9. August 2016, 12:38 | Autor: Fast-Media - Christian A. Hoch

Am vergangenen Wochenende war die 1.018 Meter lange Motorsportarena Oschersleben Schauplatz der vierten und damit vorletzten Veranstaltung des ADAC Kart Masters in diesem Jahr. Der Jesolo-Kartimporteur TR Motorsport schickte insgesamt neun Fahrer in drei verschiedenen Klassen auf den Weg zum Kräftemessen in der Magdeburger Börde. In den Klassen Bambini, OK Junior und X30 Junior war das Team aus Baden-Württemberg kontinuierlich vorne dabei und unterstrich aufs Neue die eigene Leistungsstärke.

145 der besten Piloten aus ganz Deutschland duellierten sich bei insgesamt besten Wetterbedingungen um die begehrten und gleichzeitig vorentscheidenden Meisterschaftspunkte aus Oschersleben. Arthur Tohum, Lukas de Giuli, Luca Inderfurth und Max Benz starteten für TR Motorsport bei den Bambini. Doureid Ghattas, Marc Elter, Leon Rullit und Davids Trefilovs hielten bei den OK Junioren die Flagge des Jesolo-Deutschlandimporteurs hoch und Miroslaw Kravchenko komplettierte das Kollektiv bei den X30 Junioren.

Das Wochenende für die Bambini-Piloten verlief durchaus erfolgreich. Lukas de Giuli reiste als Kandidat für eine Platzierung auf den vorderen Plätzen nach Oschersleben und hielt dem Druck stand. Nach Platz fünf im Zeittraining und erstem Heat, steigerte sich der Griesinger und wurde im zweiten Vorlauf starker Dritter. Von Startplatz fünf ging es für ihn in das erste Rennen und auch dort zeigte der junge Fahrer eine couragierte Vorstellung, die mit dem vierten Rang belohnt wurde. Dass er im letzten Wertungslauf ausschied, änderte nichts an der guten Leistung und Position sechs in der Gesamtwertung.

Ein ebenfalls sehr gelungenes Event in Sachsen-Anhalt erlebte Arthur Tohum. Nachdem es beim letzten Auftritt im ADAC Kart Masters nicht ganz so rund lief, hatte Tohum auch am Samstag in Oschersleben Probleme in seinen Rhythmus zu finden. Lediglich von Position 23 ging es für ihn in die entscheidenden Finals. Doch mit Freigabe der Rennen drückte der erstmals mit Jesolo-Chassis ausgestattete Nachwuchspilot auf das Gaspedal und verbesserte sich zunächst auf den zwölften und dann auf den hervorragenden vierten Platz.

Nicht ganz so gut lief es für Luca Inderfurth und Max Benz. Das Duo fand nicht zu schon gezeigter Stärke und duellierte sich im Mittelfeld um die hart umkämpften Ränge. Besser dagegen lief es für den Rennstall aus Baden-Württemberg in der OK Junior-Klasse, die für TR Motorsport vom Bonner und kürzlich zurückgekehrten Doureid Ghattas angeführt wurde.

Der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport findet bei seinem Bambini-Team zu gewohnter Stärke zurück und steckt Rückschläge besser weg, als noch ein paar Wochen zuvor. Nachdem der Samstag bei mitunter verregnetem Zeittraining eher enttäuschend für ihn verlief, legte Dodo am Sonntag einen gewaltigen Zahn zu und verpasste im letzten Rennen nur ganz knapp die absolute Spitzenposition. „Ich bin sehr glücklich so zurückgekommen zu sein und möchte unter die besten drei Fahrer kommen“, so Ghattas im Anschluss.

Sein Teamkollege und amtierender Bambini-Meister im ADAC Kart Masters Davids Trefilovs brauchte als Rookie in der bisherigen Saison einige Eingewöhnungszeit. Doch beim Event in Oschersleben am vergangenen Wochenende platzte auch bei ihm der Knoten. Davids kam am Samstag im Qualifying und den Heats nicht so recht in Tritt, fand dann jedoch seine Balance. Mit den Plätzen zehn und sechs in den Wertungsläufen setzte er ein deutliches Zeichen in Richtung Konkurrenz. Die beiden letzten Fahrer bei den OK Junioren Marc Elter und Leon Rullit waren vom Pech verfolgt und kamen nicht über eine Platzierung im Mittelfeld hinaus.

Miroslaw Kravchenko trat als einziger und noch verbliebener Fahrer bei den X30 Junioren an und war dabei erstmals überhaupt mit einem TR-Chassis auf der Piste. Nach dem etwas verhaltenen Samstag legte der junge Racer erst so richtig los und landete als Dritter und Fünfter einmal auf dem Treppchen und jedes Mal in den Pokalrängen.

„Ich bin sehr zufrieden damit was die Jungs an diesem Wochenende geleistet haben“, so Teamchef Rade Trnavac, der weiter anführte: „Wir haben in allen drei Klassen gezeigt, dass wir das Zeug dazu haben ganz vorne mitzumischen. Gleichzeitig gibt es aber bei jedem Einzelnen noch Verbesserungspotenzial, welches wir in Zukunft heraus kitzeln wollen.“

Die nächste Möglichkeit bietet sich ihm und seinem TR Motorsport-Kollektiv beim Westdeutschen ADAC Kart Cup in Schaafheim vom 3.-4. September.