Honda Spirit ist der erste GTC-Pokalsieger 2026
Ein neues Format begeisterte die GTC-Mannschaften in diesem Jahr. Im GTC-Pokal hieß es klassenübergreifend: Team gegen Team. Ähnlich wie im DFB-Pokal traten dort die „Kleinen gegen die Großen“ an.
In jeder Runde bekam man einen Gegner zugelost, den man im anschließenden Langstreckenrennen niederringen musste. Um die nächste Runde zu erreichen, durfte man sich nichts erlauben und musste einen guten Tag erwischen. Damit die „Kleinen“ nicht völlig chancenlos waren, gab es eine Handicap-Regelung mit Rundengutschriften, die je nach Klassenzugehörigkeit und Renndistanz bis zu acht Runden betrugen.
Schon die Vorrunde hatte es in sich
Bereits der Auftakt versprach Spannung. Schließlich wurde in der Vorrunde (Belleben 1) Honda Spirit der amtierende Meister ZAP153 zugelost. Honda Spirit verlor nur um ein paar Sekunden und fand sich anschließend in der „Lucky-Loser-Runde“ (Belleben 2) wieder.
Es war nicht das einzige Top-Team, das diese Zusatzrunde benötigte. Den MSC Oberflockenbach erwischte es ganz hart. Technische Probleme ließen die #34 scheitern. Das Team war damit das schlechteste Team der Vorrunde und erreichte nicht einmal die Lucky-Loser-Runde.
Hier machten dann die Favoriten alles klar, womit von den Top-Teams noch GCD Bosch, Cool Runnings und Honda Spirit das Achtelfinale erreichten.
Drei Cup-Mannschaften im Achtelfinale
Dieses wurde in Oppenrod beim 8h-Rennen ausgetragen, um nur einen Tag später beim 16h-Rennen bereits das Viertelfinale zu erleben.
Erstaunlich war, dass mit PRS Berlin, NXT Motorsport und dem Academy Team von Honda Spirit noch drei Cup-Mannschaften vertreten waren, die bis dahin noch nicht einmal von der Handicap-Regelung Gebrauch machen mussten.
Die Überraschung im Achtelfinale war PRS Berlin e. V. Mit einem knappen Sieg kegelten die Berliner Racoon Racing aus dem Pokal und konnten sich so für das Viertelfinale qualifizieren.
Außerdem schafften dies mit FaF Racing, ZAP152, MSC Oberflockenbach (#33) und Schall Racing gleich vier Trophy-Teams.
FaF Racing kegelt den Meister raus
Im Viertelfinale konnte ZAP152 die Schall-Mannschaft ausschalten und Honda Spirit setzte sich gegen GCD Bosch durch.
FaF Racing schaffte das schier Unmögliche und kegelte den amtierenden Meister ZAP153 aus dem Pokal, während der Höhenflug von PRS Berlin durch Cinquanta Corse gestoppt wurde.
So standen beim Bavarian 24h zwei Trophy-Mannschaften und zwei GTC-Top-Mannschaften im Halbfinale.
Bei der Auslosung hatten die Trophy-Mannschaften dann kein Glück. FaF Racing wurde Honda Spirit zugelost und ZAP152 bekam es mit Cinquanta Corse zu tun. Da beide Top-Teams ein starkes 24h-Rennen ablieferten, hatten die Trophy-Teams trotz Rundengutschrift keine Chance gegen diese beiden starken Vertreter der Top-Klasse.
Das Finale: Honda Spirit gegen Cinquanta Corse
Finale in Wittgenborn beim 12h-Rennen: Honda Spirit gegen Cinquanta Corse.
Schnell war klar, dass Cinquanta Corse an diesem Wochenende keine Chance zu haben schien. Die #50 fand einfach nicht den Speed, um Honda Spirit zu gefährden.
Aber wie im Fußball schreibt der Pokal auch in der GTC seine eigenen Gesetze.
Das dominierende Team von Honda Spirit schwächelte am Sonntag, bekam technische Probleme und parkte sich für längere Zeit in der Box ein. Auf einmal war Cinquanta Corse wieder rundengleich und hing der #22 an der Stoßstange.
Doch die #22 lief anschließend wieder wie gewohnt, hatte in den letzten Rennstunden keine technischen Probleme mehr und gewann das GTC-Pokalfinale schließlich mit 796 zu 793 Runden.
Damit heißt der erste GTC-Pokalsieger: Honda Spirit!
Ein Format, das angekommen ist
Das Format war ein Volltreffer und alle waren begeistert von diesem zusätzlichen Anreiz in den Langstreckenrennen.
Mit ZAP152 und FaF Racing schafften zwei Trophy-Teams fast die Sensation und verpassten den Einzug ins Finale nur knapp. Genau wie PRS Berlin, die als Cup-Team nur mit viel Pech – einem Rahmenbruch in Oppenrod – den Einzug ins Halbfinale verpassten.
Keine Frage: Der GTC-Pokal wird auch in der nächsten Saison wieder ausgeschrieben.


