15. Juni 2015, 20:37 | Autor: Niklas Krütten

Für den jungen Kartracer Niklas Krütten ging es an diesem Wochenende beim zweiten Lauf zur Deutschen Kart Meisterschaft im belgischen Genk wieder ums Ganze. Beim Saisonauftakt in Wackersdorf lag ein Sieg in greifbarer Nähe und in Genk zeigte der erst 12-Jährige erneut seine aufsteigende Leistung. Doch technische Probleme und viel Pech führten zu einem insgesamt schwierigen Wochenende.

Mit einem vierten Platz in der Qualifikationsgruppe der DKM Junior-Kategorie hatte Niklas einen guten Start in das Wochenende und schaffte schließlich Platz acht in der Gesamtqualifikation. Somit ging es von Platz fünf aus in die Vorläufe für die Rennen am Sonntag. „Ich war echt happy mit dem vierten Platz, denn es hatte kurz vor unserem Zeittraining stark geregnet und ich habe meine beste Rundenzeit auf der langsam abtrocknenden Strecke fahren können“, so Niklas nach den Zeittrainings. „In meiner Quali-Gruppe fehlten mir gerade einmal 0,2 Sekunden auf die Bestzeit.“

Nach den Qualifikationen wurde das Fahrerfeld mit insgesamt 31 Piloten in drei Gruppen aufgeteilt um die Vorläufe für die Rennen zu bestreiten. Im ersten Lauf konnte Niklas schon früh den vierten Platz für sich behaupten, doch im karttypischen Positionsgerangel viel er auf Platz 13 zurück. Bis zum Zieleinlauf hatte sich der junge Wilde wieder bis auf den neunten Platz vorgekämpft, was aber nach der guten Startposition nicht das erhoffte Ergebnis war.

Auch der zweite Lauf brachte aufgrund technischer Probleme am Motor nicht das angestrebte Resultat. Niklas´ Rundenzeiten waren rund 1,5 Sekunde langsamer als die Spitze und somit musste er sich mit einem undankbaren 15ten Platz zufrieden geben. Am Ende resultierte daraus ein 14. Startplatz für die Rennen am Sonntag.

Für den jungen Trierer startete der Sonntagmorgen mit einem guten fünften Platz im Warm-Up vielversprechend, nachdem über Nacht das Problem am Motor behoben wurde. Beim ersten Rennen am Sonntag über 15 Runden machte Niklas bereits beim Start fünf Plätze gut. Doch während packender Zweikämpfe kam Niklas von der Fahrbahn und verlor dabei wertvolle Positionen. Nach dem Ausritt fand Niklas nur langsam zu seinem gewohnten Rhythmus zurück und beendete das Rennen immerhin noch an 17ter Position.

Im zweiten Finallauf am Sonntag hatte der junge Trierer einen fulminanten Start und fuhr unmittelbar nach dem Start in die Top-10. Über weite Strecken glänzte er mit den kontinuierlich schnellsten Rennrunden und behauptete sich über 14 Runden in der Verfolgergruppe hinter der Spitze. In einem Herzschlagfinale setze er in der allerletzten Kurve noch einmal einen Angriff und wurde von seinem vorausfahrenden Kontrahenten unsanft von der Strecke abgedrängt, konnte am Ende aber Platz 14 behaupten.

„Ich habe an diesem Wochenende alles gegeben“, so Niklas. „der Speed für eine Spitzenposition war da. Die technischen Probleme am Samstag und die ein oder andere unglückliche Situation in den Rennen am Sonntag verhinderten die Ergebnisse, die ich mir gewünscht habe. Wir konnten dennoch unser Potential unter Beweis stellen und am Ende ein paar wichtige Punkte mit nach Hause nehmen.“