Miron und Baglin krönen sich in Sarno zu CotF-Champions

Luke Kornder bei Ward-Racing-Debüt auf Rang 17 im OK-Finale

13. September 2026, 22:10
Autor: Fast-Media | Björn Niemann | Bilderquelle: RGMMC
Miron und Baglin krönen sich in Sarno zu CotF-Champions

Fünf Veranstaltungen, zehn Finals und zwei neue Champions: Auf dem 1.670 Meter langen Circuito Internazionale Napoli in Sarno fiel am Wochenende die Entscheidung in der Champions of the Future Euro Series 2026. Bei den heißesten Bedingungen der bisherigen Saison lieferten die Felder der OK Junior und OK noch einmal turbulente Rennen. Am Ende machten Daniel Miron Lorente und Noah Baglin mit Finalsiegen gleichzeitig ihre Meistertitel perfekt. Aus deutscher Sicht war Luke Kornder in der OK-Klasse vertreten und zeigte bei seinem ersten Einsatz für Ward Racing eine solide Vorstellung.

Miron entscheidet Dreikampf in der OK Junior

Bereits das Zeittraining der Junioren sorgte für erste Überraschungen. Viele Fahrer absolvierten lediglich zwei schnelle Runden, wodurch unter anderem Henri Constant-Kumpen und Oskari Walle ohne gewertete Zeit blieben. Leonardo Gorski, Will Green und Jarlath Sayer sicherten sich jeweils die Bestzeit ihrer Gruppe.

In den anschließenden Heats entwickelte sich Daniel Miron Lorente immer mehr zum bestimmenden Fahrer. Der Spanier gewann drei seiner Vorläufe, während Antonio Pizzonia, Will Green und Jarlath Sayer in den übrigen Rennen die Siege unter sich aufteilten. Damit arbeitete sich Miron nicht nur in eine hervorragende Ausgangslage für die entscheidenden Rennen, sondern auch im Titelkampf weiter nach vorne.

Vor den Superheats gingen Miron und Mercedes-Junior Niccolò Perico von den Pole-Positions ins Rennen. Die Siege holten jedoch Sayer und Green. Gleichzeitig verschoben sich die Kräfteverhältnisse in der Meisterschaft: Miron zog vor dem Finale an Priam Bruno vorbei und übernahm die Gesamtführung. Zusätzlich sicherte er sich die Pole-Position für den entscheidenden Endlauf.

Dort ließ Miron zunächst nichts anbrennen und setzte sich an der Spitze ab. Doch Jarlath Sayer fand zunehmend seinen Rhythmus und verkürzte den Rückstand deutlich. Eine mögliche Entscheidung im direkten Duell blieb jedoch aus: Ein Motorschaden in Kurve eins beendete Sayers starke Fahrt abrupt. Dahinter entwickelte sich ein turbulentes Rennen mit mehreren Zwischenfällen und zahlreichen Ausfällen.

Miron hielt sich aus allen Problemen heraus und brachte seinen Vorsprung sicher ins Ziel. Will Green folgte auf Rang zwei, während Julian Frasnelli als Dritter zum Saisonabschluss noch einmal auf das Podium zurückkehrte. Mit dem Finalsieg machte Miron gleichzeitig den Titelgewinn perfekt und folgt damit auf Noah Baglin, der die Juniorenwertung 2025 für sich entschied.

Baglin bleibt cool und holt zweiten Titel

Auch in der OK-Klasse ging es beim Finale noch um alles. Noah Baglin, Zac Drummond und Benjamin Manach reisten als die drei großen Titelkandidaten nach Sarno.

Im Qualifying setzten zunächst Lev Krutoholov und Bruno Blanco mit ihren ersten Gruppenbestzeiten der Saison Akzente. Die schnellste Zeit aller drei Gruppen ging jedoch an Baglin, der damit bereits früh seine Ambitionen unterstrich.

In den Heats wandelten alle drei Fahrer ihre Pole-Positions in Siege um. Krutoholov musste allerdings nach einer Kollision mit Benjamin Manach in der ersten Kurve seines zweiten Heats einen Rückschlag verkraften. Baglin blieb dagegen auch im weiteren Verlauf konstant an der Spitze.

Die Superheats wurden schließlich von den KR-Motorsport-Teamkollegen Baglin und Bruno Blanco bestimmt. Blanco zeigte zum Saisonabschluss seine bis dahin stärkste Performance des Jahres und eroberte die Pole-Position für das Finale. Baglin komplettierte die erste Startreihe und ging gleichzeitig mit einer komfortablen Ausgangslage in den letzten Lauf der Saison. Hinter ihm schob sich Benjamin Manach in der Meisterschaft noch vor Zac Drummond auf Rang zwei.

Im Finale übernahm zunächst Blanco die Spitze, verlor im weiteren Verlauf jedoch Position um Position und fiel bis auf Rang zehn zurück. Baglin übernahm das Kommando und lieferte sich an der Spitze einen intensiven Kampf mit Henry Domain. Der Brite behielt die Nerven, setzte sich durch und überquerte als Sieger die Ziellinie.

Domain kam zunächst als Zweiter ins Ziel, wurde wegen einer Frontspoilerstrafe aber auf Rang sieben zurückversetzt. Dadurch rückte Lev Krutoholov auf Platz zwei vor und beendete seine Saison wie schon beim Auftakt auf dem Podium. Filippo Sala komplettierte als Dritter das Podest und bescherte Birel ART Racing das beste Saisonresultat.

Für Baglin bedeutete der Sieg gleichzeitig den zweiten Champions-of-the-Future-Titel in Folge. Nach seinem Triumph in der OK Junior 2025 setzte er sich nun auch in der OK-Klasse durch. Benjamin Manach beendete die Meisterschaft als Zweiter, Zac Drummond sicherte sich nach einer Aufholjagd von Startplatz 24 auf Rang 16 im Finale den dritten Gesamtrang.

Aus deutscher Sicht richteten sich die Blicke in der OK-Klasse auf Luke Kornder. Der Deutsche trat in Sarno erstmals für Ward Racing an. Als 20. qualifizierte er sich für den entscheidenden Lauf und arbeitete sich dort noch um drei Positionen nach vorne. Auf Rang 17 sah er schließlich die Zielflagge und beendete damit sein erstes Rennwochenende für das schwedische Traditionsteam mit einer soliden Vorstellung.