Dörr Motorsport feierte dritten OK-N Junior-Sieg in Folge

21. Juli 2026, 11:00
Autor: Björn Niemann | Bilderquelle: Fast-Media | Björn Niemann - Max Dienert
Dörr Motorsport feierte dritten OK-N Junior-Sieg in Folge
  • Henri Möhring bleibt ungeschlagen und baut seine Meisterschaftsführung aus 
  • Lias Erbersdobler kämpft in der OK-N erneut in der Spitzengruppe 
  • Starke Entwicklung im gesamten Team 

Dörr Motorsport lieferte bei der Saisonhalbzeit der Deutschen Kart-Meisterschaft auf dem Schweppermannring in Ampfing erneut eine starke Vorstellung ab. Bei der dritten von fünf Veranstaltungen trat die Mannschaft aus Frankfurt am Main mit sieben Fahrern in den Klassen OK-N Junior, OK-N und KZ2 Cup an. Das herausragende Ergebnis lieferte Henri Möhring, der mit einem perfekten Wochenende seinen dritten Finalsieg im dritten Saisonlauf feierte und die Führung in der Meisterschaft weiter ausbaute. 

135 Fahrerinnen und Fahrer aus 20 Nationen sorgten auf der 1,063 Kilometer langen Strecke für ein starkes internationales Feld. Während Freitag und Samstag bei viel Sonne und warmen Temperaturen weitgehend konstante Bedingungen herrschten, brachte ein Gewitter am Sonntagmorgen Regen. Die Super Heats fanden deshalb auf nasser beziehungsweise abtrocknender Strecke statt. Zu den Finals war der Asphalt wieder vollständig trocken. 

Henri Möhring gab in der OK-N Junior von Beginn an das Tempo vor. Der Förderpilot des Motorsport Team Germany setzte im Zeittraining mit 43,203 Sekunden die Bestzeit und gewann anschließend beide Heats inklusive der jeweils schnellsten Rennrunde. Damit führte er das Ranking nach den Vorläufen mit der maximal möglichen Ausbeute an. 

Auch die schwierigen Bedingungen am Sonntagmorgen brachten den Dörr-Piloten nicht aus dem Rhythmus. Möhring gewann den Super Heat und sicherte sich damit die Pole-Position für das Finale. Dort verlief die Startphase zunächst jedoch nicht nach Plan. Der Meisterschaftsführenden fiel Rang drei zurück. Möhring ließ sich davon aber nicht beeindrucken, schloss die Lücke zu den beiden Führenden und arbeitete sich kontrolliert wieder nach vorne. Acht Runden vor dem Ende übernahm er erneut die Spitze und setzte sich anschließend leicht von seinen Verfolgern ab. Neben dem Finalsieg ging auch die schnellste Rennrunde an ihn. Mit dem dritten Erfolg in Folge baute Möhring seine Meisterschaftsführung auf 296 Punkte aus. Sein Vorsprung beträgt zur Saisonhalbzeit bereits 66 Zähler. 

Auch Stavros Tsotsos Francia zeigte erneut eine konkurrenzfähige Pace. Nach Platz 13 im Zeittraining war er in den Heats mehrfach gut unterwegs, wurde jedoch in beiden Rennen durch Zeitstrafen zurückgeworfen. Dadurch musste er den Sonntag aus dem Verfolgerfeld in Angriff nehmen. Im Super Heat arbeitete er sich auf Rang 14 nach vorne und verbesserte seine Ausgangslage für das Finale. Von Startplatz 18 kämpfte sich Tsotsos Francia im Endlauf weiter durch das Feld. Eine zusätzliche Fünf-Sekunden-Strafe wegen des ausgelösten Frontspoilers verhinderte jedoch erneut ein besseres Ergebnis. Am Ende wurde er als 14. gewertet. Das Resultat spiegelte damit nur bedingt die Geschwindigkeit wider, die er über das Wochenende gezeigt hatte. 

