12. Dezember 2020, 15:45 | Autor: Fast-Media | Björn Niemann

2020 war ein Jahr voller Herausforderung für Nachwuchsrennfahrer Cedric Malk. Der Wahlschweizer wechselte in die OK Junioren und fuhr seine ersten Rennen in Deutschland. Dabei lieferte er sowohl im ADAC Kart Masters wie auch in den ADAC Regionalserien tolle Ergebnisse ab und sammelte sogar Führungskilometer.

Mit der gewonnen Erfahrung, möchte der Zwölfjährige im kommenden Jahr durchstarten. Wie er sein Jahr erlebt hat, erzählte er uns im Interview.

Was war dein bestes Rennen/schönster Moment der Saison?

Ich hatte zwei „schönste“ Momente: Mein erster schönster Moment war, endlich als Deutscher in Deutschland Rennen fahren zu dürfen, und mein zweiter schönster Moment war, beim ersten ADAC Kart Masters Rennen in Kerpen. Im WAKC eine Woche vorher hatte ich bereits ein gutes „Einstiegsrennen“, jedoch einen Unfall. Ich hatte eine massive Quetschung der linken Hand und verbrachte eine ganze Woche täglich im medizinischen Olympiastützpunkt Köln, wo ich von Ärzten und Physiotherapeuten schmerzhaft „fit“ gemacht wurde für das kommende Rennen.

Mein Bestes Rennen war der Finallauf in Mülsen. Ich wurde erst 14 Tage vor „Mülsen“ zwölf Jahre alt und fuhr gleich in meinem zweiten OKJ Rennen in die Top-Ten.

Wie war dein Umstieg aus der anderen Klasse/anderen Rennserie? Was war besonders anspruchsvoll/überraschend/neu?

Der Umstieg aus den Super Mini in der Schweiz zu den OK Junioren in Deutschland war für mich besonders schwierig. Komplett neue Strecken und andere Grip-Verhältnisse als in Italien, Frankreich und Schweiz.

Der Unterschied von einer Meisterschaft in der Schweiz ist gewaltig zu einer in Deutschland. Das kann man nicht miteinander vergleichen. Die andere Härte, das Fahrverhalten und das Niveau sind in Deutschland viel höher. Meine Rookie-Kollegen sind mir da schon deutlich voraus, im Gegensatz zu mir kannten sie auch die Strecken. Für mich war alles neu.

Was hast du in deiner Rookie-Saison gelernt?

Die Konsequenz, etwas umzusetzen. Es gilt das Motto „Ganz oder gar nicht“! Ich habe gelernt mich in den Rennen durchzusetzen und zu überholen, ansonsten wird man nämlich selber überholt. Meine Schwächen im Zeittraining habe ich ebenfalls abgelegt und einige gute Resultate geholt, dazu kam noch mehr Selbstvertrauen im Regen.

Wie hast Du dich auf die Saison vorbereitet?

Durch die Corona-Pandemie und die dadurch geschlossenen Grenzen, saß ich von Ende Februar bis Mitte Juni fast vier Monate nicht im Kart. Dadurch wurde natürlich der ganze Plan umgeworfen und ich bin mit großem Rückstand in die Saison gestartet. Um mich fit zu halten, mache ich im Winter Ski-Langlauf und spiele Eishockey.

Mit welchen Rückschlägen hattest Du zu kämpfen?

Wie schon gesagt, war der Unfall beim ersten Rennen in Kerpen ein herber Rückschlag. Dank der guten Betreuung war ich aber schnell wieder fit. Leider gab es im Saisonverlauf dann noch einige Kollisionen in Heats oder Rennen, die ein gutes Ergebnis verhindert haben.

Wie sind deine Pläne für die Saison 2021?

Für mich ist es wichtig, dass wir diesen Winter die geplante Vorbereitung auch durchziehen können. Dann sind zu Saisonbeginn zwei Starts in der WSK geplant. Dort möchte ich weitere Erfahrungen sammeln und mich mit den starken Gegnern messen. Antreten werde ich in der DJKM und dem ADAC Kart Masters. Im Vordergrund steht dabei weiterhin der Lernfaktor. Es werden wieder starke Mitbewerber dabei sein.