NAKC läutet Saisonhalbzeit in Faßberg ein

Wertungsläufe fünf und sechs auf dem Fliegerhorst

16. August 2021, 16:52 | Autor: Fast-Media | Luca Köster
NAKC läutet Saisonhalbzeit in Faßberg ein

Ein komprimierter Kalender wartet in diesem Jahr auf die Fahrer*innen des Norddeutschen ADAC Kart Cup. Nur zwei Wochen nach der vergangenen zweiten Station des norddeutschen Championats im brandenburgischen Templin gastierte die Rennserie nun am zurückliegenden Wochenende im niedersächsischen Faßberg. Die Kartbahn auf dem Fliegerhorst war Schauplatz der Wertungsläufe fünf und sechs der Rennserie und läutete damit die Saisonhalbzeit ein.

Auf drei von insgesamt sechs Veranstaltungen kann der Norddeutsche ADAC Kart Cup nach dem Wochenende des 14. und 15. August nun zurückblicken. 50 Pilot*innen griffen beim Halbzeitevent des NAKC in Faßberg in das Lenkrad und lieferten sich auf dem 1.020 Meter langen Kurs bei besten Wetterverhältnissen spannende Rennen um die Halbzeitkronen in den einzelnen Meisterschaftswertungen.

Rotax Mini: Edin Topcic weiterhin das Maß der Dinge

Der Berliner Edin Topcic setzte bei den Rotax Mini seine Performance der Rennen in Templin fort. Auch in Faßberg konnte dem Youngster keiner seiner Konkurrenten auf dem Weg zum Sieg Steine in den Weg legen. Souverän holte Topcic die Pole-Position und feierte anschließend zwei blitzsaubere Start-Ziel-Siege. Lenn Drewes fuhr in den Wertungsläufen jeweils als Verfolger auf der zweiten Position in das Ziel, musste über die 16 Runden hinweg jedoch eine große Lücke zum Polesetter in Kauf nehmen. Im ersten Durchgang verteidigte Drewes seine Position noch knapp vor Lucas Brunner. Im Finale schied der vormals Drittplatzierte allerdings vorzeitig aus und machte den Weg für Mathias Talke frei.

Leopold Juch und Ben Schumacher fuhren zusammen mit den Rotax Mini als Solisten ihrer jeweiligen Klasse auf die Strecke. Juch siegte folglich bei den Rotax Micro während Schumacher den Pokal in der Mini-Kategorie ergatterte.

Tageswertung Rotax Mini
1. Edin Topcic (50 Punkte)
2. Lenn Drewes (40 Punkte)
3. Mathis Talke (29 Punkte)
4. Lucas Brunner (16 Punkte)

Rotax Junior: Hannes Ueberfeldt holt Doppelsieg
Das neunköpfige Feld der Rotax Junioren führte Zino Fahlke nach dem Zeittraining an. Der Kosmic Kart-Pilot musste allerdings schon im ersten Rennen das Zepter an der Spitze abgeben und Platz für ein neues Gesicht machen. Hannes Ueberfeldt zeigte sich im Eröffnungslauf in Bestform, fuhr von Startplatz drei aus an die Spitze und gab die Führungsrolle vor Gregor Feigenspan und Polesetter Fahlke bis zum Fallen der Zielflagge nicht mehr ab. Im Finale machte es Ueberfeldt dann noch deutlicher. Mit mehr als 15 Sekunden Vorsprung setzte sich der Niedersachse stark in Szene und verbuchte den zweiten Sieg auf seinem Konto. Das Verfolgerfeld lag dahinter eng zusammen. Fabian Kriegler behauptete sich am Ende als Zweiter und fuhr im Foto-Finish vor Cyprian Pacek über den Zielstrich. Linus Oliver Jackisch platzierte sich als Vierter und vervollständigte zusammen mit Korben Hillebrands die Top-fünf des Wertungslaufes.

Aaron Bauerkämper und Leon-Jerome Sawatzky teilten sich auf der Strecke die Siege als Duo bei den X30 Junioren. Teresa Schade ging hingegen als Einzelkämpferin mit ihrem OK Junior-Kart an den Start und gewann das Klassement folglich konkurrenzlos.

Tageswertung Rotax Junior
1. Hannes Ueberfeldt (50 Punkte)
2. Fabian Kriegler (33 Punkte)
3. Cyprian Pacek (27 Punkte)
4. Zino Fahlke (25 Punkte)
5. Linus Oliver Jackisch (23 Punkte)

X30 Senior: Siege für Bennett Ivens und Michael Gruber

Die zwölf Fahrer der X30 Senioren stellten in Faßberg das größte Fahrerfeld der Veranstaltung. Michael Gruber umrundete die 1.020 Meter lange Strecke dabei in Bestzeit und gab somit vor Nico Mertinke das Tempo zum Start des ersten Rennens vor. Dort lieferte sich daraufhin ein Dreigestirn an der Spitze spannende Positionskämpfe. Bennett Ivens bewies am Ende im entscheidenden Moment einen kühlen Kopf und überquerte den Zielstrich als Erster. Nico Mertinke reihte sich im Windschatten des Siegers auf Platz zwei ein und sorgte zusammen mit Michel Gruber für einen eindrucksvollen Zieleinlauf. Im zweiten Durchgang drehten sich die Kräfteverhältnisse an der Spitze allerdings wieder. Michael Gruber diktierte im Finale das Tempo und fuhr souverän zum Sieg. Leon Oldewage gab dahinter Vollgas, fuhr von Rang sechs bis auf die Verfolgerposition nach vorne und freute sich zusätzlich über Rang eins in der Halbzeitmeisterschaft. Nico Mertinke rutsche damit auf Platz drei zurück, kam jedoch noch vor Vorlaufsieger Ivens in das Ziel. Als Fünfter des Finales wurde Dennis Kessler abgewinkt.

