WM-Generalprobe in Le Mans: Van Walstijn, Kajak und Fore siegen
Daniel Stell fährt als bester Deutscher in der KZ2 auf Rang neun
Knapp drei Wochen vor dem großen FIA-Wochenende in Le Mans nutzte ein hochkarätiges internationales Starterfeld den Grand Prix Karting zur Generalprobe auf dem 1,4 Kilometer langen Le Mans Karting International Circuit. Vom 17. bis 20. September werden auf gleicher Strecke die Entscheidungen in den Klassen KZ, KZ2 und KZ2 Masters ausgetragen. Entsprechend groß war das Interesse an dem Vorbereitungsrennen, das hinsichtlich Reifen, Reglement und sportlichem Format gezielt an das bevorstehende FIA-Event angelehnt war. Vor allem die KZ2 war mit knapp 100 Fahrerinnen und Fahrern ausgesprochen stark besetzt.
KZ: Van Walstijn dreht das Finale
Schon während der Vorläufe setzte Emilien Denner (Formula K SRP Factory Team) ein Ausrufezeichen. Der Franzose in Diensten des deutschen Teams gewann zwei seiner drei Heats und beendete den weiteren Vorlauf auf Rang zwei. Damit gehörte Denner über das gesamte Wochenende zu den bestimmenden Fahrern und ging auch für die Entscheidung am Sonntag aus einer starken Ausgangslage ins Rennen.
Im Finale setzte Denner seine Vorstellung zunächst fort und übernahm in der ersten Runde die Führung. Doch bereits im zweiten Umlauf schlug Senna Van Walstijn (CPB Sport) zu. Der Niederländer setzte sich an die Spitze und gab diese bis zur Zielflagge nach 21 Runden nicht mehr ab. Dahinter blieb es eng: Viktor Gustafsson (CRG Racing Team) folgte mit lediglich 0,686 Sekunden Rückstand auf Rang zwei, Pedro Hiltbrand (BirelArt Racing) komplettierte das Podium. Denner verpasste als Vierter den Sprung unter die besten Drei um gerade einmal 0,443 Sekunden. Für das deutsche Formula K SRP Factory Team war es dennoch eine starke Standortbestimmung vor dem Saisonhöhepunkt im September.
Finale KZ:
1. Senna Van Walstijn (CPB Sport)
2. Viktor Gustafsson (CRG Racing Team)
3. Pedro Hiltbrand (BirelArt Racing)
KZ2: Kajak beschert Formula K SRP den nächsten Erfolg
Das größte Feld des Wochenendes stellte die KZ2. Knapp 100 Fahrer kämpften um die lediglich 36 Plätze im Finale. Gleich sechs Deutsche nahmen die Herausforderung an: Manuel Kastl (CPB Sport), Robert Kindervater (Formula K SRP Factory Team), Jayden Gushiken (Formula K SRP Factory Team), Daniel Stell (Kartshop Ampfing), Maximilian Schleimer (Tony Kart Racing Team) und Oliver Stadler (Formula K SRP Factory Team).
An der Spitze gehörte Markus Kajak vom deutschen Formula K SRP Factory Team schon während der Vorläufe zu den bestimmenden Fahrern. Auch Elie Goldstein (TBKART Racing Team) und Kimi Tani (LA Motorsport di Nordera Luca) mischten über das Wochenende weit vorne mit. Hinter ihnen entwickelte sich bei den Deutschen ein wechselhafter Kampf um eine gute Position für die Super Heats und das Finale.
Vier deutsche Fahrer standen schließlich im 36-köpfigen Endlauf. Die stärkste Vorstellung lieferte Daniel Stell. Der Kartshop-Ampfing-Pilot behauptete sich in dem international hochkarätig besetzten Feld und überquerte nach 21 Runden als Neunter die Ziellinie. Damit schloss Stell die wichtige WM-Generalprobe als bester Deutscher in den Top-Ten ab. Robert Kindervater brachte sein Kart für Formula K SRP auf Rang 17 ins Ziel, Teamkollege Oliver Stadler folgte auf Position 22. Maximilian Schleimer schied dagegen vorzeitig aus.
An der Spitze entwickelte sich derweil ein spannendes Finale. Elie Goldstein erwischte den besseren Beginn und führte die ersten zehn Runden. Ab Runde elf übernahm Markus Kajak das Kommando. Der Este setzte sich anschließend deutlich ab und gewann nach 21 Runden mit 4,376 Sekunden Vorsprung vor Goldstein. Matheus Morgatto (CPB Sport) komplettierte das Podium.
Finale KZ2:
1. Markus Kajak (Formula K SRP Factory Team)
2. Elie Goldstein (TBKART Racing Team)
3. Matheus Morgatto (CPB Sport)
KZ2 Masters: Formula K SRP triumphiert mit Davide Fore
Auch die KZ2 Masters war mit 56 Fahrern international stark besetzt. Aus deutscher Sicht trat Marco Pislor (Erre Esse Motorsport) an. Für ihn endete die WM-Generalprobe jedoch vor dem Finale. Nach den Heats und Super Heats lag Pislor außerhalb der 36 Positionen, die zum Start im Endlauf berechtigten.
Umso größer war der Erfolg aus deutscher Teamsicht. Der mehrfache Weltmeister Davide Fore trat für das deutsche Formula K SRP Factory Team an und bestimmte das Finale von Anfang bis Ende. Der Italiener übernahm beim Start die Spitze und führte bis ins Ziel nach 21 Runden. Nach einer kontrollierten Vorstellung gewann Fore mit 0,818 Sekunden Vorsprung vor Angelo Lombardo (Maranello Kart). Anthony Abbasse (CPB Sport) folgte weitere 1,270 Sekunden dahinter als Dritter.
Formula K SRP unterstrich seine starke Vorstellung mit gleich zwei weiteren Top-Ten-Ergebnissen: Der Niederländer Joey Hanssen wurde Fünfter, der Däne Michael Faurschou belegte Platz neun. Damit brachte das deutsche Team drei seiner Fahrer unter die besten Neun und setzte wenige Wochen vor dem wichtigsten Rennen des Jahres ein deutliches Ausrufezeichen.
Finale KZ2 Masters:
1. Davide Fore (Formula K SRP Factory Team)
2. Angelo Lombardo (Maranello Kart)
3. Anthony Abbasse (CPB Sport)
Nach der Generalprobe richtet sich der Blick nun endgültig auf den Saisonhöhepunkt in Le Mans. Bereits vom 17. bis 20. September kehrt die internationale Schaltkart-Elite auf die französische Traditionsstrecke zurück. Dann geht es nicht mehr um die Vorbereitung, sondern um die wichtigsten Titel des Jahres. Die Erkenntnisse aus dem Grand Prix Karting dürften für Fahrer und Teams entsprechend wertvoll sein und mit Daniel Stell in den KZ2-Top-Ten sowie den beiden Siegen von Formula K SRP gab es bereits bei der Generalprobe deutliche deutsche Akzente.


