11. August 2015, 14:14 | Autor: Timo Deck

Für Kart-Rennfahrer Luka Kamali stand am vergangenen Wochenende (8. und 9. August 2015) der vierte Saisonlauf der ROTAX MAX Challenge Germany auf dem Vogelsbergring in Wittgenborn auf dem Programm. Nachdem er sich zwei Wochen zuvor bereits bei der ROTAX MAX Euro Challenge einen beeindruckenden zweiten Platz im Finale sichern konnte, reiste er hochmotiviert zum deutschen Pendant der Rennserie nach Wittgenborn.

Der seit nunmehr zehn Jahren erfolgreiche Kartpilot konnte sich in der vergangenen Saison in der RMC Germany den Vizetitel in der DD2-Kategorie sichern und hat in dieser Saison beste Chancen, sich die Meisterschaftskrone zu holen. Bereits frühzeitig war dem 18-Jährigen anzumerken, dass er das Momentum seines ROTAX MAX Euro Challenge-Erfolges nutzen wollte und er etablierte sich schnell als einer der Top-Favoriten für den Rennsieg auf dem Vogelsbergring.

Im Zeittraining musste der Pilot des italienischen Kart-Herstellers CRG einen Rückschlag einstecken, denn über den vierten Rang kam er trotz vielversprechender Tariningstage nicht hinaus. Obwohl die Startposition für die nachfolgenden Vorläufe schlechter ausgefallen war, als erwartet, zeigte sich das Motorsport-Talent aus Hessen keineswegs entmutig: „Position vier ist zwar nicht das, was wir erwartet haben, aber noch ist alles machbar.”

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Im ersten Vorlauf konnte der deutsche CRG Racing Team-Pilot zwei Positionen gutmachen und schickte sich anschließend an, dem Führenden die Spitzenposition zu entreißen. Trotz einer starken Leistung fand Kamali keinen Weg an ihm vorbei und überquerte die Ziellinie acht Zehntelsekunden hinter dem Sieger. Im zweiten Vorlauf konnte der deutsche Youngster nicht ganz an diese Leistung anschließen und beendete diesen Lauf mit der schnellsten Runde als Vierter. Nach seiner überzeugenden Leistung in den beiden Heats ging er das Prefinale von der dritten Startposition an.

Mit einer außerordentlichen Vorstellung konnte sich Kamali im Verlauf des Rennens nach vorne kämpfen und kontrollierte anschließend die Geschehnisse von der Spitze aus. Er konnte bis Rennende gute zwei Sekunden zwischen sich und den Zweitplatzierten bringen und bestätigte somit seine starke Performance. Zudem gelang es ihm abermals, die schnellste Rennrunde zu fahren. Im hart umkämpften Finale auf der 1.038 Meter langen Strecke konnte er seine Dominanz noch einmal unter Beweis stellen, da er einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg erringen konnte. Mit knapp fünf Sekunden Vorsprung unterstrich er seine fahrerische Glanzleistung und umrundete in 46.008 Sekunden den Kurs zusätzlich noch einmal als Schnellster.

Neben dem großartigen Wochenendergebnis konnte Kamali auch seine Rückkehr in den Titelkampf zelebrieren. Während er mit 40 Punkten Rückstand auf den Meisterschaftsführenden nach Wittgenborn gereist war, liegen nun lediglich 14 Punkte zwischen den beiden Titelaspiranten. Der nächste Lauf der RMC Germany findet am 13. September in Kerpen statt. Auf dem Erftlandring will Luka Kamali seinen Meisterschaftsrückstand mit einem weiteren tollen Resultat weiter verkürzen, wenn nicht sogar die Führung gänzlich übernehmen.