RMW Motorsport feiert zwei Meistertitel beim WAKC-Finale

10. September 2026, 21:33
Autor: Fast Media | Björn Niemann | Bilderquelle:
RMW Motorsport feiert zwei Meistertitel beim WAKC-Finale

· Kilian Kommer verteidigt Rotax-Mini-Titel in dramatischem Finale

· Luka Koullen beendet Saison als X30-Senior-Champion

Harsewinkel. Mit einem großen Aufgebot von zehn Fahrerinnen und Fahrern reiste RMW Motorsport am vergangenen Wochenende zum Saisonfinale des Westdeutschen ADAC Kart Cup nach Harsewinkel. Auf der 820 Meter langen Strecke im Emstalstadion standen die letzten Entscheidungen des Jahres an. Für die Mannschaft aus Koblenz entwickelte sich der Finaltag zu einem erfolgreichen Saisonabschluss: Kilian Kommer verteidigte nach einem packenden Showdown seinen Titel bei den Rotax Mini, während Luka Koullen bereits als neuer Meister der X30 Senioren feststand.

Im Mittelpunkt stand die Entscheidung bei den Rotax Mini. Kommer ging als Titelanwärter in das Wochenende, erwischte am Sonntag aber zunächst keinen optimalen Start. Platz vier im Zeittraining und dieselbe Position im ersten Rennen hielten den Druck vor dem entscheidenden zweiten Durchgang hoch. Für das Finale nahm das Team einige Veränderungen am Kart vor und die zahlten sich aus. Kommer fand immer besser in seinen Rhythmus und setzte wenige Runden vor Schluss zum entscheidenden Angriff auf seinen direkten Meisterschaftskonkurrenten an. Das Überholmanöver glückte, Kommer fuhr als Dritter über den Zielstrich und sicherte sich damit zum zweiten Mal in Folge die WAKC-Meisterschaft. Bereits im ersten Rennen hatte er mit der schnellsten Rennrunde seine Pace unterstrichen.

Auch dahinter ging es aus RMW-Sicht um wichtige Meisterschaftspositionen. Louis Grunert und Lenni Haselwander kämpften um Rang drei der Gesamtwertung. Grunert hatte als Fünfter im Zeittraining und ebenfalls Fünfter im ersten Rennen zunächst die Nase vorn, Haselwander folgte direkt dahinter. Im zweiten Lauf musste Haselwander vor seinem Teamkollegen ins Ziel kommen, um den dritten Gesamtrang noch zu übernehmen. Auf der Strecke gelang ihm dies zunächst, zudem markierte er die schnellste Rennrunde. Eine Drei-Sekunden-Strafe wegen Verlassens des Startkorridors warf ihn jedoch auf Rang neun zurück. Damit beendete Grunert die Saison als Meisterschaftsdritter, während Haselwander in seiner ersten kompletten Saison einen starken vierten Gesamtrang erreichte.

Mats Stein komplettierte mit Rang fünf in der Meisterschaft ein starkes RMW-Ergebnis bei den Rotax Mini. Sein Finalwochenende begann allerdings mit einem Rückschlag: Vor dem ersten Rennen sprang sein Kart nicht rechtzeitig an und Stein musste dem Feld hinterherfahren. Von hinten arbeitete er sich anschließend noch nach vorne und steigerte sich im zweiten Durchgang auf Rang acht.

Max Jr. Hoch stellte sich erstmals der Rotax-Konkurrenz und musste sich neben der neuen Strecke vor allem auf den Wechsel auf Mojo-Reifen sowie den neuen Motor einstellen. Trotz der vielen neuen Faktoren zeigte er eine gute Entwicklung über das Wochenende hinweg. Abgerundet wurde das sechsköpfige Rotax-Mini-Aufgebot von

Carl Oelschläger. Er arbeitete sich im ersten Rennen von Startplatz 14 bis auf Rang elf nach vorne. Im zweiten Durchgang fiel er nach einer Zeitstrafe auf Position 15 zurück und schloss die Tageswertung als 13. ab.

Bei den X30 Senioren stand Luka Koullen schon vor dem Finale als Meister fest. Nach seinen dominanten Vorstellungen im bisherigen Saisonverlauf ging es in Harsewinkel entsprechend vor allem darum, das erfolgreiche Jahr sauber abzuschließen. Als Dritter des Zeittrainings war Koullen erneut direkt in der Spitzengruppe vertreten und fuhr in beiden Rennen jeweils auf Platz zwei. Im zweiten Durchgang fehlten ihm lediglich 0,320 Sekunden zum Sieg, zudem markierte er die schnellste Rennrunde. Mit Rang zwei in der Tageswertung setzte der Koblenzer einen weiteren starken Schlusspunkt hinter seine Meisterschaftssaison.

Teamkollege Anton Müller zeigte insbesondere am Samstag eine positive Entwicklung. Im Zeittraining am Sonntag fehlte ihm als 14. jedoch die notwendige Ausgangsposition, um auf der kurzen und engen Strecke entscheidend nach vorne zu kommen. Nach Platz 15 im ersten Lauf steigerte er sich im zweiten Rennen auf Rang zwölf und verringerte dabei auch den Abstand zur Spitze deutlich. Für den Rookie war das Finale damit ein weiteres wichtiges Rennwochenende in seiner ersten Saison.

Bei den X30 Junioren absolvierte Ella Brand Albornoz ihren zweiten Einsatz mit RMW Motorsport. Die Neueinsteigerin sammelte weitere wichtige Rennkilometer und steigerte sich über das Wochenende kontinuierlich. Nach Rang neun im Zeittraining behauptete sie diese Position auch im ersten Rennen, ehe sie den zweiten Lauf auf Platz zehn beendete. Besonders für die noch unerfahrene Nachwuchspilotin stand dabei erneut die weitere Entwicklung im Vordergrund.

„Das war ein richtig emotionales Saisonfinale. Bei Kilian sah es lange so aus, als würde es mit der Titelverteidigung schwierig werden. Er hat aber nie aufgegeben und wenige Runden vor Schluss genau das Überholmanöver gesetzt, das er brauchte. Back-to-back Champion ist eine tolle Leistung. Gleichzeitig haben wir mit Luka einen zweiten Meister in unseren Reihen und bei den Rotax Mini mit Louis, Lenni und Mats gleich vier Fahrer in den Top-Fünf der Meisterschaft. Gerade bei unseren Rookies sehen wir ebenfalls eine tolle Entwicklung. Darauf können wir sehr stolz sein“, fasste Teamchef Michael Wangard das Wochenende zusammen.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des WAKC bleibt für RMW Motorsport kaum Zeit zum Durchatmen. In zwei Wochen reist die Mannschaft mit einem größeren Fahreraufgebot nach Oschersleben. Dort steht am 19. und 20. September das Saisonfinale der Rotax MAX Challenge Germany auf dem Programm, bei dem RMW Motorsport zum Abschluss des Rennjahres noch einmal ein Ausrufezeichen setzen möchte.