20. Februar 2020, 21:00 | Autor: Timo Deck

Valier Motorsport beendete am vergangenen Wochenende (14. bis 16. Februar 2020) die Winterpause. Mit dem prestigeträchtigen Winter Cup in Lonato (IT) stand das erste große Kräftemessen auf dem Plan. Dabei stellte die mittlerweile 25. Auflage des Kartsport-Klassikers eine wahre Herausforderung dar. Zahlreiche Werkteams und die absolute europäische Kart-Elite mit über 300 Fahrerinnen und Fahrern tummelten sich auf dem South Garda Circuit. Valier Motorsport schickte drei Piloten ins traditionsreiche Rennen, konnte zwar am Ende aber kein zählbares Ergebnis einfahren, dafür aber wichtige Erfahung sammeln.

Teamneuzugang Leon Taylor Primm schlug sich bei seinem ersten großen Auftritt im Feld der OK Junioren wacker. Der letztjährige Bambini-Pilot rangierte im Zeittraining noch im Hinterfeld, konnte sich in den vier Heats dann aber steigern. Auch wenn es am Ende nicht für die Qualifikation in die Finalrunde reichte, konnte der Youngster wichtige Erkenntnisse mitnehmen.

Auch sein älterer Bruder Simon Connor Primm stand beim Winter Cup vor neuen Aufgaben: Er trat erstmals in der Schlatkart-Klasse an. Nach einem verhaltenen Qualifying konnte auch er sich in den Vorläufen stetig verbessern. Er verpasste zwar den Einzug ins Finale, markierte dafür zum Schluss respektable Rundenzeiten im hart umkämpften Feld der Routiniers.

Einen guten Job machte Leandro Anderutti in der OK-Klasse. Auch wenn es im Zeittraining mit Platz 24 noch nicht ganz rund lief, drehte der KR-Pilot in den Heats kräftig auf und überzeugte unter anderem mit einem vierten und einem achten Rang. Leider schied er im entscheidenden Super Heat vorzeitig aus und musste trotz absolutem Spitzen-Speed die Hoffnungen auf das Finale begraben.

„Da alle drei Piloten neu im Team sind, sind wir von Beginn an mit realistischen Ansprüchen angetreten. Uns war es wichtig, dass man sich aufeinander einspielt und so war der Winter Cup als Testwochenende für uns gedacht. Bei der enormen Konkurrenz wäre es auch vermessen gewesen, mit zu hohen Zielen an den Start zu gehen. Ich bin am Ende aber durchaus zufrieden. Anderutti hat gezeigt, dass das Material funktioniert und die Rundenzeiten auf Top-Niveau sind. Die beiden Primm-Brüder haben sich beachtlich geschlagen, wenn man bedenkt, dass beide einen markanten Klassenwechsel vollzogen haben. Sie haben viel gelernt, worauf sie nun aufbauen können. Ein Dank gilt an dieser Stelle unseren Technikpartner Ravenol, FAE Engines und Kart Repuplic by Dörr Motorsport”, fasst Teamchef Klaus Valier zusammen.