17. September 2014, 10:19 | Autor: Rimo-Verlag

Auf dem traditionsreichen Erftlandring in Kerpen fand der vierte Lauf der Internationalen Deutschen Kartmeisterschaft (DKM) statt. Bei schönem Spätsommerwetter gingen fast 40 Junioren aus ca. 15 verschiedenen Ländern an den Start.

In den freien Trainings am Freitag fuhr die Saarländerin Carrie Schreiner mit einer Zeit von 44,08 Sekunden für ihre schnellste Runde persönliche Bestzeit und zählte zu den schnellsten Teilnehmern des Tages.

Im Qualifying am Samstag erreichte sie einen ausgezeichneten 9. Platz als viertbester deutscher Pilot in diesem Weltklassefeld und ließ sogar den amtierenden Europameister knapp hinter sich.

Im 1. Vorlauf am Samstag ging es bis auf die 6. Position nach vorne, im zweiten Heat musste die Völklingerin gegen Mitte des Rennens einer Kollision vor ihr ausweichen, kam auf die Wiese und verlor dadurch zahlreiche Plätze und musste sich deshalb mit Platz 15 begnügen. In der Summe bedeutete das die 13. Startposition für das erste Hauptrennen.

Die zahlreichen Zuschauer an der Strecke sahen dann am Sonntag einen packenden Fight um die Positionen. Carrie kämpfte sich zeitweise bis auf den sechsten Rang nach vorne. Es ging ständig hin und her und nach zahlreichen gegenseitigen Überholmanövern landete sie letztendlich auf dem achten Platz, noch knapp vor ihrem US-amerikanischen Teamkollegen, der noch einige Wochen zuvor den DKM Lauf in Oschersleben gewonnen hatte.

Im zweiten Hauptrennen war eine Top-Fünf Platzierung Carries erklärtes Ziel. Nach einem tollen Start kam sie auch als Fünfte aus der berüchtigten Spitzkehre nach Start und Ziel heraus. Beim Einlenken in die schnelle Linkskurve vor der Geraden in Richtung Wald bekam sie plötzlich hinten links einen Schlag und drehte sich dadurch über die Wiese in den Reifenstapel. Ausfall und aus der Traum.

So war Carrie nach dem Finale auch richtig sauer: „Im 2. Rennen war sogar Platz vier drin. Ich war schnell genug um diese Position zu halten, das hat man über das ganze Wochenende gesehen! Kollisionen gehören jedoch zum Kartsport dazu, auch wenn es wie diesmal mehr als ärgerlich ist. Aber ich habe an diesem Wochenende erneut in den Top-Ten mitgemischt ,konnte viele Weltklassefahrer hinter mir lassen und gehörte wieder zu den besten deutschen Startern.“

Für die Pilotin des Energy Germany Teams geht es bereits am letzten Septemberwochenende zum Finale des ADAC Kart Masters ins bayerische Wackersdorf. Dort will sie ihre Top-Fünf Platzierung in der Meisterschaft verteidigen.