7. September 2015, 19:28 | Autor: Fast-Media - Björn Niemann

Bücker bleibt im Titelkampf des Norddeutschen ADAC Kart Cup

Eine Premiere wartete am vergangenen Wochenende auf Luca Köster. Beim vorletzten Saisonrennen des Norddeutschen ADAC Kart Cup feierte der ambitionierte Rennfahrer aus Bücken sein Debüt auf der anspruchsvollen Strecke in Lohsa. Bei schwierigen Witterungsbedingungen zeigte der 18-Jährige sein Talent und feierte einen vielbeachteten Sieg.

Trotz seiner schon langjährigen Erfahrung im Kartsport, stand für Luca Köster mit dem Start in Lohsa eine Premiere ins Haus. Erstmalig trat der Rennfahrer auf dem 850 Meter langen Kurs an. Die Strecke in der Oberlausitz trägt eine große Tradition und war in den 90er Jahren Austragungsort der Deutschen Kart Meisterschaft. Für Luca ging es um wichtige Punkte im Kampf um den Norddeutschen ADAC Kart Cup.

Am Samstagmorgen musste er sich in vier Trainingssitzungen auf die Strecke einstellen und zeigte mit Rang drei im Qualifying sein Potential. „Ein super Auftakt, als Newcomer auf der Strecke können wir schon gut mithalten und haben ein gute Abstimmung gefunden.“, erklärte der 18-jährige Abiturient. Aus der zweiten Startreihe gelang ihm im ersten Rennen ein perfekter Start. Luca etablierte sich im Spitzenfeld und kämpfte um ein Top-Drei-Ergebnis. Doch nach sechs Runden folgte das plötzliche Aus. „Meine Kette ist gerissen“, sagte Luca. Ohne Vortrieb stellte er sein BRM Kart im Aus ab.

Während am Samstag die Sonne schien, wendete sich das Blatt am Sonntag. Starker Regen sorgte für veränderte Bedingungen. Ohne Erfahrung auf der nassen Strecke, startete Luca in das zweite Rennen des Wochenendes. Durch seinen Ausfall am Samstag, kämpfte er sich vom Ende des Feldes nach vorne. Dabei wurde er jedoch Opfer einer kleinen Kollision und fand sich zwischenzeitlich in der Wiese wieder. Letztlich machte er aber zahlreiche Positionen gut und wurde als hervorragender Vierter abgewinkt. Ganz zufrieden war der durch das Schmierstoffunternehmen CLASSIC geförderte Pilot aber nicht: „Bei Regen bin ich eigentlich noch schneller, wir werden zum letzten Lauf noch einmal das Setup meines Karts anpassen.“

Die Mühe zahlte sich aus: Luca legte einen perfekten Start hin und kämpfte sich in den ersten Runden an die Spitze. Fortan gab es für ihn kein Halten mehr, mit über einer Sekunde Vorsprung wurde er als Sieger abgewinkt und erhielt den Applaus der Zuschauer. „Damit habe ich nicht gerechnet. Meine Kontrahenten haben deutlich mehr Erfahrung auf der Strecke, umso schöner ist es zu gewinnen. Ein großer Dank an mein Team und meinen Vater für die hervorragende Unterstützung“, strahlte Luca im Ziel.

In der Meisterschaft belegt er weiterhin den zweiten Platz und reist mit nur drei Punkten Rückstand zum Finale nach Oschersleben. „In der Meisterschaft ist noch alles drin“, weiß Luca. In drei Wochen fallen vom 26.-27. September die Titelentscheidungen in der etropolis Motorsport Arena.