Marlon Mathei macht Meistertitel in Gerolzhofen perfekt

Thomas Reim gewinnt den fünften Lauf der Klassik Kart Meisterschaft

22. Juli 2026, 13:51
Autor: Andreas Kohler | Bilderquelle: Andreas Kohler
Marlon Mathei macht Meistertitel in Gerolzhofen perfekt

Bestes Spätsommerwetter, historische Karts und eine vorzeitige Titelentscheidung: Der fünfte und vorletzte Lauf der Klassik Kart Meisterschaft bot am vergangenen Wochenende in Gerolzhofen beste Bedingungen für Fahrer und Zuschauer. Bei angenehmen 23 Grad und trockener Strecke gingen 18 Teilnehmer an den Start – exakt so viele wie im Vorjahr.

Das Feld war erneut international besetzt. Neben den Lokalmatadoren Stefan Günzel und Bernhard Oppmann reisten auch mehrere Fahrer aus den Niederlanden an, darunter die Gerolzhofen-erfahrenen Chris Stek und Lies Lemckert. Mit Petr Hyrman war zudem ein Teilnehmer aus Tschechien dabei. Sein Debüt bei den Klassikern feierte Andreas Baral, der bereits in den 1990er-Jahren im Kartsport aktiv und erfolgreich unterwegs war.

Auch akustisch hatte das Wochenende einiges zu bieten. Der Klang klassischer Parilla-Motoren, die hochfrequenten OKE-Antriebe der Mach1-Karts und die sonoren Schaltkartmotoren sorgten auf der selektiven Strecke für echtes Nostalgie-Feeling und erinnerten an vergangene Kart-Epochen.

Sportlich standen zunächst zwei freie Trainings und ein Zeittraining auf dem Programm, ehe die Entscheidung in zwei Wertungsläufen im Gleichmäßigkeitsformat fiel. In der Addition beider Rennen setzte sich Thomas Reim auf Swiss Hutless durch. Rang zwei ging an den amtierenden Meisterschaftsführenden Marlon Mathei auf Mach1, gefolgt von Berthold Bermel, ebenfalls auf Mach1.

Lokalmatador Bernhard Oppmann belegte Rang vier vor Klassik-Neuling Andreas Baral auf Taifun. Platz sechs sicherte sich Thomas Kracht vor Marc Heiming auf Birel T1.

Für Marlon Mathei reichte Rang zwei, um bereits vor dem Saisonfinale den Meistertitel sicherzustellen. Der Titelverteidiger zeigte über die gesamte Saison hinweg eine starke Entwicklung und überzeugte nicht nur mit Speed, sondern zunehmend auch mit der im Gleichmäßigkeitsformat entscheidenden Konstanz.

Hinter dem neuen Meister bleibt der Kampf um die weiteren Podestplätze dagegen offen. Aktuell liegt Chris Stek auf Rang zwei vor Berthold Bermel, Thomas Reim, Bart van den Hul, Thomas Kracht, Andreas Kohler und Lies Lemckert. Besonders Stek, Bermel und van den Hul haben vor dem Finale noch beste Chancen auf einen Platz auf dem Gesamtpodium.

Auch organisatorisch zog die Veranstaltung ein positives Fazit. Rennleiter Uwe Fuchs und sein Team sorgten gemeinsam mit der Motorsportvereinigung Gerolzhofen um Dietmar Röder für einen reibungslosen Ablauf. Besonders hervorgehoben wurde dabei auch das Engagement der vielen jungen Funktionsträger sowie das Bambini-Nachwuchsprogramm des Vereins.

Zum Abschluss der Saison geht es für das „rollende Museum“ nun nach Wittgenborn. Dort findet im Rahmen der GKS Light Serie das Finale der Klassik Kart Meisterschaft statt. Während der Titel bereits vergeben ist, verspricht der Kampf um die weiteren Meisterschaftsplätze noch einmal Spannung.