20. September 2016, 9:21 | Autor: Fast-Media - Christian A. Hoch

Hürther wird Zweiter im letzten Rennen

Manchmal kommen die Dinge anders als gedacht. Mit einer Handverletzung und unter starken Schmerzen überlegte Nico Hantke am Samstag in Wackersdorf das Zeittraining abzusagen, um seine Hand zu schonen. Letztlich entschied er sich goldrichtig und legte mit dem dritten Platz die Ausgangslage für einen versöhnlichen Saisonabschluss im ADAC Kart Masters. Am Ende feierte er die beste Saisonplatzierung als Zweiter im letzten Rennen.

„Das war schon eine regelrechte Schrecksekunde“, so Nico angesprochen auf seine Handschmerzen: „Wir dachten es wäre besser das Zeittraining auszusetzen, um dann voll anzugreifen. Letztlich bin ich froh es nicht gemacht zu haben.“ Nico raste unbeirrt um das 1.190 Meter lange Prokart Raceland und wurde toller Dritter.

Anscheinend linderte dieses unerwartet gute Resultat auch die Schmerzen von Nico. In den Heats steckte er die Probleme gekonnt weg und mischte erneut ganz vorne mit. Am Ende sprang der fünfte Startplatz für den gebürtigen Hürther heraus. „Wow, ich hätte nicht damit gerechnet am Ende des heutigen Tages auf Position fünf zu stehen. Daher freut es mich umso mehr“, lächelte Nico, der den restlichen Abend zur Regenration nutzte.

Diese zahlte sich dann am Sonntag nochmal besonders für den KSM Schumacher Racing Team-Piloten aus. Im ersten von zwei Finals befand er sich schon auf Rang zwei, ehe er den harten Positionskämpfen der Bambini Tribut zollte. „Die Plätze eins bis zehn waren wie an einer Perlenschnur“, erklärte Nico die Lage auf der Strecke. Der Tony Kart-Pilot belegte schlussendlich den vorzeigbaren sechsten Rang.

Im letzten und entscheidenden Wertungslauf ließ sich der Zwölfjährige noch einmal etwas ganz besonderes einfallen. Er enteilte gemeinsam mit dem Führenden dem restlichen Feld und lieferte sich ein spannendes Kopf an Kopf-Duell. Zwischenzeitlich eroberte Nico dann auch die ersehnte Führung und kam nur hauchdünn hinter dem neuen Bambini-Champion über die Linie.

„Ein tolles Ergebnis. Einfach klasse, dass es an diesem Wochenende keinerlei Probleme mit dem Kart gab. Neben den Problemen mit der Hand, waren die Bedingungen auf der Strecke wirklich sehr schwierig. Der starke Regen forderte vollste Konzentration“, fasste der Sechstplatzierte im diesjährigen ADAC Kart Masters zusammen.

Schon am kommenden Wochenende geht es für Nico weiter. Dann startet der Hürther auf eine seiner Lieblingsstrecken. Beim ACV Rhein-Main Kart-Cup in Oppenrod will er alles geben. Auch beim Bundesendlauf vom 8.-9. Oktober auf seiner Heimstrecke in Kerpen gehört Nico zu den Favoriten.