12. Mai 2016, 23:22 | Autor: Markus Lehner

Ende April startete in Pavia bei Mailand die Schweizer Kart-Meisterschaft in die Saison 2016. Jetzt geht es am 21./22. Mai auf heimischen Boden in Lignières im Kanton Neuchâtel in die zweite von sechs Runden. Die fünf Klassen werden am Sonntag je drei Rennläufe bestreiten, die Zuschauer werden auf dem perfekt einsehbaren Gelände nicht weniger als fünf Zeittrainings und insgesamt 15 spannende Rennen verfolgen können. Als Gäste werden auch einige Stars aus der internationalen Auto-Rennszene erwartet.

Der zweite der sechs SKM-Meisterschaftsläufe wird auf Schweizer Boden bestritten werden. Das für Kart-Rennen hervorragend geeignete, viel Sicherheit bietende TCS-Trainingsgelände in Lignières/NE (auf dem Plateau de Diesse unterhalb des Chasseral) wird die Kart-SM gleich zwei Mal beherbergen – jetzt am 21./22. Mai wird die schnelle Piste im Gegenuhrzeigersinn befahren, am zweiten Meeting am 17./18. September hingegen im Uhrzeigersinn! Die zweite Veranstaltung im Herbst wird gleichzeitig das Finale der diesjährigen Meisterschaft bilden.

Lignières ist mit dem Auto bequem erreichbar. Von Biel aus beträgt die Fahrzeit nur eine halbe Stunde, von Bern aus dauert’s auch weniger als eine Stunde.

Lignières: Ein Herz für Fans und Zuschauer

Das TCS-Trainingsgelände in Lignières bietet mit seiner professionellen Infrastruktur einen optimalen Rahmen für die Fahrer und Teams. Auch die Fans und Zuschauer kommen auf ihre Rechnung: Dank den überhöhten Böschungen rund um das Areal können sie die komplette Strecke einsehen und das Kart-Spektakel aus nächster Nähe mitverfolgen. Hinzu kommt, dass das TCS-Trainingsgelände hoch auf dem Plateau de Diesse in einer wunderschönen, naturnahen Umgebung liegt und sich für Spaziergänge – etwa während der Mittagspause – geradezu anbietet.

SKM-Mitorganisator Roland Sprecher freut sich auf den Event im eigenen Land: „Für die Angehörigen und Fans der Fahrer sind An- und Rückreisewege kurz, sodass wir mit mehr Zuschauern rechnen dürfen als bei Veranstaltungen im Ausland. Umso mehr, wenn das Wetter mitspielt und frühlingshafte Verhältnisse herrschen. Lignières eignet sich für Motorport-Fans perfekt für einen unterhaltsamen, bezüglich An- und Rückfahrt stressfreien Sonntagsausflug. Wir wollen den hoffentlich zahlreichen Besuchern, die übrigens keinen Eintritt bezahlen müssen, nicht nur guten Sport bieten, sondern ihnen auch den attraktiven Kartsport erklären und näherbringen. Deshalb ist das Fahrerlager, abgesehen vom Parc Fermé, frei zugänglich und wir haben erstmals einen professionellen Speaker und Moderator engagiert. So sind die Zuschauer immer über das Geschehen informiert und werden in den Pausen zwischen den Rennen mit Hintergrundinformationen und Interviews beliefert.“

Sonntag, 22. Mai: Volles Programm!

Die fünf Klassen – KZ2-Schaltkarts, OK Senior, Iame X30 Challenge Switzerland, Iame X30 Junior und Supermini (Jugendklasse) – werden am Sonntag je fünf Zeittrainings und drei Rennläufe ausfahren; das Sonntagsprogramm umfasst also nicht weniger als 15 Rennläufe zwischen zehn und zwanzig Minuten.

– KZ2-Königsklasse: Hökfelt, Reinhard oder Vindice? Bei den mit sechs Gängen ausgerüsteten und bis zu 54 PS starken KZ2-Karts, der Königsklasse im Kart-Sport, waren Paul Hökfelt (CRG), André Reinhard (Tony Kart) und Loic Vindice (Praga) beim Saisonstart in Pavia die Schnellsten. Mit Isabelle von Lerber (Swiss Hutless) und Fabienne Wohlwend (DR) waren auch zwei schnelle Damen in den Top-10 klassiert! In der leistungsmässig extrem dicht beieinanderliegenden KZ2-Klasse ist immer mit viel „Action“ und auch Überraschungen zu rechnen.

– Iame X30 Challenge Switzerland: Näscher oder Mazou? Titelfavorit Patrick Näscher (Tony Kart), der beim Saisonstart in Pavia die Vorläufe dominiert hatte, im Finale aber nach einer Massenkarambolage ausfiel, sinnt auf Revanche und will die verlorenen Punkte im Kampf um die Meisterschaft in Lignières aufholen. Punkteleader Hicham Mazou (Kosmic) wird damit aber nicht widerstandslos einverstanden sein. Auch in dieser Klasse ist mit Ramona Jetzer (Kosmic, Platz 3 in Pavia) eine schnelle Kart-Lady dabei.

– Iame X30 Junior: Mike Müller oder…. ? Die X30-Junioren-Klasse wurde in Pavia vom letztjährigen Supermini-Meister Mike Müller (Swiss Hutless) dominiert. Er gewann beide Vorläufe und das Finale klar. Er wird auch in Lignières das Massstab für die Gegner in dieser Klasse sein.

– OK-Senior: Erster Sieg für Auto-Star Fabio Leimer? Die 2016 neu lancierte Serie soll mittelfristig als Sprungbrett für Fahrer dienen, die eine internationale Karriere anstreben. Beim Debüt in Pavia war mit Fabio Leimer (27, Mach1) ein international bekannter Auto-Rennfahrer, am Start. Leimer war in früheren Jahren drei Mal Schweizer Kart-Meister und will nach Möglichkeit 2016 eine komplette Kart-Saison fahren. In Pavia wurde Leimer Dritter hinter Samuel Weibel (Exprit) und Yannik Klaey (Kosmik).

– Super Mini: Fagone – oder Sperandio, Lugassy und Lagrotteria? Bei den Talenten für die Zukunft (ab 8 Jahren) dominierte Alessio Fagone (Exprit) in Pavia. Doch Elio Sperandio (Praga), Antonio Lagrotteria (Exprit) und Shannon Lugassy (Kosmik) lagen nicht weit zurück. Auf der schnellen Strecke in Lignières dürfte in dieser Klasse mit den 12 bis 15 PS starken 60-ccm-Motörchen die Technik eine wichtige Rolle spielen.