Maximilian Waitzinger setzte seine positive Entwicklung bei seinem zweiten Rennwochenende für Dörr Motorsport weiter fort. Nach Platz 26 im Zeittraining verbesserte er sich während aller Rennen und schloss das Finale als 21. ab. Besonders der weiter verringerte Abstand zur Spitze sowie die gesammelte Erfahrung sorgten für ein positives Fazit. 

In der OK-N war Lias Erbersdobler erneut der stärkste Fahrer des Teams. Schon im Zeittraining gehörte er als Fünfter zur Spitzengruppe. Nach den Plätzen neun und fünf in den Heats lag er weiterhin in Schlagdistanz zu den vorderen Positionen. Auch auf der schwierigen Strecke am Sonntagmorgen blieb Erbersdobler fehlerfrei und beendete den Super Heat auf Rang sechs. Im Finale mischte er erneut im erweiterten Kampf um die Top-Fünf mit und überquerte die Ziellinie als Sechster. Damit bestätigte er seine konstant starke Form und liegt in der Meisterschaft auf Platz fünf, punktgleich mit dem Viertplatzierten. 

Julius Berthold musste nach Platz 18 im Zeittraining zunächst einen schwierigen ersten Heat verkraften. Doch im zweiten Vorlauf gelang ihm bereits eine Steigerung. Auch am Sonntag setzte er den positiven Trend fort. Vom 20. Startplatz machte Berthold im Finale fünf Positionen gut und fuhr bis auf Rang 15 nach vorne. Für Maximilian Engelstädter wurde das Wochenende dagegen immer wieder durch Strafen beeinflusst. Nach den Plätzen 16 und 21 in den Heats erhielt er im Super Heat insgesamt zehn Strafsekunden. Eine weitere Frontspoilerstrafe im Finale warf ihn in der Wertung bis auf Rang 25 zurück. Dadurch blieb auch bei ihm das Endergebnis hinter der vorhandenen Pace zurück. 

Im KZ2 Cup stellte sich Marcel Ernst dem mit 45 Fahrern größten Feld des Wochenendes. Nach Platz 35 im Zeittraining arbeitete er sich in den drei Heats mit den Positionen 14, 14 und elf deutlich nach vorne. Zwei Frontspoilerstrafen verhinderten allerdings eine noch bessere Platzierung im Zwischenranking. Besonders im regnerischen Super Heat am Sonntag zeigte Ernst eine starke Performance. Zwischenzeitlich war er mit guter Pace im Bereich der vorderen Positionen unterwegs, wurde durch einen Dreher und eine weitere Strafe jedoch zurückgeworfen. Trotz der Rückschläge qualifizierte er sich für das 36 Fahrer umfassende Finale, schied jedoch vorzeitig aus. 

„Henri hat an diesem Wochenende erneut eine außergewöhnliche Leistung gezeigt. Er war in jeder Session schnell und hat auch nach dem schwierigen Start im Finale die Ruhe bewahrt. Drei Siege aus den ersten drei Rennen sind eine starke Bilanz. Gleichzeitig haben wir auch bei Lias gesehen, dass wir in der OK-N konstant zur Spitzengruppe gehören. Stavros, Maximilian und Marcel hatten ebenfalls richtig gute Phasen, wurden aber durch Strafen und Zwischenfälle um bessere Ergebnisse gebracht. Besonders erwähnen möchte ich auch Julius, er hatte keine Testkilometer in Ampfing und hat viel Einsatz gezeigt, den Rückstand aufzuholen. Insgesamt können wir mit unserer Performance zufrieden sein, müssen aber daran arbeiten, das vorhandene Potenzial noch konsequenter umzusetzen“, fasste Teammanager Christian Möhring das Wochenende zusammen. 

Nach der erfolgreichen Saisonhalbzeit richtet Dörr Motorsport den Blick auf die zweiten Saisonhälfte. In Kerpen findet vom 8.-9. August das nächste Rennen des ADAC Kart Masters statt, wenige Tage später ist dann die DKM auf der Rennstrecke in Nordrhein-Westfalen zu Gast.