26. September 2016, 16:58 | Autor: Fast-Media - Christian A. Hoch

Rekener überzeugt als einer der Schnellsten in Kerpen

„Alles auf eine Karte – und zwar der Sieg“, rief Luca Lippkau die ambitionierte Zielrichtung vor dem Finale der Deutschen Kart Meisterschaft in Kerpen aus. Seine Debütsaison bei den Senioren endete mit einem Erfolgserlebnis. Zunächst machte ihm eine Kollision einen Strich durch die Rechnung, doch dann überzeugte Luca durch große Willenskraft und belohnte sich dank einer tollen Aufholjagd mit einem Platz in den Pokalrängen.

Die Rahmenbedingungen für den ersten Sieg in der höchsten Kartrennserie Deutschlands stimmten. „Es ist meine Heimstrecke, ich fühle mich auf dieser traditionsreichen Piste pudelwohl. Noch dazu ist das Wetter einfach toll – ich habe ein sehr gutes Gefühl“, freute sich Luca auf das Saisonfinale in Kerpen.

Mit eben dieser Zuversicht und positiven Einstellung startete der Förderpilot des ADAC Westfalen e.V. dann furios in das Event auf dem Erftlandring. Entlang der vollen Zuschauerränge raste Luca gleich im Zeittraining auf Platz sechs und verbesserte sich in den beiden Heats jeweils auf den fünften Rang, von wo aus es dann auch in das vorletzte Rennen der Saison ging.

„Die Anspannung steigt minütlich. Ich bin total fokussiert und hochmotiviert alles zu geben“, so der CRG TB Racing Team-Pilot im Rahmen der Vorbereitung auf das erste von zwei Rennen. Dort setzte sich der 16 Jahre alte Rekener zu Beginn hervorragend gegenüber der Weltelite des Kartsports durch und kämpfte um den Sieg. Nach einem Überholmanöver des Westfalen kam es jedoch zu einer äußerst bitteren Kollision, die Luca um seinen aller ersten Sieg bei den Senioren in der höchsten Kartrennserie Deutschlands brachte. „Es hätte alles funktioniert, ich war der Schnellste auf der Strecke und hatte ein super Gefühl. Ich bin mir sicher, dass ich ohne den Unfall gewonnen hätte“, ärgerte sich Luca.

Viel Zeit zum Hadern blieb dem gebürtigen Recklinghäuser jedoch nicht: „Im zweiten Lauf geht es jetzt nochmal um einen versöhnlichen Abschluss“, gab er zu Protokoll. Trotz des Negativerlebnisses mobilisierte Luca seine letzten Kräfte und rollte das Feld von hinten auf. Als schnellster Fahrer im Feld lieferte er eine beeindruckende Aufholjagd ab und kam auf dem fünften Rang ins Ziel. Damit bescherte er sich zum Saisonfinish nochmal einen Siegerpokal.

„Auch jetzt war ich wieder einer der Schnellsten im Feld. Es freut mich zu sehen, dass wir uns als Team und ich als Fahrer kontinuierlich steigern. Ich bin insgesamt sehr zufrieden, weiß aber durchaus auch, dass ich noch mehr kann. Ein großer Dank an mein Team und meinen Mechaniker Julian“, fasste Luca zusammen. Seine erste Saison in der Deutschen Kart Meisterschaft schloss er als Zehnter ab.

In den kommenden Wochen arbeitet Luca an einem Programm für 2017: „Mein Ziel ist der Aufstieg in die Formel 4. Ich hatte vor wenigen Tagen erste Testfahrten und freue mich auf diese Herausforderung. Natürlich ist solch ein Engagement nicht ohne starke Partner und Förderer möglich.“