19. Juli 2016, 15:09 | Autor: Fast-Media - Christian A. Hoch

Rookie wird Dritter im Qualifying

„Die internationale Härte an diesem Wochenende ist ausgeprägter als sonst“, befand Luca Maisch im Nachhinein. Zum dritten Lauf der Deutschen Junioren Kart Meisterschaft reiste der Rookie nach Genk und duellierte sich mit den besten Junior-Piloten in Europa. Der Neustettener zeigte keinerlei Zurückhaltung und raste gleich im Zeittraining auf den hervorragenden dritten Platz.

Mit dem „Titel“ des Halbzeitmeisters im ADAC Kart Masters und als zweitbester Deutscher in der höchsten Kartrennserie Deutschlands begab sich Luca Maisch vom CRG TB Racing-Team auf den Weg von Neustetten nach Genk. „Ich freue mich riesig auf die Strecke und das Umfeld – das ist schon immer etwas ganz besonderes“, blickte er dem Event in Belgien entgegen.

Am Samstag zierten graue Wolken den Himmel, vor der Freigabe des Zeittrainings setzte ein kleiner Regenschauer ein. „Zum Glück blieb dann aber alles trocken“, so Luca erleichtert. Sein Team hatte offenbar die richtigen Einstellungen vorgenommen. Der Förderpilot des ADAC Württemberg e.V. legte im Qualifying eine Top-Zeit nach der anderen hin und Schloss die Session als toller Dritter im 64 Mann starken Feld ab. „Ich habe mich sehr wohl in meinem CRG-Kart gefühlt, die Pace und die Abstimmung waren einfach spitze“, jubelte der 13 Jahre alte Nachwuchsfahrer.

In seinem Rookie-Jahr wollte Luca dann natürlich weiter für Furore sorgen. Im ersten von insgesamt drei Heats beklagte Luca jedoch einen Ausfall. Die beiden weiteren Läufe verliefen hingegen deutlich besser. Im zweiten Durchgang sah er das Ziel als Zehnter. Den letzten Vorlauf ging der ehrgeizige Neustettener dann nochmal mit voller Konzentration an. Die couragierte Leistung wurde mit dem sechsten Platz belohnt.

„Schade, dass es jetzt erst mal nur zu Rang 24 gereicht hat, denn mein Speed hat immer gepasst. Dennoch freue ich mich natürlich über die direkte Qualifikation für die Wertungsläufe am Sonntag“, blickte Luca voller Vorfreude auf die Rennen.

Im ersten Durchgang aber zeigte sich, wie schwer es ist in solch einem starken Feld nach vorne zu fahren. „Da ist es richtig eng auf der Strecke. Es ist schwer den richtigen Moment zum Überholen zu finden“, erklärte Maisch. Er fand diesen zumindest dreimal und bekleidete am Ende Position 21. „Damit bin ich nicht ganz zufrieden, ich kam einfach nicht so richtig nach vorne. Jetzt versuche ich das im letzten Rennen besser zu machen“, äußerte sich der Schützling von CRG TB Racing.

Zu Beginn des letzten Finals war der Förderpilot des ADAC Württemberg e.V. sehr gut unterwegs. „Ich lag zwischenzeitlich auf dem 13. Rang“, gab Luca an. „Jedoch irgendwie passend zum Wochenende fehlte mir das Rennglück und ich hatte einen Plattfuß. So hatte ich mir das Ende der Veranstaltung natürlich nicht gewünscht“, ärgerte er sich.

„Insgesamt denke ich aber, dass wir uns super präsentiert und uns konkurrenzfähig gezeigt haben. Dieses Jahr ist für mich wichtig zum Lernen, da gehören solche Erfahrungen einfach dazu. Ich werde die richtigen Schlüsse ziehen, um im nächsten Jahr voll anzugreifen“, fasste der selbstbewusste Nachwuchsfahrer zusammen.

Nun richtet sich sein voller Fokus auf das ADAC Kart Masters. „In Oschersleben möchte ich wieder um den Sieg mitfahren und wichtige Punkte sammeln“, blickte Maisch auf den nächsten Lauf der stärksten Kartrennserie in Deutschland vom 6.-7. August. Mit einem Sieg könnte Luca bereits für eine Vorentscheidung in Sachen Titelkampf sorgen. „Soweit denke ich aber noch nicht“, blieb er gelassen.