6. Mai 2014, 16:47 | Autor: Fast-Media - Björn Niemann

Eine Platzierung in den Top-Ten war die Zielsetzung von Max Hesse für sein Debüt in der Deutschen Junioren Kart Meisterschaft am vergangenen Wochenende in Ampfing. Doch am Ende sollte alles anders kommen. Der Youngster war bester deutscher Fahrer und stand als sensationeller Dritter auf dem Siegerpodium.

In Ampfing hieß es für den Förderpiloten der ADAC Stiftung Sport „Back to the roots“. Vor sieben Jahren fuhr Max auf dem 1.060 Meter langen Kurs sein erstes Kartrennen und stand prompt auf dem Siegerpodest. Für den Auftakt der Deutschen Kart Meisterschaft war die Erwartungshaltung jedoch deutlich geringer. Unter den 40 Junioren waren Top-Talente aus Europa, Asien und Amerika. „Ich bin glücklich, wenn wir am Sonntagabend unter den besten Zehn landen“, Max verhalten.

Am Rennsamstag präsentierte sich das Wetter von seiner schlechten Seite. Kalte Temperaturen und Regen forderten die Piloten heraus. Mit Position 18 nach dem Zeittraining war Max sehr unzufrieden. In den Vorläufen zeigte er aber sein fahrerisches Talent und überquerte den Zielstrich jeweils als Achter. Nach Addition der Rennen sprang somit Startplatz elf für das erste Finale heraus. „Die Rennen verliefen wirklich gut. Ich habe versucht mich aus allen Rangeleien herauszuhalten und freue mich auf morgen“, fasste der Birel-Pilot die Geschehnisse zusammen.

Pünktlich zu den Finals zeigte auch der Wettergott sein Motorsportherz – Sonnenschein sorgte für beste Bedingungen. Im ersten Durchgang lieferte sich Max heiße Kämpfte und beendete das Rennen mit einem unglaublichen Fotofinish. Vier Fahrer fuhren nebeneinander über den Zielstrich. Als Achter durfte Max seine ersten Meisterschaftspunkte und die schnellste Rennrunde auf seinem Konto verbuchen. „Was für ein Finale“, strahlte er im Ziel.

Der zweite Durchgang brachte eine weitere Steigung. Mit einem gelungenen Start fuhr der junge Wernauer an seinen Gegner vorbei und etablierte sich auf dem dritten Rang. „Ich war zu Beginn schneller als der Zweite, fand aber keine Lücke ohne Risiko vorbei  zu gehen“, erklärte Max. Im Ziel war die Freude groß. Bei seinem ersten Rennen in der Deutschen Junioren Kart Meisterschaft stand der Rookie auf dem Siegerpodium und belegt nun Rang fünf in der Gesamtwertung. „Das hätte ich mir nicht erträumt“, strahlte er am Abend. „Ein großer Dank an meine Sponsoren, besonders Phoenix Racing und der ADAC Stiftung Sport.“

In zwei Wochen sitzt Max wieder im Kart. Dann startet er beim Auftakt des ADAC Kart Masters auf dem Hunsrückring/Hahn. Nach dem Vizetitel in 2013, gehört er dort zu den Favoriten.