Nebel und enge Kämpfe prägen BNL Round 2 in Mariembourg
Für die zweite Runde der BNL Karting Series ging für die Fahrer ins belgische Mariembourg. Mit insgesamt 96 Teilnehmern fiel das Feld diesmal zwar etwas kleiner aus als man es von der Serie gewohnt ist, was auf die für viele Teams längere Anreise zurückzuführen sein dürfte, sportlich hatte das Wochenende aber dennoch einiges zu bieten. Vor allem am Sonntagmorgen spielte das Wetter erneut eine besondere Rolle, denn wie schon beim Saisonauftakt in Ostricourt, lag dichter Nebel über der Strecke, der für die Streichung des Warm-ups sorgte. Die Fahrer starteten dementsprechend direkt mit dem Qualifying in den Tag.
Mini Max
In der Mini-Max-Klasse gingen 23 Fahrer an den Start und schon am Samstag zeigte sich, wie ausgeglichen das Feld besetzt war. Zwar spielten Austin Oman, Joshua Cooke und August Lykkebo Lyngso im Qualifying zunächst noch keine Hauptrolle und bewegten sich nur auf den Plätzen sechs bis zwölf, im weiteren Tagesverlauf arbeiteten sich genau diese drei Fahrer aber immer weiter nach vorne. Vom Qualifying Heat über das Pre-Finale bis hin zum Finale wechselten sie sich regelmäßig auf den Podestplätzen ab und prägten damit das Geschehen in dieser Klasse. Am Ende hatte Austin Oman die Nase vorn und verwies Joshua Cooke sowie August Lykkebo Lyngso auf die weiteren Podestplätze.
Auch am Sonntag waren es zunächst wieder Austin Oman und Joshua Cooke, die den Ton angaben. Vom Qualifying bis zum Pre-Finale lagen beide konstant auf den ersten beiden Positionen und untermauerten damit ihre starken Leistungen vom Vortag. Im Finale war es dann allerdings Joshua Cooke, der sich durchsetzen konnte. Hinter dem Briten komplettierten Reian Townsend und Austin Oman das Podium. Cooke übernahm damit nach dem zweiten Rennwochenende auch die Führung in der Meisterschaft.
Junior Max
Mit 33 Startern stellte die Junior-Max-Klasse das größte Feld des Wochenendes und am Samstag war die Rollenverteilung an der Spitze eindeutig. Kian Burnard von Sam Pollitt Racing bestimmte den Tag und ließ der Konkurrenz weder im Qualifying noch in den anschließenden Rennen eine Chance. Er sicherte sich in jeder Session Rang eins und unterstrich damit seine derzeitige Stärke. Hinter ihm lieferten sich Kai Clarke und Finley Lines über den gesamten Tag hinweg spannende Duelle um die weiteren Podestplätze. Im Finale setzte sich Clarke schließlich gegen Lines durch.
Am Sonntag änderte sich das Bild dann deutlich. Burnard kam diesmal nicht optimal ins Qualifying und musste sich mit Platz acht zufriedengeben. Kai Clarke sicherte sich Rang eins, Finley Lines belegte Platz drei, und im weiteren Verlauf entwickelte sich ein deutlich offenerer Renntag als noch am Samstag. Im Pre-Finale lag Riley Murro vorne, konnte das Ergebnis aber nicht bis zum Schluss halten. Im Finale musste er sein Kart nach einer Berührung abstellen, womit der Weg frei wurde für Albert Friend. Friend nutzte die Situation konsequent, gewann das Finale und stand vor Finley Lines und Louis Radcliffe ganz oben auf dem Podium. Trotz des schwierigeren Sonntags bleibt Kian Burnard Spitzenreiter der Meisterschaft und konnte seinen Vorsprung sogar weiter ausbauen.
Senior Max
Auch in der Senior-Max-Klasse war mit 30 Fahrern wieder viel los und der Samstag begann zunächst mit einer klaren Tendenz zugunsten von Vince Vanderhallen. Er setzte im Qualifying, im Qualifying Heat und im Pre-Finale die Maßstäbe und schien auf bestem Weg zu einem souveränen Tagessieg zu sein. Dahinter ging es im gewohnt engen Senior-Feld allerdings hart zur Sache. Vor allem die Dan-Holland-Piloten Macauley Bishop und Ties van Wijk hielten den Druck hoch und mischten permanent an der Spitze mit. Im Finale wendete sich das Blatt dann noch einmal, denn Macauley Bishop sicherte sich den Sieg vor Ties van Wijk und Tino Siedler, während sich Vanderhallen mit Platz sechs begnügen musste.
Am Sonntag bot sich dann ein neues Bild. Boris Verhage setzte im Qualifying die Bestzeit und verwies GKS-Fahrer Sverre Ubben sowie Rafael Moreau auf die nächsten Plätze. Besonders Ubben machte es im Qualifying spannend, indem er sich erst in seiner letzten Runde noch auf Rang zwei nach vorne schob. Im Qualifying Heat setze er sich sogar an der Spitze durch, ehe Vince Vanderhallen im Pre-Finale wieder die Kontrolle übernahm und gemeinsam mit Teamkollege Boris Verhage die Spitze besetzte. So war vor dem Finale für reichlich Spannung gesorgt. Vanderhallen ließ sich diesmal nicht mehr aus der Ruhe bringen und holte sich den Sieg vor dem Vortagessieger Macauley Bishop. Sverre Ubben stand als Dritter ebenfalls erneut auf dem Podium. In der Meisterschaft bleibt die Senior-Klasse damit weiter extrem dicht beieinander. Aktuell liegt Vince Vanderhallen knapp vor Macauley Bishop, Ties van Wijk und Sverre Ubben.
