Klassik-Karter trotzen der Hitze beim Finale in Wittgenborn
Matteo Nicolle gewinnt den Saisonabschluss – Chris Stek sichert sich die Vizemeisterschaft
Am 16. August ging für die Klassik Kart Meisterschaft die Saison 2026 zu Ende. Auf der selektiven Strecke im Vogelsberg traf sich das „rollende Museum“ zum großen Finale in Wittgenborn. Trotz hoher Temperaturen ließen sich die Fahrerinnen und Fahrer nicht abschrecken und sorgten mit ihren historischen Karts noch einmal für sehenswerten Motorsport.
Wie schon bei den vorherigen Veranstaltungen war das Feld international besetzt. Aus den Niederlanden reisten Bart van den Hul, Chris Stek und Ethan van Kouwen an, wobei sich vor allem Stek und van den Hul noch Hoffnungen auf die Vizemeisterschaft machen durften. Aus dem französischen Metz kam Matteo Nicolle nach Wittgenborn, während mit Anne Bott Schulz erneut eine Teilnehmerin aus der Schweiz im Feld vertreten war. Komplettiert wurde das Starterfeld unter anderem von Thomas Kracht, Berthold Bermel, Roger Frauenrath und Burkard Ballhorn.
Nicht am Start waren der bereits in Gerolzhofen als Meister feststehende Marlon Mathei sowie Thomas Reim. Trotzdem blieb insbesondere der Kampf um die weiteren Meisterschaftsplätze spannend.
Die beiden abschließenden Wertungsläufe wurden erneut im bekannten Gleichmäßigkeitsmodus ausgetragen. Dabei zeigte Matteo Nicolle eindrucksvoll, wie sich Speed und Konstanz verbinden lassen. Mit zwei nahezu fehlerfreien Läufen sicherte sich der Franzose den Gesamtsieg des Tages.
Rang zwei ging an Thomas Kracht, gefolgt von Bart van den Hul auf Platz drei. Ethan van Kouwen belegte Rang vier vor Andreas Kohler. Dahinter folgten Burkard Ballhorn, Roger Frauenrath und Chris Stek.
In der Meisterschaft war der Titel zwar bereits vergeben, doch im Kampf um Rang zwei blieb es bis zum Schluss eng. Am Ende gaben die Streichresultate den Ausschlag. Chris Stek setzte sich mit seinem Birel-TM-Schaltkart durch und sicherte sich die Vizemeisterschaft. Rang drei ging an Berthold Bermel, der damit eine starke Saison abschloss.
Thomas Kracht beendete die Meisterschaft nach einem starken Schlussspurt auf Rang vier. Dahinter folgten Bart van den Hul und Andreas Kohler. Thomas Reim wurde Siebter, vor Lies Lemckert, Burkard Ballhorn und Marc Heiming.
Auch 2026 zeigte sich erneut der internationale Charakter der Klassik-Kart-Szene. Die Starterzahl lag auf Vorjahresniveau, während zahlreiche Teilnehmer aus den Nachbarländern der Meisterschaft zusätzliches Flair verliehen. Gerade der sportliche Austausch und die kameradschaftliche Atmosphäre machen den besonderen Reiz der historischen Kartveranstaltungen aus.
Trotz der sommerlichen Hitze hielt sich die Ausfallquote in Wittgenborn in Grenzen. Einmal mehr bewiesen die historischen Karts und ihre Fahrer, wie robust und leistungsfähig das Material auch Jahrzehnte nach seiner aktiven Zeit noch sein kann.
Mit dem Finale in Wittgenborn ging damit eine abwechslungsreiche Saison der Klassik Kart Meisterschaft zu Ende. Der Dank der Organisatoren gilt allen Teilnehmern, Veranstaltern, Funktionären und Unterstützern, die die historische Kartszene auch 2026 wieder lebendig gehalten haben.


