16. Oktober 2014, 10:02 | Autor: Hr. Täuschel

In Templin fand am 11. und 12. Okt. 2014 das große Finale der ADAC Regionalserien statt, bei dem die besten Fahrer der Serien NAKC, OAKC, SAKC und WAKC antreten.

Antonino Greco vom Starkenburger AMC ging für den ADAC Hessen-Thüringen in der Klasse World Formula an den Start. Seine Intention: Zum Saisonabschluss noch einmal alles zu geben und die Saison mit einer Top-Platzierung abschliessen. Aber, wie das Leben so spielt, musste er von Freitag (Training) am Samstag (Training/Qualifying) bis Sonntag (Finale) mit einem ständigen Auf und Ab kämpfen.

Die freien Trainings verliefen am Freitag gut und mit jedem Run wurde die Abstimmung des Karts verbessert. Dabei gilt der ganz besondere Dank dem SRT Racing Team, welches mit großer Erfahrung, Rat und Tat und auch Geduld zur Seite stand. Am Samstag regnete es zwar den ganzen Tag, aber das sind eigentlich Bedingungen, die Antonino mag und mit denen er gut zurechtkommt.  So war es auch vorhersehbar, dass er die Läufe mit guten bis sehr guten Ergebnissen absolvierte.

Am Samstagabend fand das Qualifying statt, welches auch bis zur fünften Runde gut für ihn lief. Jedoch in den entscheidenden letzten Runden streikte sein Motor da der Vergaser etwas Regenwasser abbekommen hatte und der Motor aussetzte. So reichte es nur noch zu Platz sieben.

Kurz nach dem Start zum ersten Rennen am Sonntag wurde Antonino in der ersten Kurve abgedrängt und landete in der Wiese. Als er endlich wieder Asphalt unter den Rädern hatte, fand er sich auf Position 14 wieder. Nun startete er eine fulminante Aufholjagd, die in bis auf Platz neun nach vorne trug – sein Motor lief top und die gute Abstimmung vom Freitag machte sich bezahlt.

Vor dem zweiten Rennen wurden noch mal leicht an der Abstimmung und an der Übersetzung gearbeitet und auch diese Maßnahmen sollten Früchte tragen. Antonino legte einen perfekten Start hin und machte sofort drei Plätze gut. Durch geschickte Überholmanöver verbesserte er sich von Runde zu Runde, aber auf Position vier liegend wurde er buchstäblich ausgebremst. Der vor ihm liegende Fahrer „machte sich sehr breit“ und verhinderte so jeden Überholversuch – was sogar zu kleineren Kollisionen führte. Erst in der letzten Runde fand Antonino eine kleine Lücke und ließ ihm auf den letzten Kurven keine Chance mehr.

Letztendlich beendete Antonino dieses Rennen „nur“ als Dritter – was aber für den fünften Platz in der Tageswertung reichte. Eine noch bessere Platzierung wäre aber möglich gewesen, wenn in beiden Rennen bei einigen seiner Kontrahenten der Fair-Play-Gedanke etwas mehr vorhanden gewesen wäre. Trotzdem freuten sich Team und Familie riesig und bedanken sich ausdrücklich bei der Melibokus-Schule in Alsbach, die Antonino von Freitag bis Montag beurlaubt hatte. Antonino Greco nahm mit diesem Endlauf Abschied von der „World Formula“. Er wird nächstes Jahr in der stärkeren Klasse „X30 Junioren“ starten.