Aus deutscher Sicht war Louis Oliver Günther von Kraft Motorsport der einzige Starter in dieser Klasse. Am Samstag belegte er im Qualifying Rang 21, fiel nach Berührungen im engen Feld im Qualifying Heat auf Platz 27 zurück, arbeitete sich dann aber im Pre-Finale wieder auf Position 22 nach vorne und beendete das Finale auf Rang 25. Auch am Sonntag musste er sich in einem stark besetzten Feld behaupten. Nach Platz 19 im Qualifying fiel er im Qualifying Heat auf Rang 28 zurück, verbesserte sich im Pre-Finale auf Platz 25 und kam im Finale als 21. ins Ziel.
DD2 / DD2 Masters
In der gemeinsamen Wertung von DD2 und DD2 Masters gingen insgesamt zehn Fahrer an den Start. Der Samstag begann mit einem starken Auftritt von SP Motorsport, die sich im Qualifying direkt mehrere Spitzenpositionen sicherten. Schnellster Mann war Yort van Wijk vor GKS-Pilot Nicolas Guillaume. Im Pre-Finale meldete sich dann aber auch Lenn Nijs zurück, der bereits Round 1 für sich entschieden hatte. Mit einer starken Aufholjagd arbeitete er sich von Platz sechs bis an die Spitze nach vorne und sicherte sich den Sieg vor van Wijk. Im Finale wurde es dann noch einmal turbulent. Nach einer Kollision musste Yort van Wijk sein Kart vorzeitig abstellen, Lenn Nijs sah zwar als Erster die Zielflagge, erhielt im Nachhinein jedoch eine Zehn-Sekunden-Strafe für das Verursachen einer Kollision. Nicolas Guillaume, zuvor im Pre-Finale noch Dritter, wurde zudem wegen technischer Unregelmäßigkeiten disqualifiziert. Damit ging der Sieg letztlich an Ralph van de Pavert, der sich zuvor stets in Schlagdistanz zur Spitze bewegt hatte.
In der DD2 Masters war das Feld mit nur zwei Teilnehmern zwar überschaubar, die Kräfteverhältnisse änderten sich über das Wochenende aber deutlich. Am Samstag hatte Christophe Capitaine in allen Läufen die Nase vorn und setzte sich jeweils gegen Jim Ringelberg durch. Am Sonntag tauschten die beiden dann die Rollen und Ringelberg kam in jedem Lauf vor Capitaine ins Ziel und sicherte sich damit den Tagessieg in der Masters-Wertung.
Bei den DD2-Piloten knüpfte Ralph van de Pavert am Sonntag zunächst an seine starke Leistung vom Vortag an und holte sich Platz eins im Qualifying. Im weiteren Verlauf übernahm jedoch wieder Yort van Wijk das Kommando und entschied sowohl den Qualifying Heat als auch das Pre-Finale für sich. Dahinter blieb es eng, vor allem zwischen Lenn Nijs, van de Pavert und Nicolas Guillaume. Im Finale hatte dann aber Lenn Nijs die Nase vorn. Er setzte sich gegen van Wijk durch und sicherte sich den Sieg, während van de Pavert als Dritter erneut aufs Podium fuhr. In der Meisterschaft bleibt Lenn Nijs damit an der Spitze, doch dahinter liegen van de Pavert und van Wijk weiterhin dicht beieinander.
Aus deutscher Sicht standen in dieser Klasse gleich zwei Fahrer von Kraft Motorsport am Start: Theo Lang und Jannik Jacobs. Beide kamen am Samstag zunächst nur schwer ins Wochenende. Im Qualifying belegte Jacobs Rang acht, Lang wurde Neunter. Für Theo Lang nahm der Samstag im Anschluss jedoch eine unglückliche Wendung, da er nach dem Qualifying Heat wegen einer technischen Beanstandung disqualifiziert wurde. Jacobs beendete das Pre-Finale auf Platz sieben, musste später jedoch vorzeitig abstellen, während Lang dort Achter wurde. Im Finale steigerten sich beide noch einmal deutlich und brachten mit Platz fünf für Jacobs und Platz sechs für Lang starke Ergebnisse ins Ziel. Am Sonntag lief es zunächst vor allem für Theo Lang besser, der sich im Qualifying Platz fünf sicherte, während Jacobs Achter wurde. Über den restlichen Tagesverlauf zeigten beide solide Leistungen und beendeten das Finale auf den Positionen acht für Jacobs und neun für Lang. Angesichts der engen Punkteabstände in der Meisterschaft ist für beide im weiteren Saisonverlauf noch einiges möglich.
Nach dem Wochenende in Mariembourg legt die BNL Karting Series nun eine kurze Pause ein, bevor Mitte Juni in Genk die dritte Runde der Saison ansteht. Dort dürfte dann auch wieder mit einem deutlich größeren Starterfeld zu rechnen sein.