Zwei Rotax Senior-Akteure starteten zusammen mit den X30-Piloten. Jannik Harpenau holte dabei jeweils vor Gian Luca Herder den Sieg.

Tageswertung X30 Senior
1. Michel Gruber (41 Punkte)
2. Bennett Ivens (38 Punkte)
3. Nico Mertinke (36 Punkte)
4. Leon Oldewage (30 Punkte)
5. Joel Lumeau (23 Punkte)

Rotax DD2: Phillip Stern glänzt
Nach dem Zeittraining der Rotax DD2 sicherte sich Luca Schade für die Rennen die besten Chancen. Von der Pole-Position aus ging der Youngster in das erste Rennen, musste seine Spitzenposition dort allerdings direkt abgeben. Phillip Stern übernahm nach Freigabe des Wertungslaufes die Führung, baute diese im Laufe der 18 Rennrunden sukzessive aus und feierte letztlich einen souveränen Sieg vor David Silvio Kühn und Luca Schade. Für Stern gab es im Anschluss auch im zweiten Rennen kein Halten mehr. Erneut drückte der Bremer dem Rennen seinen Stempel auf und vergrößerte seinen Vorsprung auf knapp zehn Sekunden. Hinter dem Kraft Motorsport-Schützling präsentierte sich das Feld analog des ersten Rennen. Kühn verteidigte seine zweite Position wieder vor Schade auf Platz drei. Benjamin Bellmann und Kevin Juretschke folgte auf den Plätzen vier respektive fünf.

Tageswertung Rotax DD2
1. Phillip Stern (50 Punkte)
2. David Silvio Kühn (40 Punkte)
3. Luca Schade (32 Punkte)
4. Benjamin Bellmann (26 Punkte)
5. Kevin Juretschke (22 Punkte)

Rotax DD2 Masters: Doppelsieg für Alexander Siegmund
Thomas Schmitz fuhr im Qualifying der Rotax DD2 Masters über eine halbe Sekunde schneller als Alexander Siegmund auf Rang zwei und galt dementsprechend zu Beginn des Events als klarer Siegesfavorit. Doch nach Platz vier und einem Ausfall hatte der Routinier im Siegeskampf keine Chancen mehr. Derweil setzte sich das Brüderduo um Alexander und Christian Siegmund an der Spitze durch und feierte vor Alexander Nichotz den Sieg im ersten Rennen. Die Führungspositionen waren daraufhin auch im zweiten Lauf schnell bezogen. Alexander Siegmund behauptete sich erneut vor Christian Siegmund und Nichotz auf Platz drei. Holger Sparsam wurde Vierter und kam somit vor Rodrigo Pinillos in das Ziel.

Tageswertung Rotax DD2
1. Alexander Siegmund (50 Punkte)
2. Christian Siegmund (40 Punkte)
3. Alexander Nichotz (32 Punkte)
4. Holger Sparsam (24 Punkte)
5. Thomas Schmitz (13 Punkte)

KZ2: Jesse Kirkby mit dominanter Vorstellung

Vier Fahrer ließen die Motoren in der Schaltkart-Kategorie dröhnen. Jesse Kirkby erlebte dabei ein Wochenende nach Maß. Im Zeittraining war der Nachwuchspilot bereits die absolute Benchmark und ließ sich fortan auch in den Rennen nicht aus der Ruhe bringen. Gleich zwei Mal raste der KZ2-Fahrer als Sieger über den Zielstrich und ergatterte den verdienten Goldpokal. Auf den Positionen dahinter herrschte ebenfalls Einigkeit. Maximilian Herrmann führte das Verfolgerfeld in beiden Wertungsläufen an und setze sich damit vor Erik Müller als Zweitplatzierter auf dem Podest durch. Tom Heppner rundete das Feld in den Läufen auf Position vier ab.

Tim Schröder und Rico Becker komplettierten die Schaltkart-Action in Faßberg als Duo in der Gentlemen-Wertung. Schröder behielt in den Rennen die Oberhand und holte vor Becker den Sieg in der Tageswertung.

Tageswertung KZ2
1. Jesse Kirkby (50 Punkte)
2. Maximilian Herrmann (40 Punkte)
3. Erik Müller (32 Punkte)
4. Tom Heppner (26 Punkte)

Der Start in die zweite Saisonhälfte des Norddeutschen ADAC Kart Cup wartet bereits in knapp zwei Wochen. Am letzten Augustwochenende gastiert die Regionalrennserie dann in Belleben zu den Wertungsläufen sieben und acht.