ende schaffte er es sich bis auf den siebten Rang nach vorn zu kämpfen. An der Spitze setzte sich erneut Webb durch und fuhr auf einem eigenen Level. Nach dem Fallen der Zielflagge hatte er fünf Sekunden Vorsprung und feierte seinen vierten Sieg in Folge. Dahinter entbrannte ein heißer Kampf um die restlichen Podiumsplatzierungen. Zack Clamandemelo, Guan Yu Zhou und Lars Lamborelle (Tony Kart/Strawberry Racing) überquerten die Ziellinie in einem Fotofinish – die Nase hatte Zhou vorn. Clamandemelo wurde Dritter vor Lamborelle.

Im Pre-Finale der Rotax DD2 KIasse schaffte es Titelverteidiger Ben Cooper (Birel/KMS-Birel Motorsport) nicht an seine Leistung aus dem Qualifying anzuknüpfen. Nach und nach verlor er an Boden und erreichte das Ziel schließlich als Vierter vor Anthony Abbasse (Sodikart/Sodikart). Sean Babington (Tony Kart/Strawberry Racing) hatte die besten Karten und schaffte es nach nur wenigen Runden sich an die Spitze zu setzen. Mit einem Vorsprung von einer Sekunde raste er zu seinem ersten Sieg der Saison. Die anderen beiden Podiumsplatzierungen belegten Jordan Lennox Lamb (CRG/CRG SPA) und Andreas Backman (Tony Kart/Strawberry Racing). Als einziger deutscher Teilnehmer startete Maxi Fleischmann (Praga/Praga Racing Team) in den Finals und zeigte mit einem tollen 18. Platz eine gute Leistung.

Im finalen Rennen setzte sich das Trio Babington, Lennox Lamb und Cooper an die Spitze des Feldes. Unangefochten verschafften sie sich einen großen Vorsprung und machten den Sieg unter sich aus. Cooper fand erneut zu gewohnter Form und eroberte für einige Runden die Führung. Sean Babington gab sich aber noch nicht geschlagen. Nach harten Rad an Rad Kämpfen schnappte er sich die Führung und verteidigte diese bis zum Rennende. Cooper erreichte Platz zwei, Dritter wurde Jordan Lennox Lamb. Maxi Fleischmann verteidigte im Finale seine 18. Position und hofft nun auf deutsche Unterstützung beim Finale in Salbris.

Jetzt steht die Rotax Max Euro Challenge vor dem großen Finale. Vom ersten bis siebten September gastiert die Serie im französischen Salbris, wo die diesjährigen Meister gekrönt werden.

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