Michael Weichert: Der Clubsport ist eine wichtige Basis

Serienorganisator im Gespräch mit Kart-Magazin.de

19. März 2014, 9:30 | Autor: Kart-Magazin.de - Florian Kluge
Michael Weichert: Der Clubsport ist eine wichtige Basis

Die Rennserien in Deutschland stehen in den Startlöchern, denn bald beginnt die neue Saison. Kurz vor dem Start führten wir einige Interviews mit Serienorganisatoren. Dieses Mal haben wir mit Michael Weichert gesprochen. Er organisiert die ACV German Vega Trophy, den ACV Rhein Main Kart Cup und den ACV Baden-Württemberg Kart Cup. Unseren Fragen stand er Rede und Antwort.

Michael, du bist erfolgreicher Veranstalter von gleich drei Rennserien. Eine davon ist die ACV German Vega Trophy, welche sich in der Debütsaison sehr stark präsentierte. Wie siehst du diese Entwicklung?

Vielen Dank für das Lob! Seitdem wir die Vega Trophy ins Leben gerufen haben erfreut sie sich immer größeren Zulaufs. Und auch für das kommende Jahr haben wir einen klaren Aufwärtstrend im Vergleich zum Jahr 2013.

Sieht ganz danach aus als würdet ihr alles richtig machen. Bist du der Meinung, dass die German Vega Trophy bald als dritte Kraft in Deutschland auftreten könnte?

Sind wir das nicht schon? – lacht Michael Weichert – Das planen wir zurzeit. Wir würden die Vega Trophy in 2015 gerne als Nationale A Lizenzserie des DMSB ausschreiben. Von der Durchführung mit Race Control, Live-Timing, permanentem Organisationsteam bis hin zur Streckenwahl sind wir dort schon längst angekommen. Einzig und allein der Status hierfür fehlt uns noch.

Lass uns über den Clubsport in Deutschland allgemein sprechen. Welche Bedeutung kommt diesem hierzulande zu?

Der Clubsport ist ganz klar die wichtigste Basis im deutschen Kartsport. Ohne den Clubsport könnten sich die Fahrer nicht entwickeln. In anderen Sportarten ist diese Basis zwar noch viel breiter aufgestellt, aber der Clubsport hat sich enorm positiv entwickelt. Auch wenn viele Leute ihn etwas abtun, ist der Abstand zum Nationalen A Sport mittlerweile sehr gering. Sicherlich haben wir daran auch einen kleinen Anteil, denn bei sehr vielen Neuerungen waren wir Vorreiter.

Wie bereits erwähnt bist du Veranstalter von drei Rennserien. Dabei entstehen eine Menge Aufgaben und Verpflichtungen. Wie schaffst du es alles unter einen Hut zu bekommen?

Sehr gut. Meine Frau Annelie und ich haben dabei den großen Vorteil, dass wir die drei Serien hauptberuflich organisieren. Dadurch können wir am Montag nach einer Veranstaltung Meisterschaftsstände errechnen, Bilder auswerten und Presseberichte schreiben. Andere Serienbetreiber sind dann wieder an der Arbeit, um für den eigenen Brötchenerwerb zu sorgen. Dieser Vorteil bringt uns näher an den Fahrer und wir können schneller reagieren. Anders könnte man den beträchtlichen Aufwand, den die Organisation solcher Serien erfordert, gar nicht schaffen.

Wir denken für diese exzellente Organisation sind euch alle Fahrer sehr dankbar. Wenn du einmal über alle drei Serien reflektierst. Welche siehst du als Erfolgreichste und welche hat das größte Potenzial, um noch mehr Fahrer zu locken?

Diese Frage lässt sich relativ schnell beantworten. Momentan ist der ACV Rhein Main Kart Cup die erfolgreichste Serie. Wir rechnen dort mit rund 200 Teilnehmern, mittlerweile liegen schon über 170 Einschreibungen vor. Somit sind wir nach dem ADAC Kart Masters die zweitstärkste Kartserie in Deutschland. Inklusive Gastfahrer haben schon jetzt 220 Fahrer für die Veranstaltungen genannt. Am 29. und 30. März geht die Saison in Liedolsheim los, dort rechnen wir mit 180 Teilnehmern. In Liedolsheim wird erstmals auch ein Fernsehteam des Senders rheinmaintv dabei sein und die Serie komplett betreuen. Der jeweilige Bericht wird dann immer am Dienstag eine Woche nach der Veranstaltung ausgestrahlt.

Das größte Potenzial hat sicherlich die ACV German Vega Trophy. Wenn diese 2015 als Nationale A Serie ausgeschrieben wird und wir einen Terminkalender ohne Überschneidungen hin bekommen, wollen wir 150 Einschreibungen erreichen.

Spannend wird sicherlich auch das erste German Clubsport Final am 05. Oktober in Hahn. Hierzu laden wir die Sieger aller Clubsport Serien in Deutschland ein. Leider sehen dies andere Serienbetreiber nicht so gerne, aber diese Veranstaltung hat das Potenzial das erste Mal wirklich alle Fahrer gegeneinander antreten zu lassen. Dabei sollten die Verbandsinteressen vielleicht einmal ruhen.

Damit habt ihr euch große Ziele gesetzt. Ich hoffe, dass sich alles nach deinen Vorstellungen umsetzen lässt. Wenn wir schon von Zukunftsmusik sprechen, was würdest du am Clubsport verändern, um diesen noch attraktiver zu gestalten?

Auf diese Frage habe ich bereits gewartet. Im Grunde genommen ist der Clubsport sehr gut aufgestellt, wie ich bereits erklärte. Aber ich würde mir wünschen, dass die Serienveranstalter und Teams mehr zusammen arbeiten. Schließlich sitzen wir alle im selben Boot.

Das stimmt, an dieser Stelle gibt es noch Nachholbedarf. Die Saison geht nun endlich bald los. Was wünschst du dir für dieses Jahr?

Für mich ist es wichtig, dass wir unfallfreie Rennen sehen, dass wir immer bestes Rennwetter haben und natürlich, dass alles so klappt, wie wir es uns vorstellen.

Wir drücken euch auf jeden Fall die Daumen und wünschen viel Erfolg für das Jahr. Vielen Dank für das freundliche Gespräch.

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