17. September 2019, 19:10 | Autor: Timo Deck

Für das Team von Nees Racing ging es am 14. und 15. September 2019 nach Wittgenborn zum Finale der Rotax MAX Challenge Germany. Auf dem 1.038 Meter langen Vogelsbergring schickte Teamchef Manuel Nees gleich elf Piloten in die letzten Rennen des Championats. Bei bestem Spätsommerwetter und perfekten Rennbedingungen bewies die Mannschaft noch einmal ihr Potenzial und feierte mehrere Siege und Podestplatzierungen …

Den Anfang machten die Jüngsten des Teams. Alleine sechs Nachwuchstalente waren für den Maranello-Importeur in der Micro-Klasse unterwegs. Allen voran zeigte Tom Muhler eine Topleistung: Am Samstag war er das Maß der Dinge, markierte die Bestzeit im Qualifying und fuhr sich mit einem Doppelsieg auf Rang eins der Tageswertung. Am Sonntag war er wiederum der schnellste Youngster im Nees-Kader, begnügte sich aber diesmal mit Position zwei, was ihm am Ende auch den Vizetitel einbrachte. Für einen weiteren Podestplatz sorgte Niklas Cassarino, der am Samstag zweimal als Vierter einlief und sich damit Rang drei einen Platz auf dem Podium sichern konnte. Am Sonntag reichte es dann für Position sechs im Tagesergebnis.

Für Klassenkamerad Taym Saleh lief das Finale nicht nach Plan. Er hatte am Trainingsfreitag einen Unfall, bei dem er nicht nur das Chassis stark beschädigte, sondern sich auch eine leichte Verletzung zuzog. Das hielt ihn aber nicht davon ab, an den Rennen teilzunehmen. Trotz des gesundheitlichen Handicaps holte er sich zum Abschluss den siebten Platz am Samstag und den respektablen vierten Rang am Sonntag. Tom Reger kam etwas besser zurecht. Er fuhr am Samstag im Bereich der Podestplätze, verpasste als undankbarer Vierter aber den Sprung auf das Podium der Tageswertung. Den Rennsonntag beendete er als Fünfter. Komplettiert wurde das Ergebnis der Nees-Micros von Moritz Wolber, der die Positionen sechs und acht einfuhr, sowie von Montego Maassen, der an beiden Tagen als Zehnter gewertet wurde.

Bei den Minis verlief das Wochenende für die Nees-Racing-Fahrer durchwachsen: Max Reis war im Zeittraining noch als guter Dritter unterwegs, bevor er im ersten Lauf einen Unfall verkraften musste. Dafür kämpfte er sich im zweiten Rennen noch auf P6 vor, was in der Tageswertung zu Rang acht führte. Am Sonntag meldete sich Reis aber eindrucksvoll zurück: Nach Position drei im Zeittraining erkämpfte er sich im ersten Rennen den zweiten Platz und sah im letzten Lauf als Erster den Zielstrich. Leider kostete am Ende eine Zeitstrafe wegen Fehlstarts den Sieg, sodass in der Tageswertung noch Platz drei heraussprang. Mit den schnellsten Rennrunden am Sonntag untermauerte Reis dennoch seine Performance. Teamkollege Jonas Ungnader zeigte sich besonders in den Qualifyings stark, die er als Vierter und Sechster abschloss. In den Rennen büßte er allerdings an Boden ein und wurde an beiden Tagen Siebter der Tageswertung.

Ein zweigeteiltes Wochenende erlebte Senior-Pilot Lukas Horstmann. Das Wochenende begann am Samstag noch vielversprechend mit der fünftschnellsten Runde im Qualifying. Doch in den Rennen hatte er kein Glück: Ein Reifenschaden und technische Probleme warfen ihn zweimal weit zurück. Eine Aufholjagd im letzten Lauf brachte immerhin noch Punkte ein, die für Rang zwölf in der Tageswertung genügten. Doch am Rennsonntag wendete sich das Blatt. Im Zeittraining fuhr der Meerbuscher die zweitschnellste Runde und sicherte sich damit hervorragende Chancen für die anstehenden Rennen. Und hier sollte Horstmann das Maß der Dinge sein. In dominanter Manier fuhr er in allen drei Läufen als Sieger über den Zielstrich und feierte somit zum Ende des Jahres seinen ersten Saison-Triumph.

Für das DD2-Duo Florian und Oliver Breitenbach lief es am Samstag solide: Beide schlugen sich wacker im Mittelfeld der Getriebeklasse, wobei Oliver den Tag als Fünfter vor Bruder Florian auf P7 beenden konnte. Florian legte dann am Rennsonntag eine große Schippe nach: Bereits im Zeittraining überzeugte er als Zweiter, bevor er selbige Position auch in den Rennen 1 und 2 bestätigte. Dass das keine Zufallstreffer waren bewies er im letzten Wertungslauf, den er mit deutlichem Vorsprung für sich entschied. Gekrönt wurde seine Vorstellung mit den schnellsten Rennrunden in allen drei Durchgängen. In der Tageswertung musste er sich am Ende dennoch um einen Punkt geschlagen geben und mit Platz zwei vorlieb nehmen. Oliver kam derweil nicht so gut in Fahrt und schloss den Finaltag als Siebter ab.

„Am Samstag sah es eigentlich gar nicht so gut aus. Da hatten wir einige Probleme und auch das Quäntchen Glück fehlte. Aber am Sonntag hat endlich einmal alles gepasst und wir konnten in allen Klassen ganz vorne mitmischen. Letztendlich haben wir an diesem Wochenende zwei Tagessiege geholt und in allen Kategorien Laufsiege eingefahren. Damit bin ich sehr zufrieden, denn es zeigt, dass wir klassenübergreifend ein absolut wettbewerbsfähiges Paket haben”, freut sich Manuel Nees am Abend über die Erfolge seiner Schützlinge.